Sonntag, 23. März 2014

Piopiotahi. Weltwunder Nummer Acht.

Und letztendlich hatte ich noch massig Zeit, als ich am Parkplatz an der Divide ankam. Hier verläuft die Straße von Te Anau zum Milford Sound. Ich hatte vorher schon ein Shuttle gebucht und wurde dann netterweise vom Parkplatz bis zu meiner Unterkunft am Milford Sound gefahren. Und. Wow. Man stelle sich vor, Lena war gerade gut drei Tage durch wunderschöne neuseeländische Wildnis wandern. Seen, Berge, Flüsse, Täler, Wälder, alles. Und dann sitzt sie in diesem Shuttlebus und starrt nur aus dem Fenster. Die Berge wurden immer höher, das Tal immer enger. Der Busfahrer erklärte uns was von wegen "Ja, da darf man im Winter nicht anhalte, zu hohe Lawinengefahr." Ooookay! Ich verstand, warum von der Straße nach Milford immer so viel erzählt wird! Und der Homer Tunnel! Sowas hab ich noch nie gesehen. Einspurig und bergab. Wesentlich kurioser und spannender, als sich das jetzt anhören mag. War ein Erlebnis! Und der Blick auf der anderen Seite des Tals! Oooooooh. Glaubt mir, ich bin abends um halb acht todmüde ins Bett gefallen, zu viele Bilder um sie alle zu verarbeiten! Aber so schön!
Nachdem ich mir Freitagnachmittag dann trotzdem noch einen Spaziergang runter zum MILFORD SOUND, Piopiotahi, gegönnt hatte (ich war ja noch nicht genug gelaufen) und mich umgesehen hatte – noch mehr Postkartenschönheit!!! Ich konnte es ja nicht glauben – ging es Samstagmorgen auf eine Cruise. Der Milford Sound ist ja ein Fjord, der von der Tasmanischen See (WESTCOAST <3) ein Stückchen bis ins Landesinnere reicht. Auf diesem Fjord gabs nun also ein Bootstour. Erstes Highlight – Frühstück! Toast, Croissants, Obstsalat, Müsli – nach drei Tagen Haferbrei in der Wildnis fühlte ich mich wie im Gourmethimmel! Und Kaffee trinken auf dem Aussichtsdeck eines Katamarans im Milford Sound tut ja auch nicht jeder. Ich stand also mit meiner Müslischale und meiner Kamera vorne auf dem Schiff und war weiter fasziniert. Die Felswände ragten fast senkrecht mehere hundert Meter auf in den Himmel, so hoch, dass wir die oberen Enden wegen des Nebels und der Wolken gar nicht immer sehen konnten. Ja, wie man das im Milford Sound erwarten sollte, das Wetter war nicht zuu zauberhaft. Aber der Sound wirkte unglaublich mystisch und geheimnisvoll.
Eines der Highlights unserer kleinen Bootstour waren definitiv die Stirling Falls, ein hoher Wasserfall, an den wir gaaaanz nah rangefahren sind. So nah, dass es extrem windig war (sowas hab ich auch noch nie erlebt, direkt am Fuß des Wasserfalls) und wir danach alle relativ nass.
Gegen Mittag saß ich dann am Sound, die Sonne kämpfte sich durch und es war einfach nur bezaubernd.

Dann hatten wir Samstagnachmittag, 8. März, und es ging für mich mit dem Bus zurück über die Milford Road (wieder nur am Starren, während die meisten anderen im Bus einfach gepennt haben ...), an der Divide vorbei und nach TE ANAU.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen