Mittwoch, 27. November 2013

Cultural Shocks

The Kiwi Way of Life

Reisende werden immer wieder vor ihm gewarnt – dem Kulturschock. Man kommt in eine andere Umgebung, teilweise ähnlich wie die Heimat, teilweise komplett anders. Auch in Neuseeland. Nach vier Monaten fällt mir jetzt mal auf, wie sehr ich mich jetzt schon an manche Dinge gewöhnt habe. Manches ist für mich jetzt schon stinknormal und alltäglich – für alle Daheimgebliebenen mag es aber extrem seltsam oder unvorstellbar erscheinen. Hier mal ein kleiner Einblick in meine Kiwiwelt :)

    Ich hab das Countdown-Lied schon so unglaublich im Kopf, schrecklich :D Countdown ist einer unserer Supermärkte hier, vergleichbar mit Edeka. Und ich weiß jetzt schon, was ich in Deutschland vermissen werde. Neuseeländische Supermärkte. Die sind nämlich almost 24/7 open. Okay, nicht ganz, aber in den meisten Fällen sind sie von 7am bis 10pm, also 22 Uhr, geöffnet. Und das auch Sonntags. Wann auch immer man also einkaufen will – oder muss – man kann einfach gehen und besorgen, was man brauch.

Oh und wenn wir schon beim Geld ausgeben sind – EC-Karten(-zahlungen) werden hier einfach als EFTPOS bezeichnet. Das ist kurz für electronic funds transfer at point of sale (Danke, Wikipedia). Und Kiwis lieben EFTPOS. Ich bezahl auch eigenlich immer alles überall mit Karte. So viel einfacher.

Wenn es dann aber doch mal zur Zahlung mit Cash, also Bargeld kommt, da läuft das in NZ auch ein bisschen anders als in der Heimat. Neuseeland hat nämlich vor einigen Jahren 1, 2 und 5 Cent Münzen abgeschafft – Barzahlungen werden ab- oder eben aufgerundet. Ein Beispiel:

$2.34 sind in Bar $2.30 – bleiben mit EFTPOS aber $2.34.
$2.35 sind in Bar $2.40 – bleiben bei EFTPOS-Zahlung aber logischerweise auch $2.35.

Ich war so verwirrt, als ich hier angekommen bin. Mein erster Einkauf im Supermarkt und ich wunder mich danach, warum ich keine zwei Cent zurückbekommen habe. Natürlich auch noch gejetlagged. Bis mir dann mal irgendwann jemand erzählt hat, dass es die kleinen Münzen überhaupt nicht mehr gibt. Oh well.

Das Rückgeld war aber nicht das einzige, was mich vor vier Monaten in Auckland noch total „schockiert“ hat. Ich erinnere mich noch ziemlich lebhaft an meine Verwunderung über die Steckdosen hier. Die haben Schalter. Oh ja. Alle Steckdosen. Wenn man sie nicht benutzt, kann man die Steckdosen ausschalten. Und wenn sie eingeschaltet sind, sieht man einen kleinen roten Punkt. Das war mein erster wirklicher Kulturschock. Und nach vier Monaten – ich bin mir sicher, ich werde die Steckdosen und roten Pünktchen vermissen, wenn ich wieder in Deutschland bin. Sowas von praktisch!

Und das war erst der Anfang – demnächst noch ein paar weitere schockierende Einblicke in mein neues Alltagsleben.

Sonntag, 24. November 2013

Why does it alwas rain on me?

Montagnachmittag in Franz Josef und nach über drei Wochen schönem und trockenem Wetter ist es heute endlich mal wieder soweit – es regnet. Nicht so langweiliger Nieselregen wie vor ein paar Tagen, nein, schöner starker Westküstenregen. Und ich habe das Gefühl, ich bin so ziemlich die einzige, die sich darüber freut. 
Regenwetter :))
Heute Morgen habe ich mit Georgie gearbeitet – sie hatte heute ihren letzten Tag, ich weiß jetzt schon nicht, wie ich das ohne sie überleben soll … Aber wir hatten einen guten Arbeitstag. Zur Feier ihres Abschieds hatte sie Tracey überredet, dass wir den Weihnachtsbaum aufstellen und dekorieren dürfen. Da war der freudige Arbeitsmorgen schon vorprogrammiert! Und so verbrachten wir die Zeit zwischen den Kunden damit, den Baum (Draht und Plastik, aber es ist Weihnachtsbaum :D) zu schmücken und Schneeflocken aus Papier zu basteln. Ein Fenster sieht schon gut aus, den restlichen Laden nehme ich im Dezember in Angriff – es ist ja schließlich noch ein ganzer Monat!

