Unglaublich aber wahr.
Vor ziemlich genau 5 Monaten habe ich mich am Frankfurter Flughafen schweren Herzens von meinen Liebsten verabschiedet - und in ziemlich genau 5 Monaten werde ich genau dort wieder deutschen Boden betreten.
Genauso unglaublich wie die Schnelligkeit, mit der die Zeit vergeht ist auch die Zahl der Dinge, die ich hier in den letzten Monaten erleben durfte. Strände, Natur, Wanderungen, Vulkane, Gletscher, Farmen, Familien, Cities, das Ende der Welt.
Ich habe aber auch immer und immer wieder gemerkt, dass es häufig nicht die eindrucksvollen Landschaften und Orte sind, die diese Monate zu dem gemacht haben, was sie sind, sondern vor allem die Begegnungen mit anderen Menschen, viele, die ich jetzt als Freunde bezeichne. Teilweise schon fast Familie. Mit einigen habe ich nur wenige Tage oder gar Stunden verbracht, aber dennoch weiß ich, dass diese Momente mir und ihnen für immer bleiben. Und vor allem für all die unvergesslichen Momente bin ich soo unglaublich dankbar!
Natürlich vermisse ich alle zuhause. Unglaublich sehr. Aber momentan geht es mir wirklich gut, unglaublich gut! Mein Job macht mir Spaß, meine Umgebung ist noch immer atemberaubend, ich durfte hier schon super Menschen kennenlernen - und ich werde jetzt schon als obviously local bezeichnet. Erst heute Nachmittag waren zwei Holländer in der Tankstelle und errieten Franzis deutsche Herkunft. Als ich dann nach meiner fragte sagten sie sofort "Kiwi". Schon kurios, aber dennoch ein gutes Gefühl, irgendwie dazuzugehören.
Also ja, in Franz läufts noch immer fabelhaft, der Sommer ist endlich da, der 29.12.2013 ist wesentlich schneller gekommen, als ich gedacht hätte und dennoch weiß ich, dass ich die beste Entscheidung meines Lebens getroffen habe. Ich würde die Zeit bisher um nichts auf der Welt missen wollen und freue mich einfach nur auf die nächsten Tage, Wochen und Monate.
xx
PS: Weihnachten war übrigens super ;)
Sonntag, 29. Dezember 2013
Montag, 23. Dezember 2013
Morgen Kinder wird's was geben
Mittwoch, 18. Dezember 2013
Von Weihnachtsengeln und himmlischen Menschen
Die Zeit in Franz Josef fliegt auch nach anderthalb Monaten - oder gerade nach anderthalb Monaten - noch immer.
In meinen Jobs bin ich mittlerweile ziemlich gut und die 12-Stunden-Arbeitstage meister ich bisher ganz gut. Gestern hatte ich dann endlich meinen ersten komplett freien Tag seit ein paar Wochen, was ziiiiiemlich gut war. Aber um ehrlich zu sein, außer schlafen, Wäsche waschen und ein bisschen spazieren gehen, hab ich nicht wirklich viel gemacht. Was aber auch mal sein musste. Oh, aber doch, ich hab noch was gemacht - mein Zimmer aufgeräumt und dekoriert. Ich bin nämlich letztes Wochenende ins Staffhaus gezogen und habe eeendlich ein eigenes Zimmer. Richtig gut :)
Jetzt hängt mittlerweile eine Neuseelandkarte an der Wand, Omas wunderschöne Weihnachtsengel und eine Mini-Wall-of-Fame. Alle, die mein Zimmer kennen, wissen, wovon ich spreche. Ich vermisse meine Bilder fast so sehr wie die Menschen darauf. Okay, nein, ich vermisse die Menschen tausend mal mehr .. aber anyway, ein paar habens an meine Wand in Franz Josef geschafft :)
Aber ich habe hier dennoch eine gute Zeit, genieße das Leben, meine Zeit im Staffhaus, die Umgebung, die Vorweihnachtszeit - apropo! Letzte Woche habe ich die Hostelküche ein bisschen eingesaut und wurde von vielen internationalen Augen neugierig beobachtet, als ich es ENDLICH geschafft habe, Weihnachtsplätzchen zu backen. Vanillegipferl und Klebeplätzchen! Liebsten Dank an Mama für die Rezepte und die Jahre des Trainings :) Und für die deutsche Schokolade, ihr seid die allerbesten! :)
In meinen Jobs bin ich mittlerweile ziemlich gut und die 12-Stunden-Arbeitstage meister ich bisher ganz gut. Gestern hatte ich dann endlich meinen ersten komplett freien Tag seit ein paar Wochen, was ziiiiiemlich gut war. Aber um ehrlich zu sein, außer schlafen, Wäsche waschen und ein bisschen spazieren gehen, hab ich nicht wirklich viel gemacht. Was aber auch mal sein musste. Oh, aber doch, ich hab noch was gemacht - mein Zimmer aufgeräumt und dekoriert. Ich bin nämlich letztes Wochenende ins Staffhaus gezogen und habe eeendlich ein eigenes Zimmer. Richtig gut :)
Jetzt hängt mittlerweile eine Neuseelandkarte an der Wand, Omas wunderschöne Weihnachtsengel und eine Mini-Wall-of-Fame. Alle, die mein Zimmer kennen, wissen, wovon ich spreche. Ich vermisse meine Bilder fast so sehr wie die Menschen darauf. Okay, nein, ich vermisse die Menschen tausend mal mehr .. aber anyway, ein paar habens an meine Wand in Franz Josef geschafft :)
| Franz Josef Wall of Fame :)) |
| Ja, normalerweise ist das Bett gemacht :D |
| Fensterdeko! Danke, Oma :) |
Was hab ich noch so
getrieben? Die letzte Woche war mal wieder von Abschieden geprägt.
