Dienstag, 11. März 2014

"What are YOU doing here?!"

Daheim in Deutschland fand ich es ja ehrlich gesagt immer etwas seltsam und ab und zu ein kleines bisschen nervig, dass wir niiiiie irgendwo hingehen konnten, ohne das Papa irgendwen kannte.
Nach über sieben Monaten in Neuseeland kann ich scheinbar nicht mal auf einen Berg mitten im Nirgendwo klettern oder in einer komplett fremden Stadt einkaufen gehen, ohne, dass ich jemanden kenne.

WANAKA.
Komm ich in mein 8er Zimmer im YHA, seh ich da eine Blondine auf dem Bett sitzen. IVY. Eine Finnin, die in einem Hotel in Franz Josef gearbeitet hat und auch beim Lagerfeuer in Okarito war. Wie sich herausgestellt hat, war sie auch die Freundin aus Auckland, mit der PARK, mein koreanischer Nachfolger bei Glacier Motors, sich den anderen Abend getroffen hat. Man kennt sich eben.
Wiedersehen mit Clara :) <3
An meinem letzten Tag bekam ich dann von MAXI eine Sms. Maxi hatte ich in Würzburg auf dem AISF Vorbereitungstreffen kennengelernt und wir hatten noch über unsere Pläne geplaudert und gesagt, vielleicht treffen wir uns da ja irgendwann, irgendwo. Maxi war also auch in Wanaka, unterwegs mit Jeppe aus Dänemark. Die beiden waren dann auch so nett und nahmen mich am nächsten Tag mit nach Queenstown. Thanks, guys!

ROB ROY GLACIER TRACK.
Mitten im Wald, über eine Stunde Fahrt weg von Wanaka, war ich gerade auf meinem Rückweg vom Rob Roy Glacier und wollte weiter zur Aspiring Hut, als ich einem Kerl mit Glatze auf dem Weg ein freundliches „Hello“ entgegen rief. Als ich näher kam, waren wir beide verdutzt. Er und seine Freundin, die sich gerade noch den Berg hocharbeitete, hatten im Landing in Franz Josef gearbeitet und im Montrose, dem Hostel wo ich gewohnt habe, volunteered. Die beiden waren jetzt in Wanaka, arbeiten in einer Wäscherei, und machten gerade einen Nachmittagsausflug. Wieso auch nicht?

QUEENSTOWN.
Queenstown war krass.
Zuallererst bin ich da IVY wieder über den Weg gelaufen, mitten im Zentrum auf so einem kleinen Markt. Wir konnten es beide ja kaum fassen.
Abends traf ich mich dann mit CLARA, die ich (wo auch sonst) in Franz Josef kennenlernen durfte, wenn auch nur ganz kurz. Die Liebe war für eine Nacht in Queenstown, wir gönnten uns also die berühmten Fergburger zum Abendessen – DANKE für die Kekse!! - , saßen am See, schwelgten sowas von in Erinnerungen, tauschten die letzten Reste Franz Josef Gossip aus und gingen später (nachdem wir uns mit Jeppe und Maxi getroffen hatten) feiern.
Eigentlich hatte ich in Queenstown ja vor, mich mit LENA und FRANZI wiederzutreffen, die hier über den Sommer gearbeitet hatten (die beiden, mit denen ich im September/Oktober unterwegs war :)). Das hat aber alles nicht so funktioniert, zuerst. Als ich mit Clara dann mitten in der Nacht auf der Straße saß und wir uns noch unterhielten, kamen die beiden dann aber plötzlich die Straße runter, sodass wir dann doch noch nicht nach Hause gingen. C'est la vie :) Danke für den super Abend <3
Clara, Lena, Lena & Franzi <3
Am nächsten Abend stattete ich dann TOM einen Besuch ab, der in Franz Josef für DoC volunteered hatte und auch kurz in Queenstown einen Zwischenstopp einlegte, bevor ich mich nochmal mit Lena traf.
Und es wäre ja nicht Neuseeland, wenn ich an meinem letzten Abend in Queenstown nicht noch jemanden getroffen hätte. FELIX, ein Engländer, der auch im YHA volunteered hat, war nach seinem Roadtrip mit Chrissy (YHA/Landing/Franz Josef ;D) schon in QT angekommen. Und hungrig. Wir holten uns also zwei Pizzen und aßen am See, bevor es zu kalt wurde und wir uns in den Irish Pub verzogen. Thanks for the food! See you soon, somewhere! :)

Auf dem Caples Track und im Milford Sound traf ich erstaunlicherweise keine alten Bekannten, aber!

TE ANAU.
An meinem ersten Abend in Te Anau ging ich abends im Supermarkt einkaufen. Alles bezahlt, ich bin dabei den Laden zu verlassen – da kommt eine alte Bekannte durch die Tür. JESS, eine der Kellnerinnen aus dem King Tiger in Franz Josef, steht vor mir. Sie arbeitet jetzt hier in Te Anau. Wieso auch nicht?
Oh nein, das ist noch nicht alles. Gestern hab ich mich auf den Weg zum Mount Luxmore gemacht, bin also den ersten Teil des Kepler Tracks gelaufen. War wunderschön! Auf meinem Weg zurück ins Tal steht dann auf einmal CHRISSY vor mir. Mitten im Wald. Irgendwo in der Pampa. Bin ich ja jetzt gewöhnt. Das war so unerwartet und super – wie immer! :) Ich hoffe, ihr habt noch eine super Wanderung gehabt! Xx
Chrissy, mitten auf dem Kepler :)
Und heute? Naja, ich hab am See gelegen. Und dann war ich neugierig, weil ich dachte, dass ich hätte jemanden erkannt … Und hatte ich, wie sich herausstellte. NIMI und ILI, ein Pärchen aus Israel, die ich letzte Woche auf dem Caples Track kennengelernt hatte. Meine besten Kartenspielfreunde <3 Also haben wir am See in der Sonne gelegen, geplaudert und unser Leben genossen.

Das ist Neuseeland. Man kennt sich. Man kann nicht mal einen Berg hochklettern oder einkaufen gehen, ohne bekannte Gesichter zu sehen. Aber ich LIEBE es und freu mich jetzt schon sehr auf die noch kommenden Begegnungen <3

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