Die Weihnachtsstimmung wurde dann noch weiter angetrieben (nein, im Radio lief nichts gutes, noch nicht ein einziges Mal Last Christmas!) als um 11 Uhr die Post kam und wir sämtliche Briefe und Pakete in die Postkästen stecken durften. Ich nehme eines der Päckchen in die Hand – Moment! – Die Schrift kennst du! – Ziehfreund – WAAAH – „These are for ME!!“ Yes! Zwei Päckchen für mich :)) Und damit liebste Grüße an meine Familie – alles angekommen, auspacken tue ich dann Weihnachten. Tausend Dank! :) Das wird ein harter Monat :D

DANKE! <3
Um zwei habe ich dann Feierabend gehabt und somit jetzt endlich Wochenende. Zumindest für heute Nachmittag und Morgen – weder Tankstelle noch YHA. Richtig ungewohnt. Und es regnet. Und ich hoffe wirklich, dass es morgen auch noch regnet. Ernsthaft. Dann muss ich mich nicht schlecht fühlen, wenn ich mal den ganzen Tag drin bleibe, auf der Couch, lese, schreibe und fernsehe :) Vielleicht nehm ich auch mal die Weihnachtsbäckerei in Angriff. Und falls die Sonne morgen wieder scheint – werde ich mein Wochenende trotzdem genießen :)

Donnerstag, 21. November 2013

A Kind of Alltag

Ich weiß, ich weiß, ich wiederhole mich – aber die Zeit fliegt wirklich. Schon fast vier Wochen bin ich jetzt in Franz Josef. Ich kann es selbst nicht glauben. Ein Viertel der Zeit, die ich jetzt schon hier in Neuseeland bin. Ich sollte aufhören, Zeiten zu vergleichen …

Jedenfalls hab ich seit letzter Woche ja endlich einen Job und war in den letzten Tagen auch schon gut am Arbeiten. Teilweise erst hier im Hostel drei Stunden Betten machen und dann noch sechs Stunden in der Tankstelle alles lernen und arbeiten. Gestern und vorgestern hab ich von 7.30 Uhr bis um halb fünf nachmittags in der Tankstelle gearbeitet, Sonntag durfte ich sogar schon alleine schließen und die letzten Stunden alleine arbeiten. Tracey scheint großes Vertrauen in mich zu haben. Aber die Arbeit ist gut! Kassieren, mit Touristen und Einheimischen quatschen, Briefmarken verkaufen, Post sortieren, Ware einscannen und einräumen, alles sauber halten – geht! Und das Gefühl, als ich eben meinen Kontostand angeschaut habe, war einfach unglaublich gut. Schon wesentlich beruhigender als letzte Woche.
Home, Sweet Home. Franz Josef Main Street :)
Jetzt hab ich teilweise auch schon abends überlegen müssen, was ich am nächsten Tag zum Lunch esse und extra gekocht, damit ich das in meiner Mittagspause nicht machen musste. Und ich hab so viel gekocht, dass ich was einfrieren konnte und so noch 'Notreste' habe. Hartes Alltagsleben hier in Franz Josef.

Aber nein, es ist wirklich gut. Zwischendrin ist immer mal Zeit für einen Spaziergang mit Marcia, gestern nach der Arbeit haben wir eine Radtour hoch zum Gletscher gemacht, in der Sauna bin ich auch ab und zu noch, Jay und Sophie, meine Ex-Mitbewohnerinnen hier aus dem YHA kommen auch fast täglich vorbei und Peggy, Marcia und ich haben jeden Tag eine Deutsch-Chinesisch-Lernsession vorm Einschlafen. Bald können wir uns fließend auf Chinesisch und Deutsch unterhalten :)

Peter's Pool <3
Hier läuft's also, no worries. Ich muss nur mal sehen, ob ich nächste Woche umziehe, in ein freies Zimmer hier irgendwo, oder ob ich nicht vielleicht doch iiiiiirgendwie hier im YHA bleiben kann. Ich will eigentlich nicht umziehen. Und mit den anderen, die hier fest arbeiten, vorallem mit Emily und Paul, haben wir hier auch so eine fantastische Zeit. Wird schon funktionieren :) Und waaaaahnsinnig weit weg ziehen geht hier in Franz Josef ja eh nicht. :P

All the best,
Lena xx

Mittwoch, 13. November 2013

"... and that's the way you get stuck in this place."

