Jedenfalls
hat es dann Ewigkeiten gedauert, bis wir endlich mal am Start des
Greenstone-Caples-Tracks
waren (komplett andere Richtung als das Rees-Valley ...) aber ich
hatte eh nur zwei, drei Stunden Wanderung vor mir am ersten Tag. Die
nahm ich dann eben in Angriff. Durch Wälder, über Wiesen, meistens
aber am Waldrand mit Blicken über die Wiesen und den Caples
River, der sich im Tal hinunterschlängelte. So wahnsinnig idylisch.
Kühe gabs auch. Auf den Wiesen und im Wald. Die scheinen den Caples
Track auch zu mögen, standen auch gerne mal mitten auf dem Weg oder
kamen mir entgegen. Why not?
Den Abend verbrachten
wir, die jüngeren Hüttenbesucher, als bunter Haufen aus Israelis,
Deutschen und einer Schwedin mit guten, alten Kartenspielen.
Für den nächsten Tag
stand nur laufen auf dem Plan. Von der Mid Caples Hut gings
überwiegend durch die Wälder des oberen Ende des Tals, dann langsam
aber stätig höher und höher hoch in die Berge, bis ich nach
einigen Stunden endlich den McKellar Sattel, den höchsten Punkt
meiner Wanderung, erreichte. Ich war ja so froh, als ich oben war.
Ich hatte mich auf dem Weg nach oben erstmal schön auf den Steinen
hingelegt (meine Leggings hat ein großes Loch am Knie ...), weshalb
ich oben meine Pause noch mehr genoss, und bei super Ausblick auf die
Berge Mittag machte und mein Knie schonte.
Über den Sattel ging es
dann ins Greenstone Valley mit super Blicken auf die Berge auf der
anderen Seite des McKellar. Mhhhh, schön! Der Abstieg war ziemlich
steil, der Weg aber einfach und super ausgebaut, also nicht
wahnsinnig anspruchsvoll. Dennoch war es schön und im Tal wartete
mit Lake McKellar definitiv eins der Highlights der Wanderung auf
mich. Der See füllte quasi das Tal aus mit Wäldern zu beiden Seiten
und die Wälder befanden sich größtenteils an den Berghängen. So
gut! Da hab ich dann auch nochmal eine Weile Pause gemacht und mit
Nimi und Ili, dem Pärchen aus Israel, die Sonne genossen.
Der letzte Teil des Weges
war dann nur noch wandern durch den Wald, was sich ziemlich zog. Das
Highlight meines Tages war das Schild mit der Aufschrift "McKellar
Hut – 3 Minutes".
Da sowohl Nimi und Ili,
als auch Viktor und Jannik vom Abend vorher alle wieder in der Hütte
waren, gab es wieder große Gefechte beim Kartenspielen. Das beste an
den Abenden in den Hütten!
Am nächsten Morgen
verabschiedete ich mich von den anderen. Für sie ging es das
Greenstone Valley hinunter, zurück Richtung Parkplatz am Lake
Wakatipu, während ich mich auf Richtung Norden machte. Eine Weile
ging es entlang des McKellar Lakes zurück bis zur Abzweigung vom
Vortag und dann noch weiter hoch bis zur Howden Hut, die schon Teil
des Routeburn Tracks ist. Hier sah ich alte Bekannte aus Hütten und
Shuttlebussen wieder, bevor ich mich auf den weiteren Weg zur Divide,
meinem Endpunkt, machte.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen