Dienstag, 28. Januar 2014

Montag, 27. Januar 2014

Up in the Sky

Erste Bekanntschaft mit meinem Flugzeug :)
Taka & ich auf unserem Weg nach oben :)
Jap. Es ist genau das, wonach es aussieht. 
Ich hab es wirklich fertig gebracht und bin aus einem Flugzeug gesprungen.
Ich glaubs noch immer nicht und ich komm noch nicht so ganz drauf klar.
Aber es war atemberaubend, wunderschön und ich würde jederzeit wieder springen!
Auch wenn der Ausblick auf die Gletscher, die Tasman Sea und Aoraki Mt Cook direkt neben und unter mir wohl kaum zu überbieten sein kann.
Krass.
Tick that off the bucket list, one of the things I've always wanted to do is done.

Mein Video :)
Hope it works!

Samstag, 25. Januar 2014

Lesestoff

Und wieder zig Einträge auf einmal – das Leben ohne W-Lan ist manchmal etwas hart, im Großen und Ganzen aber zur Abwechslung auch mal unglaublich Gut. Bis auf die Blog-und-E-Mail-Situation. Aber man kann ja auch nicht alles haben.
Ich will nicht langweilig klingen, aber bei mir ist noch immer alles supi! Ich bin (noch immer) gut am arbeiten für Tracey, genieße die freien Abende, Vormittage oder vollen Tage (was halt so ansteht) so gut ich kann mit all den wundervollen Menschen hier in Franz oder auch mal allein in der Sonne (auf dem Stück Rasen vor der Police Station direkt an der Hauptstraße :D) – je nachdem.
Und wenn ich dann halt ein paar Sachen geschrieben habe und mal wieder Kaffee trinken gehe, dann sind das plötzlich ein paaaaar Posts, aber ich denke mal, das macht keinem von euch was aus :)

Ansonsten … ich muss gleich zur Arbeit :D Ich kann es selbst nicht fassen, aber gestern sind es exakt 3 (!!!!) Monate gewesen, seit ich hier in Franz Josef angekommen bin. Drei. Monate. Unglaublich. Ich werde auch in drei oder vier Wochen Abschied nehmen müssen von meiner neuen Heimat am Ende der Welt. Die Zeit läuft ab und ich hab noch ein paar Orte auf meiner Liste. Einerseits will ich die Leute nicht verlassen, andererseits muss ich aber auch weiter. Schon fast so wie letzten Sommer back in Germany … Aber bis es soweit ist genieße ich jede Sekunde in Franz.
Cheeeeerio und bis die Tage!

xx
Waiho River <3

Soundtrack of a Life

Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht die einzige bin, die das kennt, wenn ein Lied eine besondere Bedeutung bekommt. Wenn die Zeilen das eigene Leben widerspiegeln oder die Melodie einen sofort an einen anderen Ort, in eine andere Zeit versetzt.
Einige Songs werden für mich immer NEUSEELAND sein. Hier mal ein kleiner Einblick in meine momentane musikalische Welt & in das, was hier so hoch und runter läuft.

- und ich hoffe, die GEMA ist gnädig, falls ihr anfangt, Songs auf Youtube zu suchen. Eins der Dinge, die ich hier in NZ absolut nicht vermisse ;P


Make You Mine – Benny Tipene
Heart Break – Demi Lovato
Counting Stars - One Republic
Alles von Lorde
Bad Blood von Bastille
Walking on Water – Benny Tipene
Wake Me Up – Avicii
Gone, Gone, Gone - Phillip Phillips
Impossible - James Arthur 
Hey Brother - Avicii
White Blank Page - Mumford & Sons
Could You Love Me Again - John Newman
Fine By Me - Andy Grammer
Timber – Kesha & Pitbull 
Roar - Katy Perry
Nie Vergessen - Glasperlenspiel
Happily – One Direction
Swing Life Away - Rise Against
Lost - Frank Ocean
Alive - Empire of the Sun 
Acapella - Karmin
Irresistible – One Direction
Demons – Imagine Dragons
We Own The Night -The Wanted 
Just One Last Time - David Guetta

Und ich hab sicherlich die Hälfte vergessen.

Kayaking im Jurassic Park

An meinem freien Tag am Mittwoch hab ich mich getreu dem Motto 'I'M GOING ON AN ADVENTURE!' mal wieder dazu aufgemacht, Neues in South Westland zu erleben. 

Zusammen mit ein paar anderen Locals und den Leuten von den Glacier Country Kayaks gings morgens raus zum Lake Mapourika, zehn Minuten out of town. Und wie die Überschrift schon vermuten lässt – wir waren Kayak fahren!