"Also, ja, mal sehen. Vielleicht kann ich ein bisschen im Restaurant in der Küche jobben für zwei, drei Wochen und dann weiter." - Ich, letzte Woche.

PLANÄNDERUNG! Wer hätte damit gerechnet, hier in Neuseeland? :D Oh well! Aus den zwei Wochen in Franz Josef die hier im YHA geplant waren, sind jetzt mittlerweile schon drei geworden - so lange war ich seit Deutschland schon nicht mehr an einem Ort, in einem Zimmer.
Letzte Woche, als ich mit Taka und Chris in der Sauna über meine weiteren Pläne geredet habe, meinten sie, "Ja, Freitag kannst du doch nicht fahren, Samstag ist Rugby und es gibt Essen hier in der Bar - außerdem ist Doughnut Day in der Bäckerei! Sonntag hat Taka Geburtstag und Montag ist ein langweiliger Tag um abzureisen - and that's the way you get stuck in this place." Ja, so bleibt man hier stecken.

Da ich letzte Woche keinen Erfolg bei der Suche nach Arbeit für Unterkunft in Wanaka und Queenstown hatte, hab ich mir gedacht, okay, wieso nicht, gehst du einfach mal hier rum und fragst, ob es Arbeit gibt - und am nächsten Tag hatte ich schon zwei Jobangebote. Zwischen der Bäckerei und der Tankstelle hab ich mich dann für bereits bekanntes Terraine entschieden. Ja, der Vertrag ist unterschrieben, ich arbeite nach vier Monaten Pause jetzt mal wieder an einer Tankstelle :)

Glacier Motors ist die einzige Tankstelle in Franz Josef und außer der Managerin Tracey und mir arbeiten da momentan noch Georgie, die ich ablöse, und zwei andere Leute. Ich darf also bald Vollzeit und alleine arbeiten, die Tankstelle abends schließen und so ziemlich alles machen, was zu Tankstelle, Shop und Post dazugehört - die beherbergen wir hier auch. Wird spannend, aber gut! Ich hätte schlimmere Jobs finden können - und ich hab von meiner Kasse aus einen traumhaften Blick hoch in die Berge.

Lieblingsorte auskundschaften :)
Wird also ein guter Sommer - ich werde vorraussichtlich bis Ende Januar hier in Franz Josef bleiben :)

Freitag, 8. November 2013

100 / 200

Schlechte Webcam-Qualität, olé :)
Nur mal ein kurzer Zwischenstand. Ich bin jetzt schon über 100 Tage raus aus Deutschland und in weniger als 200 Tagen bin ich schon wieder da. Die Zeit rast, es ist unglaublich. Zwei Drittel to go :) 
Allen ein wunderschönes Wochenende & bis demnächst ;)

Zeitung - Part III

Mit eeeetwas Verspätung hier jetzt noch der Link zum Zeitungsbericht von letztem Monat, hab ich bei all dem Reisen hier scheinbar vergessen ... More to come soon! :)

Lena Ziehfreund aus Oberelsungen erzählt über ihr Leben in Neuseeland

Hamilton/Oberelsungen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Schon ganze neun Wochen bin ich jetzt am anderen Ende der Welt in Neuseeland.
Weltenbummlerin: Lena Ziehfreund aus Oberelsungen Zierenberg berichtet über ihr Leben in Neuseeland Geothermale Wunder in Rotorua. Foto: privat
Weltenbummlerin: Lena Ziehfreund aus Oberelsungen Zierenberg berichtet über ihr Leben in Neuseeland Geothermale Wunder in Rotorua.