Jarmie und Sophie haben sich auf die Weiterreise, bzw den Heimweg
gemacht. Sophie vermisse ich jetzt schon schrecklich. Und die Umarmungen
und das süße Grinsen meiner chinesischen Freundin ... Aber so ist das
auf Reisen eben. Und ich will noch gar nicht drüber nachdenken, dass
Peggy mich in zwei Wochen und ein paar Tagen auch schon verlässt. Wir
genießen jetzt jeden Tag und Augenblick - gerne auch mal beim Kaffee
trinken oder Essen gehen :)
Aber sie wird fehlen, genauso wie Marcia fehlt - Franz ist nicht das selbe ohne dich! :(
Aber sie wird fehlen, genauso wie Marcia fehlt - Franz ist nicht das selbe ohne dich! :(
| Peggy <3 |
| Wandertour mit den zwei besten Roommates überhaupt! |
| Sophie :) |
| Der letzte Abend mit Marcia und Jay |
Aber ich habe hier dennoch eine gute Zeit, genieße das Leben, meine Zeit im Staffhaus, die Umgebung, die Vorweihnachtszeit - apropo! Letzte Woche habe ich die Hostelküche ein bisschen eingesaut und wurde von vielen internationalen Augen neugierig beobachtet, als ich es ENDLICH geschafft habe, Weihnachtsplätzchen zu backen. Vanillegipferl und Klebeplätzchen! Liebsten Dank an Mama für die Rezepte und die Jahre des Trainings :) Und für die deutsche Schokolade, ihr seid die allerbesten! :)
| Messing up my kitchen :) |
| Es sind noch ganze zwei Stück übrig ... |
| Ja, ich gestehe - es lief die ganze Zeit "Dezemberträume" auf meinem Notebook. Was auch sonst?! |
| Fettes Dankeschön an Franzi für die Hilfe beim Eisschneeschlagen! |
| Meine Resultate :) |
Aber ich hoffe, ich hab demnächst mal wieder Zeit, mehr zu schreiben, aber wie
das eben im Alltagsleben so ist, man hat viel zu tun - an einem
durchschnittlichen Tag putze ich elf Klos, nur mal so by the way ... -
aber ja, mir geht's gut & tausend Dank an euch alle da draußen, die
ihr diese Zeilen hier lest und an mich denkt, ich finde das so
unglaublich toll! Danke! Und eine wunderschöne Vorweihnachtszeit :)
| Und damit beste Grüße aus Franz! xx |
| P.S.: Es heißt nicht umsonst "Regenwald" :) |
Dienstag, 10. Dezember 2013
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt :)
- jetzt sogar schon zwei!
Im Foursquare, unserem Supermarkt, gibt es schon seit November Weihnachtsmänner, besondere Editionsschokoladen, Deko, Pralinen und so weiter und so fort. Ganz normaler Wahnsinn eben. Jetzt laufen im Radio auch ENDLICH Weihnachtslieder, die Läden bauen ihre Plastik&Draht-Tannenbäume auf (unserer in der Tankstelle steht auch schon!) und ja, die Weihnachtszeit hat eben begonnen. :)
Und weil mich das schon einige gefragt haben - ja, obwohl wir Sommer haben, ist das hier unten alles ziiiiiemlich europäisch getrimmt mit Schneeflocken, Rentieren, Tannen und allem drum und dran. Macht das ganze für mich nur noch seltsamer und verwirrender :D
Um wenigstens ein bisschen in die weihnachtliche Stimmung zu kommen, habe ich hier in Franz einige Maßnahmen ergriffen. So habe ich mir zuallererst einmal einen Adventskalender gekauft, Ohja! Und der ist vom Aussehen und Inhalt genauso spektakulär wie jeder, den man zuhause im Supermarkt auch bekommen kann. Aber dennoch - er ist jeden Morgen mein bester Freund :)
Dann hab ich mit Georgie, meiner Ex-Kollegin, an ihrem letzten Tag hier bei Glacier Motors besagten Draht&Plastik-Tannenbaum aufgebaut, geschmückt und den Shop ein wenig dekoriert. Eines meiner Highlights bisher hier an der Arbeit!
