Dienstag, 11. März 2014

Admiring Aspiring

That's the Way!

Matukituki Valley
Während meiner Zeit in Wanaka (also vor schon gut zwei Wochen) habe ich einen Abstecher in den Mount Aspiring National Park gemacht. Das ist so eine gute Stunde von Wanaka entfernt, über wirkliche Backcountry - also wortwörtlich Hinterland – Straßen.
Hier wanderte ich mit meinem großen Rucksack erstmal schön hoch zum Rob Roy Glacier. Ich hatte da ja schon eine Weile keine Gletscher mehr gesehen, ganze drei, vier Tage.
Es ging gut zwei Stunden bergan, bis ich mich in einem kesselförmigen Tal wiederfand, der Gletscher hoch oben wie an den Berg geklatscht. Direkt unterhalb des Eises stürzten die Felswände senkrecht hinab, hier und da ein Wasserfall – wirklich beeindruckend! Und so komplett anders als Franz und Fox, meine alten Freunde.
Rob Roy Glacier
Dort oben genoss ich ein wenig die Sonne und meine Mittagspause, bevor ich mich auf den Rückweg ins Tal machte, das Matukituki Valley. In diesem Tal ging es für mich dann noch ein paar Stunden weiter. Ich wanderte ein bisschen mit Shelly aus Israel, wir plauderten, genossen die Sonne am türkisfarbenen Fluss (es sah sooo unwirklich aus!!) und fanden uns irgendwann in der Aspiring Hut wieder, unserer Unterkunft für diese Nacht. Ich sicherte mir eins der Betten im Aufenthaltsraum/Küche/Hauptraum. War zwar etwas lauter – aber direkt am Fenster mit Blick hoch in die Berge – und auf Mount Aspiring/Titiroa. Der soll übrigens verblüffende Ähnlichkeit mit dem Matterhorn haben, falls das mal jemand googlen will ;)

Der Abend in der Hütte war dann noch ziemlich interessant. Es ist so unglaublich inspirierend, so viele verschiedene Leute kennenzulernen. Wanderer aller Altersgruppen. Ein Mann aus Singapur, der den Te Araroa Walkway läuft (vom Cape Reinga im Norden nach Bluff im Süden); ein älteres Paar aus Australien, das hier jetzt ein paar Tage von der Hütte aus durch die Gegend wandern und in der nächsten Woche mit dem Heli auf den Mount Aspiring fliegen wollte, um von der Hütte dort oben wandern und Eisklettern zu gehen; ein älteres Kiwipärchen, dass nach Jahren wieder hier oben war und nochmal den Cascade Saddle erklimmen wollte – und so viele mehr.
Good Morning, World <3

Der Sternenhimmel dort hoch oben und weit weg in den Bergen wurde natürlich auch noch ausführlich bewundert. Ich bin immer wieder fasziniert, wie viele Sterne es doch gibt – und wie sie über den Bergen funkeln …

Der nächste Morgen begann dann eben mit diesem unglaublich wundervollen Ausblick hoch zum Mount Aspiring. Ich hab zwar in der Nacht direkt an der großen Fensterfront extrem gefroren, aber hey, das war es wert! So schön :)
Shovel Flat <3
Nach meinem Frühstück mit Shelley haben wir uns dann überlegt, noch ein Stückchen weiterzuwandern – außer dem Rückweg von zwei, drei Stunden hatten wir ja eh nichts vor. Nur mit Kamera und Wasser machten wir uns dann also auf zu einem kleinen frühmorgendlichen Spaziergang. Bis zur Shovel Flat liefen wir, eine gute Stunde durch Bergwiesen und Wälder. Und der Ausblick von dort war so wundervoll! Noch näher an Mount Aspiring, der Matukituki River im Tal, wir inmitten einer Bergwiese, Wasserfälle an beiden Seiten des Tals, die Sonne über den Bergen. Hmmmm … Einer dieser Momente, in denen ich ganz genau wusste, dass ich mit meinem Abenteuer Neuseeland die richtige Entscheidung getroffen habe. Sowas von!

DONE!
Von dort aus machten wir uns wieder auf den Rückweg, machten in der Hütte nochmal kurz Pause, schnallten unsere Rucksäcke wieder auf und machten uns auf den Marsch zurück durch das Tal zum Parkplatz. Ein wundervoller Zwei-Tages-Backcountry-Wander-Trip. Bilderbuchmäßig. :)

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