In manchen Momenten fühlt es sich an, als wäre ich erst zwei Wochen von zu Hause fort, wenn ich aber darüber nachdenke, was ich schon alles erleben und sehen durfte, so könnten es doch eher zwei Jahre sein.
Nach meinem ersten Stopp im Norden verbrachte ich eine wundervolle Zeit bei einer Familie im Stadtzentrum von Hamilton. Die Familie war sehr herzlich. Wir waren Kajakfahren, haben die in Neuseeland berühmten Glowworms (Insektenlarven) gesehen – die leuchten nachts an Felswänden wie Sterne – und waren wandern in den Bergen rund um die Waikatoebene. Von Hamilton ging es dann für eine Woche ans Meer nach Raglan. Hier half ich bei einer Familie im Haushalt und durfte dafür die traumhaft schönen Surfstrände der Stadt genießen – Raglan ist einer der Surf-Hotspots Neuseelands.
Doch meine Reise sollte weitergehen. Deshalb verabschiedete ich mich Mitte September schweren Herzens, um mich alleine auf den Weg nach Rotorua zu machen. Dort gibt es eine Menge Geysire, blubbernde Schlammlöcher und andere geothermale Wunder zu bestaunen. Es war ziemlich erstaunlich, dass bei manchen Leuten im Hintergarten einfach mal weißer Rauch aufsteigt und heißes Wasser in Löchern brodelt. Auch die Farbenpracht der Natur hier war beeindruckend – tiefblaue oder grüne Seen, gelbe Schwefelsteine, rote Ablagerungen am Rande der Wasserlöcher.
Von Rotorua aus reiste ich weiter nach Taupo. Taupo ist eine Stadt am größten See Neuseelands, dem Lake Taupo. Der See hat wohl ungefähr die Größe Singapurs und ist das Ergebnis mehrerer großer Vulkanexplosionen in den vergangenen Jahrtausenden. Von Taupo aus machte ich einen Abstecher in den Nationalpark und wanderte einen der wohl schönsten Ein-Tages-Märsche der Welt, das Tongariro Alpine Crossing.

Spektakuläre Wanderung

Da das Wetter hier jetzt frühlingshaft wird, waren zwei andere Deutsche und ich in der Lage, das Crossing, also die Überquerung der Berge, auf eigene Faust durchzuführen. Durch schattige Täler, unwirkliche Vulkanlandschaften, schneegefüllte Krater und über hohe Steigungen ging es vorbei an türkisfarbenen Seen, bunten Vulkankratern und dampfenden Feldern heißer Erde. Einfach nur unglaublich und man wusste, warum dies eine der spektakulärsten Wanderungen der Welt ist.
Nach der unglaublichen Natur rund um Taupo war der nächste Stopp dann die Hauptstadt Wellington. Am letzten Wochenende ging es für uns von Wellington in den Norden an die Kapiti Coast. Ein traumhafter und einmaliger Abschluss meiner Reise über die Neuseeländische Nordinsel. (mel)

Dienstag, 5. November 2013

The Beauty of Life

Viele haben schon gesagt, dass es die kleinen Dinge im Leben sind, die es erst lebenswert und besonders machen. Und sie haben so Recht. Sterne gucken, Glowworms im dunklen Wald, ein Nachmittag am Strand, eine Umarmung, Feuerwerk, Freunde in der Sauna, ein paar Stunden in der Sonne, ein Spaziergang durch den Regenwald, Blicke hoch in die wolkenfreien und klaren Berge. That's it.

Ja, ich bin noch immer in Franz Josef. Ich bin jetzt schon fast zwei Wochen hier und ich glaube, ich bleibe noch ein bisschen länger. Mir gefällt es hier einfach soooo unglaublich gut, ich fühle mich super wohl, das YHA ist sowieso schon mein zuhause (meine Küche, Peggys Badezimmer ..) und die Leute werden mir auch immer sympathischer. Und die Landschaft, ich komm immer noch nicht ganz drauf klar … Also, ja, mal sehen. Vielleicht kann ich ein bisschen im Restaurant in der Küche jobben für zwei, drei Wochen und dann weiter.

Gestern nach der Arbeit und einem Spaziergang zu einem See (so ziemlich der letzte kurze Weg in Franz, den ich noch nicht gemacht hatte …) hab ich mit Peggy, meiner chinesischen Mitbewohnerin, etwas in der Lounge auf der Couch relaxed, bevor ich - mal wieder – in die Sauna bin. Und hier war ich mal wieder die einzige mit Taka und Chris, die beide als Skydiver, also Fallschirmspringer, hier in Franz arbeiten. Die sind richtige Saunajunkies und jeden Abend hier :D
Ja, und dann hab ich von meinem Auflauf gegessen, zusammen mit Sophie, einer anderen Chinesin, die hier in Franz Josef arbeitet. Zusammen sind wir dann auch ganz spontan raus gelaufen, ohne Jacke oder irgendwas, und haben den Sonnenuntergang angeschaut. So unglaublich schön! Der komplette Himmel war rot, wie on fire …
Später bin ich dann mit Emily, Luke und Tim, den anderen Leuten die hier arbeiten, rüber in die Blue Ice Bar, wo es zur Feier des Guy Falks Day's Feuerwerk gab. Für Franz Josef echt schon ein Highlight :) Aber in der Bar ging nicht so wahnsinnig viel, also sind wir zurück zum Hostel, wo Peggy, Tim und ich dann noch eine Weile im Aufenthaltsraum gesessen haben, bevor wir wieder raus sind. Der Himmel war klar und wir haben uns auf den Weg raus aus Franz gemacht, hoch Richtung Gletscher, weg vom Licht. Ich bin noch immer fasziniert. Ich habe Sterne noch NIE so blinken gesehen. Woah. Der Hammer! :)