| Schneeflocken :) |
Am 6. Dezember hab ich mir dann zum Nikolaus natürlich auch was überlegt und mir einen Schokonikolaus/Weihnachtsmann gekauft und in meinen geliebten Trekkingschuh gesteckt. Yeahy! Wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung :)
Und auch wenn wir Sommer haben und das sooo super ist, freu ich mich über jeden grauen, kälteren Regentag, einfach, weil es dann realer ist, dass bald Weihnachten ist. Crazy me, ich glaube; nein - ich bin überzeugt davon, dass ich die einzige in Franz bin, die das Wetter - gerade schüttet und donnert es wieder - super findet. Naja. #yoloundso
Ansonsten ist das eben eine komplett ander Weihnachtszeit und wenn ich jetzt drüber nachdenke, vermisse ich die gefüllten Lebkuchenherzen so unglaublich sehr. Die fehlen im Foursquare noch .... Aber zumindest hatte ich zum ersten Advent einen Adventskranz als ich in der Kirche vorbeigeschaut habe. Da wurde ich auch sofort zum Gottesdienst am 24. nachts eingeladen. Sowas von dabei :)
Und so langsam freue ich mich wirklich auf Weihnachten, morgen werde ich hoffentlich endlich mal zum Plätzchenbacken kommen, Dezemberträume hören - und in der Sonne relaxen :)
Cheeerio & bis dahin Euch allen eine wundervolle und besinnliche Vorweihnachtszeit im "echten" Dezember :)
Cheeerio & bis dahin Euch allen eine wundervolle und besinnliche Vorweihnachtszeit im "echten" Dezember :)
Montag, 9. Dezember 2013
Nationalstolz
Da hört man das erste Mal seit
Mooooonaten mal wieder EinsLive im Webradio, freut sich über die
Staus auf den Autobahnen im Ruhrgebiet am Montagmorgen und über
Koalitionsverhandlungen – und dann? Lorde. Mit Royals. Ist ja nicht
so, dass das hier seit Monaten hoch und runterläuft. Und die
talentierte junge Dame woher kommt? Richtig Auckland, Neuseeland. Und
damit liebste Grüße & ich hoffe, ihr dürft demnächst auch
noch den Rest ihrer Songs genießen ;)
Dienstag, 3. Dezember 2013
Work. Work. Work.
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| YHA crew <3 |
Ich mal wieder - ja, ich lebe noch. Und ja, ich bin noch immer in Franz Josef.
Getreu dem Motto WORK HARD - PLAY HARD bin ich gut dabei, meine zwei Jobs hier zu meistern und dennoch noch ein bisschen Zeit zum Leben hier zu haben. Klappt ganz gut. Morgens vor der Tankstelle oder abends nach der Arbeit dort putz ich hier im YHA, jetzt hab ich auch die Badzimmer und En-Suits drauf, bin also überall universell einsetzbar.
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| wo xi huan ny (: |
Marcia und Jay haben uns jetzt leider verlassen, aber ich hoffe, die beiden haben in Nelson und Thailand eine super Zeit - und da die Welt ja gar nicht sooo groß ist, werd ich sie sicherlich wiedersehen - irgendwann, irgendwo.
Und ansonsten - meine freien Nachmittage verbring ich ansonsten mit lesen, Freunden, spazieren gehen, ganz normales Alltagsleben eben. Ich werde auch gleich wieder für den Rest der Woche kochen, oder zumindest die nächsten Tage. Ganz normal eben, nur im Sommer am Ende der Welt. :)
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| I miss you already!! |
Mittwoch, 27. November 2013
Cultural Shocks
The
Kiwi Way of Life
Reisende werden immer
wieder vor ihm gewarnt – dem Kulturschock. Man kommt in eine andere
Umgebung, teilweise ähnlich wie die Heimat, teilweise komplett
anders. Auch in Neuseeland. Nach vier Monaten fällt mir jetzt mal
auf, wie sehr ich mich jetzt schon an manche Dinge gewöhnt habe.
