Daheim in Deutschland fand ich es ja ehrlich gesagt immer etwas
seltsam und ab und zu ein kleines bisschen nervig, dass wir niiiiie
irgendwo hingehen konnten, ohne das Papa irgendwen kannte.
Nach
über sieben Monaten in Neuseeland kann ich scheinbar nicht mal auf einen
Berg mitten im Nirgendwo klettern oder in einer komplett fremden Stadt
einkaufen gehen, ohne, dass ich jemanden kenne.
WANAKA.
Komm ich in mein 8er Zimmer im YHA, seh
ich da eine Blondine auf dem Bett sitzen. IVY. Eine Finnin,
die in einem Hotel in Franz Josef gearbeitet hat und auch beim
Lagerfeuer in Okarito war. Wie sich herausgestellt hat, war sie auch
die Freundin aus Auckland, mit der PARK, mein koreanischer
Nachfolger bei Glacier Motors, sich den anderen Abend getroffen hat.
Man kennt sich eben.
| Wiedersehen mit Clara :) <3 |
An meinem letzten Tag bekam ich dann
von MAXI eine Sms. Maxi hatte ich in Würzburg auf dem AISF
Vorbereitungstreffen kennengelernt und wir hatten noch über unsere
Pläne geplaudert und gesagt, vielleicht treffen wir uns da ja
irgendwann, irgendwo. Maxi war also auch in Wanaka, unterwegs mit
Jeppe aus Dänemark. Die beiden waren dann auch so nett und nahmen
mich am nächsten Tag mit nach Queenstown. Thanks, guys!
ROB ROY GLACIER TRACK.
Mitten im Wald, über eine Stunde Fahrt
weg von Wanaka, war ich gerade auf meinem Rückweg vom Rob Roy
Glacier und wollte weiter zur Aspiring Hut, als ich einem Kerl mit
Glatze auf dem Weg ein freundliches „Hello“ entgegen rief. Als
ich näher kam, waren wir beide verdutzt. Er und seine Freundin, die
sich gerade noch den Berg hocharbeitete, hatten im Landing in Franz
Josef gearbeitet und im Montrose, dem Hostel wo ich gewohnt habe,
volunteered. Die beiden waren jetzt in Wanaka, arbeiten in einer
Wäscherei, und machten gerade einen Nachmittagsausflug. Wieso auch
nicht?
QUEENSTOWN.
Queenstown war krass.
Zuallererst bin ich da IVY wieder
über den Weg gelaufen, mitten im Zentrum auf so einem kleinen Markt.
Wir konnten es beide ja kaum fassen.
Abends traf ich mich dann mit CLARA,
die ich (wo auch sonst) in Franz Josef kennenlernen durfte, wenn auch
nur ganz kurz. Die Liebe war für eine Nacht in Queenstown, wir
gönnten uns also die berühmten Fergburger zum Abendessen – DANKE
für die Kekse!! - , saßen am See, schwelgten sowas von in
Erinnerungen, tauschten die letzten Reste Franz Josef Gossip aus und
gingen später (nachdem wir uns mit Jeppe und Maxi
getroffen hatten) feiern.
Eigentlich hatte ich in Queenstown ja
vor, mich mit LENA und FRANZI wiederzutreffen, die hier
über den Sommer gearbeitet hatten (die beiden, mit denen ich im
September/Oktober unterwegs war :)). Das hat aber alles nicht so
funktioniert, zuerst. Als ich mit Clara dann mitten in der Nacht auf
der Straße saß und wir uns noch unterhielten, kamen die beiden dann
aber plötzlich die Straße runter, sodass wir dann doch noch nicht
nach Hause gingen. C'est la vie :) Danke für den super Abend <3
| Clara, Lena, Lena & Franzi <3 |
Am nächsten Abend stattete ich dann
TOM einen Besuch ab, der in Franz Josef für DoC volunteered
hatte und auch kurz in Queenstown einen Zwischenstopp einlegte, bevor
ich mich nochmal mit Lena traf.
Und es wäre ja nicht Neuseeland, wenn
ich an meinem letzten Abend in Queenstown nicht noch jemanden
getroffen hätte. FELIX, ein Engländer, der auch im YHA
volunteered hat, war nach seinem Roadtrip mit Chrissy
(YHA/Landing/Franz Josef ;D) schon in QT angekommen. Und hungrig. Wir
holten uns also zwei Pizzen und aßen am See, bevor es zu kalt wurde
und wir uns in den Irish Pub verzogen. Thanks for the food! See
you soon, somewhere! :)
Auf dem Caples
Track und im Milford Sound traf ich erstaunlicherweise keine alten
Bekannten, aber!
TE ANAU.
An meinem ersten
Abend in Te Anau ging ich abends im Supermarkt einkaufen. Alles
bezahlt, ich bin dabei den Laden zu verlassen – da kommt eine alte
Bekannte durch die Tür. JESS, eine der Kellnerinnen aus dem
King Tiger in Franz Josef, steht vor mir. Sie arbeitet jetzt hier in
Te Anau. Wieso auch nicht?
Oh nein, das ist
noch nicht alles. Gestern hab ich mich auf den Weg zum Mount Luxmore
gemacht, bin also den ersten Teil des Kepler Tracks gelaufen. War
wunderschön! Auf meinem Weg zurück ins Tal steht dann auf einmal
CHRISSY vor mir. Mitten im Wald. Irgendwo in der Pampa. Bin
ich ja jetzt gewöhnt. Das war so unerwartet und super – wie immer!
:) Ich hoffe, ihr habt noch eine super Wanderung gehabt! Xx
| Chrissy, mitten auf dem Kepler :) |
Und heute? Naja,
ich hab am See gelegen. Und dann war ich neugierig, weil ich dachte,
dass ich hätte jemanden erkannt … Und hatte ich, wie sich
herausstellte. NIMI und ILI, ein Pärchen aus Israel,
die ich letzte Woche auf dem Caples Track kennengelernt hatte. Meine
besten Kartenspielfreunde <3 Also haben wir am See in der Sonne
gelegen, geplaudert und unser Leben genossen.
Das ist Neuseeland.
Man kennt sich. Man kann nicht mal einen Berg hochklettern oder
einkaufen gehen, ohne bekannte Gesichter zu sehen. Aber ich LIEBE es
und freu mich jetzt schon sehr auf die noch kommenden Begegnungen <3
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