Freitag, 28. Februar 2014

To Queenstown!

Ich bin jetzt raus aus Wanaka und in Queenstown angekommen. Es haben ja immer alle von der Stadt geschwärmt und nach ein paar Stunden kann ich sagen, dass ich schon verstehe, weshalb! Ich geh jetzt raus, die Gegend weiter erkunden und mich mit alten und neuen Bekannten treffen, also bis die Tage! xx

Donnerstag, 27. Februar 2014

One Last Time - Part II

Oder ein ganz normaler Freitag

Freitagmorgen wachte ich nach meiner ersten Nacht im YHA mehr oder weniger gut ausgeschlafen (jemand musste um halb vier unbedingt Piano spielen …) um halb zehn auf, frühstückte ausgedehnt und machte mich dann bei gutem Wetter one last time auf den Weg zum Callery Gorge, einem meiner Lieblingsplätze in Franz. Hier saß ich in der Sonne und genoss den Blick auf die Klamm unter mir.
Nach einer kleinen Erkundungstour im nahen Wald (man findet auch nach vier Monaten noch neue Ecken und Verstecke!) machte ich Mittagspause im YHA mit den anderen, bevor wir eine weitere Tour in Angriff nahmen.
Hidden Jungle <3
Emily, Alicia, Chrissy, Felix und ich genossen den Sommertag in vollen Zügen und entspannten am Fluss in der Nähe von Okarito. Dieses Fleckchen Erde eignet sich super zum Schwimmen, sobald man die Strömung durchquert hat. Wir tobten uns aus, sprangen vom Hang in die Tiefen der ausgespülten kleine Bucht und ließen uns von der Strömung ein Stückchen mittreiben. Perfekter Nachmittag in der Sonne, bevor es am Abend dann ein aller letztes Mal ins Nachtleben von Franz Josef ging.

Abkühlung gefällig?
2- und 5-Meter-Brett :P
The Crew <3
Summer, anyone? (:
Nachdem ich spontan noch bei der Maorishow vorbeischaute und beim Poi, einem traditionellen Tanz der Frauen, mitmachen durfte, gings dann ins Staffhaus vom YHA und von da aus zur Landing Bar. Weil es ja eben Franz Josef ist hats geregent, welch ein Wunder. Aber unter den Regendächern genossen wir unsere großen Jugs, tranken den ein oder anderen Cider und ich ließ sämtliche Anwesende munter mein T-Shirt unterschreiben. Das hatte ich nämlich ganz hübsch verziert, wie ich finde – und im Laufe des Abends hat es sich sehr gut gefüllt. Thanks to all you beautiful people! xx

Nach dem Aufwärmen im Landing gings dann die Straße runter zum Monsoon. Leider war es nicht allzu voll (das Wetter hat scheinbar doch einige abgeschreckt …), aber wir hatten beim Tanzen, Pool und Rumhängen an der Bar doch so unseren Spaß.
Als zur letzten Runde aufgerufen wurde, packten wir dann unsere Sachen um zu schauen, ob im Blue Ice (ja, wir haben doch so einige Bars in Franz Josef :D) noch was los ist. Leider hatten wir den Regen vergessen – und der Regen hatte sich endlich zu RICHTIGEM Regen entwickelt. Es hat geschüttet. Und so haben wir angefangen zu rennen. Alison, Tamara, Tom, Heath, Felix und ich sind munter die Hauptstraße im strömenden Regen hochgerannt, ich hatte auf halber Strecke meine Schuhe ausgezogen und war nur noch am Lachen. Das Blue Ice war zu, also rannten die anderen nach Hause zum DoC-Staffhaus, während Felix und ich uns auf in die andere Richtung zum YHA machten, wo wir uns klitschnass dann erstmal noch einen Tee gönnten. Guter Abend! :D

One Last Time - Part I

Meine letzten Tage in Franz waren wunderschön und ich wollte jetzt aus Wanaka noch ein bisschen nachholen zu berichten, was da so los war :)