Manches ist für mich jetzt schon stinknormal und alltäglich – für
alle Daheimgebliebenen mag es aber extrem seltsam oder unvorstellbar
erscheinen. Hier mal ein kleiner Einblick in meine Kiwiwelt :)
Ich hab das Countdown-Lied schon so
unglaublich im Kopf, schrecklich :D Countdown ist einer unserer
Supermärkte hier, vergleichbar mit Edeka. Und ich weiß jetzt schon,
was ich in Deutschland vermissen werde. Neuseeländische Supermärkte.
Die sind nämlich almost 24/7 open. Okay, nicht ganz, aber in den
meisten Fällen sind sie von 7am bis 10pm, also 22 Uhr, geöffnet.
Und das auch Sonntags. Wann auch immer man also einkaufen will –
oder muss – man kann einfach gehen und besorgen, was man brauch.
Oh und wenn wir schon beim Geld
ausgeben sind – EC-Karten(-zahlungen) werden hier einfach als
EFTPOS bezeichnet. Das ist kurz für electronic funds transfer at
point of sale (Danke, Wikipedia). Und Kiwis lieben EFTPOS. Ich
bezahl auch eigenlich immer alles überall mit Karte. So viel
einfacher.
Wenn es dann aber doch mal zur Zahlung
mit Cash, also Bargeld kommt, da läuft das in NZ auch ein bisschen
anders als in der Heimat. Neuseeland hat nämlich vor einigen Jahren
1, 2 und 5 Cent Münzen abgeschafft – Barzahlungen werden ab- oder
eben aufgerundet. Ein Beispiel:
$2.34 sind in Bar $2.30 – bleiben mit
EFTPOS aber $2.34.
$2.35 sind in Bar $2.40 – bleiben bei EFTPOS-Zahlung aber logischerweise auch $2.35.
$2.35 sind in Bar $2.40 – bleiben bei EFTPOS-Zahlung aber logischerweise auch $2.35.
Ich war so verwirrt, als ich hier
angekommen bin. Mein erster Einkauf im Supermarkt und ich wunder mich
danach, warum ich keine zwei Cent zurückbekommen habe. Natürlich
auch noch gejetlagged. Bis mir dann mal irgendwann jemand erzählt
hat, dass es die kleinen Münzen überhaupt nicht mehr gibt. Oh well.
Das Rückgeld war aber nicht das
einzige, was mich vor vier Monaten in Auckland noch total
„schockiert“ hat. Ich erinnere mich noch ziemlich lebhaft an
meine Verwunderung über die Steckdosen hier. Die haben Schalter. Oh
ja. Alle Steckdosen. Wenn man sie nicht benutzt, kann man die
Steckdosen ausschalten. Und wenn sie eingeschaltet sind, sieht man
einen kleinen roten Punkt. Das war mein erster wirklicher
Kulturschock. Und nach vier Monaten – ich bin mir sicher, ich werde
die Steckdosen und roten Pünktchen vermissen, wenn ich wieder in
Deutschland bin. Sowas von praktisch!
Und das war erst der Anfang –
demnächst noch ein paar weitere schockierende Einblicke in mein
neues Alltagsleben.
Sonntag, 24. November 2013
Why does it alwas rain on me?
Montagnachmittag in Franz
Josef und nach über drei Wochen schönem und trockenem Wetter ist es
heute endlich mal wieder soweit – es regnet. Nicht so langweiliger
Nieselregen wie vor ein paar Tagen, nein, schöner starker
Westküstenregen. Und ich habe das Gefühl, ich bin so ziemlich die
einzige, die sich darüber freut.
| Regenwetter :)) |
Heute Morgen habe ich mit
Georgie gearbeitet – sie hatte heute ihren letzten Tag, ich weiß
jetzt schon nicht, wie ich das ohne sie überleben soll … Aber wir
hatten einen guten Arbeitstag. Zur Feier ihres Abschieds hatte sie
Tracey überredet, dass wir den Weihnachtsbaum aufstellen und
dekorieren dürfen. Da war der freudige Arbeitsmorgen schon
vorprogrammiert! Und so verbrachten wir die Zeit zwischen den Kunden
damit, den Baum (Draht und Plastik, aber es ist Weihnachtsbaum :D) zu
schmücken und Schneeflocken aus Papier zu basteln. Ein Fenster sieht
schon gut aus, den restlichen Laden nehme ich im Dezember in Angriff
– es ist ja schließlich noch ein ganzer Monat!
