
Und
letztendlich hatte ich noch massig Zeit, als ich am Parkplatz an der
Divide ankam. Hier verläuft die Straße von Te Anau zum Milford
Sound. Ich hatte vorher schon ein Shuttle gebucht und wurde dann
netterweise vom Parkplatz bis zu meiner Unterkunft am Milford Sound
gefahren. Und. Wow. Man stelle sich vor, Lena war gerade gut drei
Tage durch wunderschöne neuseeländische Wildnis wandern. Seen,
Berge, Flüsse, Täler, Wälder, alles. Und dann sitzt sie in diesem
Shuttlebus und starrt nur aus dem Fenster. Die Berge wurden immer
höher, das Tal immer enger. Der Busfahrer erklärte uns was von
wegen "Ja, da darf man im Winter nicht anhalte, zu hohe
Lawinengefahr." Ooookay! Ich verstand, warum von der Straße
nach Milford immer so viel erzählt wird! Und der Homer Tunnel! Sowas
hab ich noch nie gesehen. Einspurig und bergab. Wesentlich kurioser
und spannender, als sich das jetzt anhören mag. War ein Erlebnis!
Und der Blick auf der anderen Seite des Tals! Oooooooh. Glaubt mir,
ich bin abends um halb acht todmüde ins Bett gefallen, zu viele
Bilder um sie alle zu verarbeiten! Aber so schön!

Nachdem
ich mir Freitagnachmittag dann trotzdem noch einen Spaziergang runter
zum MILFORD
SOUND, Piopiotahi,
gegönnt hatte (ich war ja noch nicht genug gelaufen) und mich
umgesehen hatte – noch mehr Postkartenschönheit!!! Ich konnte es
ja nicht glauben – ging es Samstagmorgen auf eine Cruise. Der
Milford Sound ist ja ein Fjord, der von der Tasmanischen See
(WESTCOAST <3) ein Stückchen bis ins Landesinnere reicht. Auf
diesem Fjord gabs nun also ein Bootstour. Erstes Highlight –
Frühstück! Toast, Croissants, Obstsalat, Müsli – nach drei Tagen
Haferbrei in der Wildnis fühlte ich mich wie im Gourmethimmel! Und
Kaffee trinken auf dem Aussichtsdeck eines Katamarans im Milford
Sound tut ja auch nicht jeder. Ich stand also mit meiner Müslischale
und meiner Kamera vorne auf dem Schiff und war weiter fasziniert. Die
Felswände ragten fast senkrecht mehere hundert Meter auf in den
Himmel, so hoch, dass wir die oberen Enden wegen des Nebels und der
Wolken gar nicht immer sehen konnten. Ja, wie man das im Milford
Sound erwarten sollte, das Wetter war nicht zuu zauberhaft. Aber der
Sound wirkte unglaublich mystisch und geheimnisvoll.
Eines
der Highlights unserer kleinen Bootstour waren definitiv die Stirling
Falls, ein hoher Wasserfall, an den wir gaaaanz nah rangefahren sind.
So nah, dass es extrem windig war (sowas hab ich auch noch nie
erlebt, direkt am Fuß des Wasserfalls) und wir danach alle relativ
nass.
Gegen
Mittag saß ich dann am Sound, die Sonne kämpfte sich durch und es
war einfach nur bezaubernd.
Dann
hatten wir Samstagnachmittag, 8. März, und es ging für mich mit dem
Bus zurück über die Milford Road (wieder nur am Starren, während
die meisten anderen im Bus einfach gepennt haben ...), an der Divide
vorbei und nach
TE ANAU.
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