Montag letzte Woche hatte ich meinen letzten Arbeitstag bei Glacier Motors, was ziemlich traurig war. Schon als ich durch die Tür kam und „Good Morning“ rief, hörte ich von Tracey nur ein „Ohhhhhhh“ aus dem Postoffice. Tracey und Karry haben es wirklich gut versucht, mich zum Weinen zu bringen, aber wir haben alle drei gut durchgehalten – der Tag war einfach zu busy & crazy... Tracey hat mir zum Abschied eine wunderschönes Greenstone-Kette geschenkt. Der Greenstone ist typisch für die WestCoast und laut Tracey soll mein besonderes Schmuckstück Glück bringen. THANK YOU SO MUCH TRACE!
Tracey, meine Wenigkeit, Karry + Franzi - We all <3 Franz Josef! xx
Dienstag habe ich die Zeit zum Packen und Sortieren genutzt, meine kleinen Pakete und Päckchen verschickt und meine Mädels an der Tankstelle besucht. Zum Abschied gabs da dann auch noch Kuchen und Kaffee von Tracey gesponsort. So süß! Also habe ich noch ne Stunde auf dem Boden hinterm Tresen gesessen, mit allen geplaudert und Carrotcake, Brownies und meinen Moccachino genossen. Der Nachmittag war sonnig, also habe ich mich mit Saskia und Jonathan zum Mango Lassi trinken getroffen.Normales Leben eben. Und weil das Wetter ganz gut war, haben Esti, Jonathan und ich am Abend noch einen Abstecher zum Peter's Pool am Gletscher gemacht.

I love the forest!
Der Mittwochmorgen war nicht allzu wunderschön in terms of Sommerwetter, also packte ich endgültig (Donnerstag bin ich ins YHA gezogen) und war in der Hostelküche beim Kuchenbacken aktiv. Hochimprovisiert! Ohne Waage, Cup-Abmesser, richtige Kuchenform und Rührgerät. Der Mamorkuchen war zwar etwas flach aber trotzdem hat sich keiner beschwert. Eher im Gegenteil. Aber wenn man munter durch den Ort läuft und Kuchen verteilt – wer beschwert sich da schon?
Als es am Nachmittag dann endlich aufhörte zu regnen, hab ich mich ein letztes Mal auf den Marsch hoch zum Gletscher gemacht. Franz Josef Village zum Parkplatz, Parkplatz zum Terminal Face, Terminal Face zum Sentinel Rock, Sentinel Rock zum Peter's Pool und Peter's Pool all the way back nach Franz Josef. Feeling like a Tourist. ABER! Ich hab ein Stück Gletscher in den Händen gehalten! Das lag da so am Wegesrand rum, wieso auch nicht.
Aber ich muss sagen, auch nach vier Monaten an diesem Ort – ich war auch bei meiner letzten Tour noch absolut beeindruckt und ich schwöre, als ich um die Ecke gebogen bin und auf einmal das schimmernde blaue Eis vor mir gesehen habe, da bin ich starr stehen geblieben und habe „Wow“gesagt. Ungelogen. <3 this place!


Der nächste Tag wurde dann noch interessanter. Wunderschönstes Sommerwetter, eine alpine Wanderung und ein Rettungshelikopter inklusive– dazu (und einem Haufen mehr) aber später genaueres :)

Mittwoch, 26. Februar 2014

To Wanaka

Gepostet mit etwas Verspätung - aber ich hab meine Wandertour heile überstanden :) Dazu demnächst aber mehr ;)

Sonnenschein im Glacier Country xx
Bye Bye, Westcoast!
Haast River
Thunder Fall

Gates of Haast
Die Sonne scheint auf der anderen Seite des Haast Passes ...
Präriiiiiiie (:
Das obere Ende des Lake Wanaka :)
Buenas Días!