Die Weihnachtsstimmung
wurde dann noch weiter angetrieben (nein, im Radio lief nichts gutes,
noch nicht ein einziges Mal Last Christmas!) als um 11 Uhr die
Post kam und wir sämtliche Briefe und Pakete in die Postkästen
stecken durften. Ich nehme eines der Päckchen in die Hand –
Moment! – Die Schrift kennst du! – Ziehfreund – WAAAH –
„These are for ME!!“ Yes! Zwei Päckchen für mich :)) Und damit
liebste Grüße an meine Familie – alles angekommen, auspacken tue
ich dann Weihnachten. Tausend Dank! :) Das wird ein harter Monat :D
| DANKE! <3 |
Um zwei habe ich dann
Feierabend gehabt und somit jetzt endlich Wochenende. Zumindest für
heute Nachmittag und Morgen – weder Tankstelle noch YHA. Richtig
ungewohnt. Und es regnet. Und ich hoffe wirklich, dass es morgen auch
noch regnet. Ernsthaft. Dann muss ich mich nicht schlecht fühlen,
wenn ich mal den ganzen Tag drin bleibe, auf der Couch, lese,
schreibe und fernsehe :) Vielleicht nehm ich auch mal die
Weihnachtsbäckerei in Angriff. Und falls die Sonne morgen wieder
scheint – werde ich mein Wochenende trotzdem genießen :)
Donnerstag, 21. November 2013
A Kind of Alltag
Ich weiß, ich weiß, ich wiederhole
mich – aber die Zeit fliegt wirklich. Schon fast vier Wochen bin
ich jetzt in Franz Josef. Ich kann es selbst nicht glauben. Ein
Viertel der Zeit, die ich jetzt schon hier in Neuseeland bin. Ich sollte aufhören,
Zeiten zu vergleichen …
Jedenfalls hab ich seit letzter Woche
ja endlich einen Job und war in den letzten Tagen auch schon gut am
Arbeiten. Teilweise erst hier im Hostel drei Stunden Betten machen
und dann noch sechs Stunden in der Tankstelle alles lernen und
arbeiten. Gestern und vorgestern hab ich von 7.30 Uhr bis um halb fünf
nachmittags in der Tankstelle gearbeitet, Sonntag durfte ich sogar
schon alleine schließen und die letzten Stunden alleine arbeiten.
Tracey scheint großes Vertrauen in mich zu haben. Aber die Arbeit
ist gut! Kassieren, mit Touristen und Einheimischen quatschen,
Briefmarken verkaufen, Post sortieren, Ware einscannen und einräumen,
alles sauber halten – geht! Und das Gefühl, als ich eben meinen
Kontostand angeschaut habe, war einfach unglaublich gut. Schon
wesentlich beruhigender als letzte Woche.
| Home, Sweet Home. Franz Josef Main Street :) |
Jetzt hab ich teilweise auch schon
abends überlegen müssen, was ich am nächsten Tag zum Lunch esse
und extra gekocht, damit ich das in meiner Mittagspause nicht machen
musste. Und ich hab so viel gekocht, dass ich was einfrieren konnte
und so noch 'Notreste' habe. Hartes Alltagsleben hier in Franz Josef.
Aber nein, es ist wirklich gut.
Zwischendrin ist immer mal Zeit für einen Spaziergang mit Marcia,
gestern nach der Arbeit haben wir eine Radtour hoch zum Gletscher
gemacht, in der Sauna bin ich auch ab und zu noch, Jay und Sophie,
meine Ex-Mitbewohnerinnen hier aus dem YHA kommen auch fast täglich
vorbei und Peggy, Marcia und ich haben jeden Tag eine
Deutsch-Chinesisch-Lernsession vorm Einschlafen. Bald können wir uns
fließend auf Chinesisch und Deutsch unterhalten :)
| Peter's Pool <3 |
Hier läuft's also, no worries. Ich
muss nur mal sehen, ob ich nächste Woche umziehe, in ein freies
Zimmer hier irgendwo, oder ob ich nicht vielleicht doch
iiiiiirgendwie hier im YHA bleiben kann. Ich will eigentlich nicht umziehen. Und mit den anderen, die hier fest arbeiten, vorallem mit Emily und Paul, haben wir hier auch so eine fantastische Zeit. Wird schon funktionieren :) Und waaaaahnsinnig weit weg ziehen geht hier in Franz Josef ja eh nicht. :P
All the best,
Lena xx
Mittwoch, 13. November 2013
"... and that's the way you get stuck in this place."
"Also, ja, mal sehen. Vielleicht
kann ich ein bisschen im Restaurant in der Küche jobben für zwei,
drei Wochen und dann weiter." - Ich, letzte Woche.