Und heute morgen wache ich auf – strahlend blauer Himmel! Für Emily an der Rezeption war schnell klar, nachher fahren wir zum Strand. Wanna come? Da sag ich bestimmt nicht nein! Nachdem wir fertig mit arbeiten waren und gegessen hatten, sind wir dann zusammen mit Luke, Josh und Georgy (oder so :D) runter nach Okarito gefahren, eine große Lagune, die für ihre Vielzahl an einheimischen Vögeln bekannt ist. Himmel, was ein traumhaftschöner Ort! Auf der einen Seite die Tasman Sea mit ihren gewaltigen Wellen und dem schwarzen Sand, dann dreht man sich herum und blickt in die Alpen. Noch alles schneebedeckt da oben. Einfach nur wow. Emily war schon ein paar Mal hier, aber wir konnten beide nur starren! Amazing :)
Nach meinem Nachmittag am Strand hab ich jetzt noch eine Stunde mit Tim in der Sonne gelegen und wir sind uns ziemlich einig, dass wir ein ziemlich gutes Leben haben und das Leben generell ziemlich verrückt ist. Aber wunderschön :)

Cheers & bis demnächst,
Lena <3

Oh, und weil das Wetter morgen wohl wieder so gut werden soll und ich frei habe, werd ich wohl mit Peggy wandern gehen. Etwas weiter hoch in die Berge. Sollte gut werden :))

ROOM 27 - Jay, me & Peggy <3

Montag, 4. November 2013

Danke, Oma!

Meine Zutaten & das beste Rezept aller Zeiten!
Meine Küche, mein Ofen, mein Nudelauflauf!
Ohja! Ich hab mich heute, nach über drei Monaten away from home ENDLICH mal an ein großes Stück Heimat gewagt. Omas Nudelauflauf. <3 Für meinen ersten Versuch bin ich mal wieder unglaublich stolz auf meine Kochkünste (ich kam mir wieder vor wie beim Improvisieren ...). Nicht so gut wie Omas, aber trotzdem hat es ziemlich nach zuhause geschmeckt - und ich hab noch genug für den Rest der Woche :))
Oh yeah!
Ja, Mama, Oma, ihr dürft jetzt sehr stolz auf mich sein :D Tausend dank für das Rezept & ja, ich denke, ich muss auch mal für euch kochen, nächstes Jahr im Juni ;)
Bestes selbstgekochtes Abendessen so far <3

Sonntag, 3. November 2013

FOX!

Liebste Grüße aus dem Glacier Country!
Zwischen den Wolken - Mount Tasman <3
Ich bin jetzt schon über eine Woche hier in Franz Josef und hab mich echt super eingelebt. Das Hostel gefällt mir sehr, ich hab immer noch Spaß daran, jeden Tag die Küche zu putzen (so seltsam, ich weiß :D) und die Leute sind wirklich super. Jay, meine Mitbewohnerin, ist gestern ausgezogen, leider. Aber Donnerstag ist Peggy angekommen, eine Chinesin, ich bin also doch nicht allein :)

So langsam hab ich auch fast alle Walks rund um Franz Josef absolviert, am Gletscher war ich schon zweimal und Freitag, an meinem freien Tag, hab ich bei super Wetter einen Ausflug nach Fox gemacht. Fox, kurz für Fox Glacier, ist eine gute halbe Stunde südlich von Franz und der zweite eindrucksvolle Gletscher hier an der Westküste. 