Oh, so much going on! Es ist gerade Montagabend und ich sitze im Hostel in Wanaka. Ich bin gestern, nach fast genau vier Monaten dann doch aus Franz Josef abgehauen. Zwar mit einigen Tränen in den Augen und auf meinem Gesicht, aber hey, war beim Abschied von all den herzensguten Menschen, die ich zurücklassen musste auch absolut nicht anders zu erwarten.
 Am Tag meiner Abreise hatte ich in Franz auch nochmal wunderschönstes Wetter am frühen Morgen und frischen Schnee auf den Bergen – man wollte mir den Abschied extrem schwer machen.
Nichtsdestotrotz brachte George (ja, ich kenne meinen Busfahrer :D) mich sicher die Westküste hinunter, durch Regenwald, vorbei an Sümpfen, Westcoast Beaches, Bergen, durch Haast und hoch bis zu den Gates of Haast. Hier, nach einem kurzen Stopp an den Thunder Falls, tauschten die Busfahrer Busse, George machte sich zurück auf den Bus nach Franz, während ich über den Haast Pass, durch Makaroa und vorbei an den Lakes Wanaka und Hawea schließlich nach Wanaka gelangte. Oh, Himmel. Es ist so komplett anders hier unten! Aber die Fahrt war atemberaubend schön und jedes Mal, wenn ich aus dem Fenster gucke, kann ich kaum glauben, wie es hier aussieht.
Der See ist blau, die Berge nah, kein Wald, alles eher braun-beige als grün, die Sonne scheint – teilweise komme ich mir vor wie irgendwo in Spanien oder der nordamerikanischen Prärie. So komplett anders als die West Coast …
Naja, jedenfalls hab ich nach meiner Ankunft am Montag erstmal ein bisschen das Örtchen erkundet (so seltsam, mehr als zwei Straßen und drei Shops zu haben!), am See gesessen und Pläne für die nächsten Tage geschmiedet – hab ich in den letzten vier Monaten einfach nicht geschafft … Ehrlich nicht :D Nach dem Kochen und einer Dusche lag ich dann todmüde im Bett :)
Den Dienstag verbrachte ich ziemlich entspannt mit Schlafen, Frühstücken und einer Wanderung auf den Hausberg hinter Wanaka, den Mt Iron. Schöne Wanderung zum Berg, hoch und wieder zurück, ein paar Stunden durch die Sonne – mit super Blicken auf Wanaka, Lake Wanaka, die Berge und die Täler von Clutha und Cadrona (oder so) auf der anderen Seite. Und es sieht echt wie Prärie aus!
Auf dem Rückweg hab ich dann beim Department of Conservation halt gemacht, mich schlau gemacht und eine Nacht in der Aspiring Hut gebucht. Da geht’s für mich Dienstag/Mittwoch hin. Im Aspiring National Park erst einmal zum Rob Roy Glacier wandern (schon so lange keine Gletscher mehr gesehen) und dann zur Aspiring Hut, bevor ich mich am nächsten Morgen wieder zurück mache. Das Wetter sieht ganz gut aus und da ich jetzt auch stolze Besitzerin eines Campingkochers und zweier Töpfe bin, sollte das super werden :D  Dazu dann aber mehr nach meiner Rückkehr ...


Rund um Wanaka - sooooo anders!
Wanaka & Lake Richtung Aspiring National Park
Endlich Sommer :P
Blick Richtung Lake Hawea
Mt Iron von weiter weg :)
Wanaka :))

Freitag, 21. Februar 2014

Time to Say Goodbye.

To all those amazingly beautiful people I met here;

I wanted to let all of you know how grateful I am that I was allowed to spend my time here in Franz Josef and meet all you beautiful creatures. To be honest, I never expected anything like this from this place which just makes it even greater and better that I was able to spend time here with you.

And I really want to say THANK YOU to every single one out there, whether we talked for five minutes or lived together for weeks. You all are pieces of the great mosaic which builds up my summer – and some of the smallest encounters will be forever in my heart, whether you know it or not.

Thank you for every single one who cheered me up and visited me at work.
Thank you for every single walk.
Thank you for every single coffee.
Thank you for the trips around the area.
Thank you for all those amazing things I was able to do.
Thank you for every sunset, every night out and every glass of cider I shared out here.
Thank you for the fun on the dancefloor.
Thank you for every night and every day.
Thank you for the chats at Monsoon or in the middle of the street.
Thank you for glowworms, fireworks, moonlight and shootingstars.
Thank you for running through the rain with me.
Thank you for every single word, smile and laugh.
Thank you for one of the best times in my young life.

You are all going to be on my mind for a long, long time. Trust me, I will miss each and every single one of you. Leaving Franz is harder than I ever thought it would be, but I gotta go and travel on. I hope to see so many of you somewhere in Europe or wherever one day – you are more than welcome to come around and visit me!! Honestly, I mean it! I'll be mad at everyone who comes to Europe and doesn't say hi!

So ending with that all I can say again is THANK YOU & See you soon, hopefully!
You all have a perfect time in Franz, New Zealand or wherever you are heading to.
Lots and lots and lots of Love,

Lena
xx



THANK YOU! xxx

Dienstag, 18. Februar 2014

4 Monate

Die Tage sind gezählt und am Sonntagmorgen geht die Reise für mich weiter.