Da ich letzte Woche keinen Erfolg bei der Suche nach Arbeit für Unterkunft in Wanaka und Queenstown hatte, hab ich mir gedacht, okay, wieso nicht, gehst du einfach mal hier rum und fragst, ob es Arbeit gibt - und am nächsten Tag hatte ich schon zwei Jobangebote. Zwischen der Bäckerei und der Tankstelle hab ich mich dann für bereits bekanntes Terraine entschieden. Ja, der Vertrag ist unterschrieben, ich arbeite nach vier Monaten Pause jetzt mal wieder an einer Tankstelle :)
| Lieblingsorte auskundschaften :) |
Wird also ein guter Sommer - ich werde vorraussichtlich bis Ende Januar hier in Franz Josef bleiben :)
Freitag, 8. November 2013
100 / 200
Zeitung - Part III
Mit eeeetwas Verspätung hier jetzt noch der Link zum Zeitungsbericht von letztem Monat, hab ich bei all dem Reisen hier scheinbar vergessen ... More to come soon! :)
Lena Ziehfreund aus Oberelsungen erzählt über ihr Leben in Neuseeland
Hamilton/Oberelsungen.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Schon ganze neun Wochen bin ich jetzt am
anderen Ende der Welt in Neuseeland.
In
manchen Momenten fühlt es sich an, als wäre ich erst zwei Wochen von zu
Hause fort, wenn ich aber darüber nachdenke, was ich schon alles
erleben und sehen durfte, so könnten es doch eher zwei Jahre sein.
Nach
meinem ersten Stopp im Norden verbrachte ich eine wundervolle Zeit bei
einer Familie im Stadtzentrum von Hamilton. Die Familie war sehr
herzlich. Wir waren Kajakfahren, haben die in Neuseeland berühmten
Glowworms (Insektenlarven) gesehen – die leuchten nachts an Felswänden
wie Sterne – und waren wandern in den Bergen rund um die Waikatoebene.
Von Hamilton ging es dann für eine Woche ans Meer nach Raglan. Hier half
ich bei einer Familie im Haushalt und durfte dafür die traumhaft
schönen Surfstrände der Stadt genießen – Raglan ist einer der
Surf-Hotspots Neuseelands.
Doch
meine Reise sollte weitergehen. Deshalb verabschiedete ich mich Mitte
September schweren Herzens, um mich alleine auf den Weg nach Rotorua zu
machen. Dort gibt es eine Menge Geysire, blubbernde Schlammlöcher und
andere geothermale Wunder zu bestaunen. Es war ziemlich erstaunlich,
dass bei manchen Leuten im Hintergarten einfach mal weißer Rauch
aufsteigt und heißes Wasser in Löchern brodelt. Auch die Farbenpracht
der Natur hier war beeindruckend – tiefblaue oder grüne Seen, gelbe
Schwefelsteine, rote Ablagerungen am Rande der Wasserlöcher.
Von
Rotorua aus reiste ich weiter nach Taupo. Taupo ist eine Stadt am
größten See Neuseelands, dem Lake Taupo. Der See hat wohl ungefähr die
Größe Singapurs und ist das Ergebnis mehrerer großer Vulkanexplosionen
in den vergangenen Jahrtausenden. Von Taupo aus machte ich einen
Abstecher in den Nationalpark und wanderte einen der wohl schönsten
Ein-Tages-Märsche der Welt, das Tongariro Alpine Crossing.
Spektakuläre Wanderung
Da
das Wetter hier jetzt frühlingshaft wird, waren zwei andere Deutsche
und ich in der Lage, das Crossing, also die Überquerung der Berge, auf
eigene Faust durchzuführen. Durch schattige Täler, unwirkliche
Vulkanlandschaften, schneegefüllte Krater und über hohe Steigungen ging
es vorbei an türkisfarbenen Seen, bunten Vulkankratern und dampfenden
Feldern heißer Erde. Einfach nur unglaublich und man wusste, warum dies
eine der spektakulärsten Wanderungen der Welt ist.
Nach
der unglaublichen Natur rund um Taupo war der nächste Stopp dann die
Hauptstadt Wellington. Am letzten Wochenende ging es für uns von
Wellington in den Norden an die Kapiti Coast. Ein traumhafter und
einmaliger Abschluss meiner Reise über die Neuseeländische Nordinsel.