Zuerst hab ich hier einen Spaziergang um den berühmten Lake Matheson gemacht, der auch als Mirror Lake bekannt ist. Was er spiegelt? Wenn man Glück hat die eindrucksvollen Spitzen der höchsten Berge der neuseeländischen Alpen – Aoraki/Mt Cook und Mt Tasman. Ich hab ein Stück von Mt Tasman gesehen und die unteren Hänge der Berge, wirklich klasse! Dank der vielen Wolken an der Westküste ist es aber auch extrem schwer, DAS perfekte Foto zu bekommen, wurde mir gesagt. Kann ich gut nachvollziehen :D
 
Lake Matheson
Vom Lake Matheson (ich weiß, ganz komischer Name für einen See und ich muss auch immer an Mathe denken …) bin ich dann hoch zum Gletscher. Vom Parkplatz, wo mich mein persönlicher Shuttlechauffeur Murray abgesetzt hat, bin ich hoch zum Terminalface, also dem unteren Ende des Gletschers, gelaufen. Komplett anderes Tal als am Franz, steile, steile Felswände, der Weg über Bergbäche – und der Aussichtspunkt oberhalb des unteren Eises mit atemberaubenden Blicken hoch auf das Eisfeld. Ich kann mal wieder sagen – Wow, sowas hab ich vorher noch nie gesehen. Unglaublich schön :) Ich persönliche finde den Fox Glacier sogar schöner als Franz Josef :))

Fox Glacier Valley
Felswände extrem!
Glacier! <3
Fox Glacier! Um ansatzweise zu verstehen wie massiv das Eis wirklich ist - unten in der Mitte/ Rechts sind mehrere Wandergruppen. Ja, die kleinen schwarzen Punkte.
Von da oben bin ich im Tal wieder zurück gelaufen und wollte auf der anderen Seite des Tals eigentlich noch einen anderen Track laufen, der war aber leider wegen Überflutung des Bachs gesperrt. Naja, hab ich mich eben mit meinem Buch in die Sonne gesetzt :) 

Oh! Und weil ich ja noch immer in Neuseeland bin und mir wieder mal was angeschaut habe, habe ich NATÜRLICH jemanden getroffen den ich kenne. Ohne Spaß, langsam wird’s gruselig :D Ich bin über die Brücke gelaufen und mir kommt jemand mit fragendem Blick entgegen und dann sind wir nur am Grinsen und Lachen. War wieder der Franzose aus Taupo, der letzte Woche mit mir im Bus von Punakaiki nach Greymouth saß. Mitten im Nichts. Auf ner Hängebrücke. Aber langsam gewöhn ich mich dran. Mathieu seh ich wahrscheinlich in Wanaka oder Queenstown wieder- würde mich nicht wundern :D

Glacier Valley <3
Rainforest!
Aber ja, guter Tag am zweiten Gletscher hier in der Gegend :)
Noch mehr Gletscher hinter den Bergen und Wolken :)

Weekend on the Road - Wellington Area - Part II

Rivendell / Bruchtal :)
 Und noch mehr Bilder vom Roadtrip :)
<3
Wir stehen auf Hängebrücken :)
Und noch mehr Herr der Ringe Locations in der Nähe - die Furten des Isen ;)
Berge! :)
Wairarapa - wer Weingüter findet, darf sie behalten :)
Martinsborough
Lake Ferry - Lunchbreak :)
Blick Richtung Cape Palliser, dem Südkap der Nordinsel
On the Road again :)
Einsame Küste und wunderschöne Strände - keine Seltenheit hier unten ..
Felsen! - hier wurde auch irgendwo für Herr der Ringe gedreht, wer hätte damit gerechnet :D
Ja, doch, wir haben eine gute Zeit :)
Bisschen klettern?
Da war die Straße noch schön :)
Hier dann doch eher ... interessant :D
South Cape <3
Seelöwen-Suchbild!
Und noch 'ne Runde klettern - No Risk, No Fun ;)
Beste Aussichten!
<3
Cape Palliser!
Ja,um uns herum überall Seelöwen. 'ne ganze Kolonie!
Treppenstufenklettern - Cape Palliser Lighthouse
We proudly present - Cape Palliser!
100% pure New Zealand
Ja. Das ist wirklich ein "Achtung, Pinguine!"-Schild.
On our way back ..
Schlafplatz, Tag 2. Gibt schlimmere Campingplätze und Aussichten zum Einschlafen und Aufwachen :)
Das mit dem traumhaften Sonnenaufgang am Meer hat dann aber leider doch nicht ganz so geklappt. War trotzdem ein wunderschöner und sicherlich unvergesslicher Trip - Dankeschön & fette Liebe an die Mädels und Ricky! <3