Klein-Lena verlässt nach dann wirklich fast vier Monaten das beschauliche Franz Josef.
Hätte mir vor vier Monaten jemand erzählt, wie das ganze so laufen würde, ich hätte ihm nicht geglaubt und gesagt „Nee, in zwei Wochen mach ich mich auf den Weg nach Wanaka.“ 

Waiho River Sunset. Forever in my heart.
Jetzt reise ich dort eben 3 ½ Monate später hin, aber who cares? Ich hatte hier in Franz Josef eine uuuuuuunglaublich gute Zeit und kann mein Glück kaum fassen. Der Abschied wird wirklich hart, all meine Freunde, Kollegen und Bekannte, die ich jetzt verlassen werde … und im Gegensatz zu meinem Abschied von euch daheim habe ich keine Ahnung, ob und wann ich die Menschen aus Franz wiedersehen werde. Und manche sind wirklich zur Ersatzfamilie geworden, besonders über Weihnachten. Es ist unglaublich, wie schnell man solche Verbindungen zu fremden Menschen aufbaut. Aber hey, noch hab ich nicht geweint, auch wenn Tracey und Karry sich an meinem letzten Arbeitstag wirklich alle Mühe gegeben haben und wir kurz vorm kollektiven Gruppenheulen waren :D Sie sind einfach so süß und wollen nicht, dass ich gehe. Falls ihr mich irgendwann mal für immer loswerden wollt – Tracey hat schon angeboten mich zu sponsoren, wenn ich auf ewig kommen möchte und mich für ein Work Visa bewerbe, haha. 

Geburtstags Dinner für Charlotte (links) mit Sydney. xx
Vier Monate. Das ist eine verdammt lange Zeit für ein so kleines Örtchen wie Franz und viele glauben echt, ich hab einen Schaden, weil ich hier so lange rumgehangen habe. Aber ich hab dann eher immer Mitleid, weil viele die Schönheit und Magie dieser Gegend nicht wahrnehmen. Franz, zwischen den Gipfeln der Southern Alps, den Regenwäldern und der Tasman Sea ist einmalig – und definitiv meine zweite Heimat. Ich kenne den Ort nach eben diesen vier Monaten in- und auswendig.

Peters Pool, one last time, mit Jonathan :)
Aber ja, es ist an der Zeit für mich, weiterzureisen. Und bei all den Abschiedsgedanken, die ich momentan im Kopf habe und der Planung von was ich hier noch alles machen will und mit wem in den nächsten Tagen, trotz all dem freu ich mich doch ziemlich auf die nächsten Wochen des Reisens. 
Wanaka. Queenstown. Routebourne Track. Milford Sound. Te Anau. Kepler. Caitlins. Dunedin. Otago. Aoraki. Tekapo. Arthurs Pass. Akaroa. Kaikoura. Christchurch.
Und dann geht’s ja auch schon bald nach Australien, Melbourne, Sydney, Brisbane. Singapur – und in weniger als 100 Tagen bin ich dann ja auch schon wieder auf deutschem Boden. Hoffentlich verfliegt die Zeit nicht so rasend schnell wie hier in Franz Josef. Ich weiß, dass es gut wird, freue mich auf alle Menschen, denen ich begegnen werde, alle Orte, alle Erfahrungen – und weiß, dass ich meine Zeit hier und alle Lieben für immer in meinem Herzen tragen werde.

Nobody has ever measured, not even poets, how much the heart can hold.
 Zelda Fitzgerald

Sky on Fire, Franz Josef

Freitag, 14. Februar 2014

Meeting the Okarito Burning Man

 
Der Tag meines Heliflugs letzte Woche (das war übrigens auch Waitangi Day, neuseeländischer Nationalfeiertag weil wegen Treaty of Waitangi und so) fand am Abend dann noch seine traumhaft schöne und beinah unglaubwürdige Fortsetzung, als Alicia, Franzi und ich beschlossen, zum Sonnenuntergang nach Okarito ans Meer zu fahren. Die Bilder sind nichts im Vergleich zur Schönheit dieses Abends....
Neben dem Sonnenuntergang fanden wir noch einen Haufen anderer Leute aus Franz am Strand, sodass der Abend für uns noch besser wurde. Lagerfeuer, Gitarrenmusik, Marshmallows, Würstchen, Meeresrauschen, Milchstraße und Sternschnuppen.
Wohl einer der schönsten Tag, die man sich in seinen kühnsten Träumen so nicht ausmalen würde. Oder wie Alicia meinte, these are eternal moments – Momente für die Ewigkeit. So wahr.