(mel)
Dienstag, 5. November 2013
The Beauty of Life
Viele haben schon gesagt, dass es die
kleinen Dinge im Leben sind, die es erst lebenswert und besonders
machen. Und sie haben so Recht. Sterne gucken, Glowworms im dunklen
Wald, ein Nachmittag am Strand, eine Umarmung, Feuerwerk, Freunde in
der Sauna, ein paar Stunden in der Sonne, ein Spaziergang durch den
Regenwald, Blicke hoch in die wolkenfreien und klaren Berge. That's
it.
Ja, ich bin noch immer in Franz Josef.
Ich bin jetzt schon fast zwei Wochen hier und ich glaube, ich bleibe
noch ein bisschen länger. Mir gefällt es hier einfach soooo
unglaublich gut, ich fühle mich super wohl, das YHA ist sowieso
schon mein zuhause (meine Küche, Peggys Badezimmer ..) und die Leute
werden mir auch immer sympathischer. Und die Landschaft, ich komm
immer noch nicht ganz drauf klar … Also, ja, mal sehen. Vielleicht
kann ich ein bisschen im Restaurant in der Küche jobben für zwei,
drei Wochen und dann weiter.
Gestern nach der Arbeit und einem
Spaziergang zu einem See (so ziemlich der letzte kurze Weg in Franz,
den ich noch nicht gemacht hatte …) hab ich mit Peggy, meiner
chinesischen Mitbewohnerin, etwas in der Lounge auf der Couch
relaxed, bevor ich - mal wieder – in die Sauna bin. Und hier war
ich mal wieder die einzige mit Taka und Chris, die beide als
Skydiver, also Fallschirmspringer, hier in Franz arbeiten. Die sind
richtige Saunajunkies und jeden Abend hier :D
Ja, und dann hab ich von meinem Auflauf
gegessen, zusammen mit Sophie, einer anderen Chinesin, die hier in
Franz Josef arbeitet. Zusammen sind wir dann auch ganz spontan raus
gelaufen, ohne Jacke oder irgendwas, und haben den Sonnenuntergang
angeschaut. So unglaublich schön! Der komplette Himmel war rot, wie
on fire …
Später bin ich dann mit Emily, Luke
und Tim, den anderen Leuten die hier arbeiten, rüber in die Blue Ice
Bar, wo es zur Feier des Guy Falks Day's Feuerwerk gab. Für Franz
Josef echt schon ein Highlight :) Aber in der Bar ging nicht so
wahnsinnig viel, also sind wir zurück zum Hostel, wo Peggy, Tim und
ich dann noch eine Weile im Aufenthaltsraum gesessen haben, bevor
wir wieder raus sind. Der Himmel war klar und wir haben uns auf den
Weg raus aus Franz gemacht, hoch Richtung Gletscher, weg vom Licht.
Ich bin noch immer fasziniert. Ich habe Sterne noch NIE so blinken
gesehen. Woah. Der Hammer! :)
Und heute morgen wache ich auf –
strahlend blauer Himmel! Für Emily an der Rezeption war schnell
klar, nachher fahren wir zum Strand. Wanna come? Da sag ich bestimmt
nicht nein! Nachdem wir fertig mit arbeiten waren und gegessen
hatten, sind wir dann zusammen mit Luke, Josh und Georgy (oder so :D)
runter nach Okarito gefahren, eine große Lagune, die für ihre
Vielzahl an einheimischen Vögeln bekannt ist. Himmel, was ein
traumhaftschöner Ort! Auf der einen Seite die Tasman Sea mit ihren
gewaltigen Wellen und dem schwarzen Sand, dann dreht man sich herum
und blickt in die Alpen. Noch alles schneebedeckt da oben. Einfach
nur wow. Emily war schon ein paar Mal hier, aber wir konnten beide
nur starren! Amazing :)
Nach meinem Nachmittag am Strand hab
ich jetzt noch eine Stunde mit Tim in der Sonne gelegen und wir sind
uns ziemlich einig, dass wir ein ziemlich gutes Leben haben und das
Leben generell ziemlich verrückt ist. Aber wunderschön :)
Cheers & bis demnächst,
Lena <3
Oh, und weil das Wetter morgen wohl
wieder so gut werden soll und ich frei habe, werd ich wohl mit Peggy
wandern gehen. Etwas weiter hoch in die Berge. Sollte gut werden :))
![]() |
| ROOM 27 - Jay, me & Peggy <3 |
Montag, 4. November 2013
Danke, Oma!
| Meine Zutaten & das beste Rezept aller Zeiten! |
| Meine Küche, mein Ofen, mein Nudelauflauf! |
Ohja! Ich hab mich heute, nach über drei Monaten away from home ENDLICH mal an ein großes Stück Heimat gewagt. Omas Nudelauflauf. <3 Für meinen ersten Versuch bin ich mal wieder unglaublich stolz auf meine Kochkünste (ich kam mir wieder vor wie beim Improvisieren ...). Nicht so gut wie Omas, aber trotzdem hat es ziemlich nach zuhause geschmeckt - und ich hab noch genug für den Rest der Woche :))
| Oh yeah! |
Ja, Mama, Oma, ihr dürft jetzt sehr stolz auf mich sein :D Tausend dank für das Rezept & ja, ich denke, ich muss auch mal für euch kochen, nächstes Jahr im Juni ;)
| Bestes selbstgekochtes Abendessen so far <3 |
Sonntag, 3. November 2013
FOX!
Liebste Grüße aus dem Glacier
Country!
| Zwischen den Wolken - Mount Tasman <3 |
Ich bin jetzt schon über eine Woche
hier in Franz Josef und hab mich echt super eingelebt. Das Hostel
gefällt mir sehr, ich hab immer noch Spaß daran, jeden Tag die
Küche zu putzen (so seltsam, ich weiß :D) und die Leute sind
wirklich super. Jay, meine Mitbewohnerin, ist gestern ausgezogen,
leider. Aber Donnerstag ist Peggy angekommen, eine Chinesin, ich bin
also doch nicht allein :)
So langsam hab ich auch fast alle Walks
rund um Franz Josef absolviert, am Gletscher war ich schon zweimal
und Freitag, an meinem freien Tag, hab ich bei super Wetter einen
Ausflug nach Fox gemacht. Fox, kurz für Fox Glacier, ist eine gute
halbe Stunde südlich von Franz und der zweite eindrucksvolle
Gletscher hier an der Westküste.
Zuerst hab ich hier einen Spaziergang
um den berühmten Lake Matheson gemacht, der auch als Mirror Lake
bekannt ist. Was er spiegelt?
Wenn man Glück hat die eindrucksvollen Spitzen der höchsten Berge
der neuseeländischen Alpen – Aoraki/Mt Cook und Mt Tasman. Ich hab
ein Stück von Mt Tasman gesehen und die unteren Hänge der Berge,
wirklich klasse! Dank der vielen Wolken an der Westküste ist es aber
auch extrem schwer, DAS perfekte Foto zu bekommen, wurde mir gesagt.
Kann ich gut nachvollziehen :D
Vom Lake Matheson
(ich weiß, ganz komischer Name für einen See und ich muss auch
immer an Mathe denken …) bin ich dann hoch zum Gletscher. Vom
Parkplatz, wo mich mein persönlicher Shuttlechauffeur Murray
abgesetzt hat, bin ich hoch zum Terminalface, also dem unteren Ende
des Gletschers, gelaufen. Komplett anderes Tal als am Franz, steile,
steile Felswände, der Weg über Bergbäche – und der
Aussichtspunkt oberhalb des unteren Eises mit atemberaubenden Blicken
hoch auf das Eisfeld. Ich kann mal wieder sagen – Wow, sowas hab
ich vorher noch nie gesehen. Unglaublich schön :) Ich persönliche
finde den Fox Glacier sogar schöner als Franz Josef :))
| Fox Glacier Valley |
| Felswände extrem! |
| Glacier! <3 |
| Fox Glacier! Um ansatzweise zu verstehen wie massiv das Eis wirklich ist - unten in der Mitte/ Rechts sind mehrere Wandergruppen. Ja, die kleinen schwarzen Punkte. |
Von da oben bin ich
im Tal wieder zurück gelaufen und wollte auf der anderen Seite des
Tals eigentlich noch einen anderen Track laufen, der war aber leider
wegen Überflutung des Bachs gesperrt. Naja, hab ich mich eben mit
meinem Buch in die Sonne gesetzt :)
Oh! Und weil ich ja
noch immer in Neuseeland bin und mir wieder mal was angeschaut habe,
habe ich NATÜRLICH jemanden getroffen den ich kenne. Ohne Spaß,
langsam wird’s gruselig :D Ich bin über die Brücke gelaufen und
mir kommt jemand mit fragendem Blick entgegen und dann sind wir nur
am Grinsen und Lachen. War wieder der Franzose aus Taupo, der letzte
Woche mit mir im Bus von Punakaiki nach Greymouth saß. Mitten im
Nichts. Auf ner Hängebrücke. Aber langsam gewöhn ich mich dran.
Mathieu seh ich wahrscheinlich in Wanaka oder Queenstown wieder-
würde mich nicht wundern :D
| Glacier Valley <3 |
| Rainforest! |
Aber ja, guter Tag
am zweiten Gletscher hier in der Gegend :)
| Noch mehr Gletscher hinter den Bergen und Wolken :) |
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