Clare, Dale und der Rest der Kayakcrew haben uns freundlicherweise eingeladen, Versuchskaninchen zu spielen und ihr neues Produkt zu testen – eine Kombination aus Kayak fahren und Wandern. Und so gings für uns runter an den See, wo es erstaunlich warm war, im Vergleich zu Franz. Da gabs dann zuerst einmal eine Runde Kayakausrüstung, Lifejackets und warme Regenjacken für alle, bevor sich jeder einzelne von uns dann nochmal vorstellen durfte. I'm Lena, also from Germany, and I work in the petrol station. I've been here almost three months and will leave next month. The usual.

Naja, und dann gings endlich Richtung Wasser, wo allen mit der Einstellung der Kayaks (für die Füße zum Lenken) geholfen wurde, sämtliche Kameras, Wasserflaschen und Regenjacken verstaut wurden und wir mit Paddel ausgestattet raus aufs Wasser geschoben wurden. Meine dritte Kayakerfahrung, ich werde hier noch zum Pro. Ja, die dritte. Nach Hamilton und dem Abel Tasman. Aber dieses Mal erklärte ich mich mutigerweise dazu bereit, in einem Single-Kayak, also ganz allein, zu paddeln. Klingt jetzt eher undramatisch, war aber am Anfang reeeelativ unstabil (nein, ihr dürft nicht lachen, ich bin nicht baden gegangen. Ha!). Ich fand mich für meine zweite längere Tour sogar ziemlich gut in meinem kleinen Bötchen :)

Wir machten also alle unsere ersten - oder wievielten auch immer – Erfahrungen auf Lake Mapourika, tobten uns ein bisschen aus und machten uns dann auf den doch recht weiten Weg auf die andere Seite des Sees, gut zwei Kilometer laut unseren Guides. Von denen waren übrigens fast alle, ganze fünf Leute, mit, sodass der ganze Trip eher was von einem Betriebs-Familien-Ausflug hatte, als von einem harten Arbeitstag. Die haben ehrlich einen super Job da unten!

Auf halber Strecke über den See hat es dann natürlich angefangen ein bisschen zu regnen, Westcoast. Aber ich bin immer noch der Meinung, und Clare hat mir da zugestimmt, dass der Regenwald einfach viel eindrucksvoller und mystischer und dramatischer aussieht, wenn es nebelig und regnerisch ist. Wie die Wolken und Schauer vom entfernten Ende über den Wald zu uns gezogen sind, war schon schön. Und das mein ich wirklich ernst. Wir genossen das Paddeln, Geplauder auf dem Wasser, den Wald und die Southern Alps in unserem Rücken.

Das andere Ufer erreichten wir dann doch schneller als gedacht und nachdem Tyler und Campbell uns aus den Booten geholfen hatten, gings rein in den Urwald. Und wo ich ja vorher schon von dem Gefühl gesprochen habe, im Jurassic Park zu sein – auf meinem Kayaktrip bekam ich endlich die Bestätigung. Der Wald hier wird wirklich als „jurassic rain forest“ bezeichnet und ist so verdammt besonders, das gibt’s gar nicht. Dadurch, dass hier in der Gegend halt keiner den Wald abgeholzt hat oder auch nur Wege angelegt hat, ist er unberührt, unverändert und noch ziemlich genau so, wie er zur Zeit der Dinosaurier überall ausgesehen haben mag. Einfach nur der Hammer. Ich schwöre, hier gibt es keinen einzigen Baum, der einfach nur ein Baum ist. Die Bäume sind miteinander und mit anderen Pflanzen, Lianen und Farnen verwachsen. Da wachsen Büsche auf Bäumen, um deren Stamm sich Ranken winden und von deren Ästen Schlingen bis auf den mit Farnen bewachsenen Boden reichen. Und durch genau diesen Wald ging es dann auf einem frisch angelegten Trampelpfad vorbei an all diesen Naturwundern hin zu einer Lichtung am Kopf einer Halbinsel, von der wir einen super Blick über den Großteil des Sees hatten. Hier gabs dann Lunch – und Schokolade! 

Oh, und Geschichten! Das Team hat uns auf dem gesamten Weg zu Wasser und zu Land Dinge über die Entstehung der Gegend, die Gletscher und den Wald erzählt, zum Lunch gabs dann aber die wahre Geschichte, warum der Kiwi nicht fliegen kann. Schließlich befanden wir uns gerade mitten in der Kiwi Sanctuary, der Schutzzone für die wilden kleinen Kiwis hier im Okarito Forest, unsere geliebten Rowis. Die seltensten Kiwis überhaupt. Zu den süßen Federbällchen aber hoffentlich bald mehr.

Nach unserer Verschnaufpause am Ufer ging es durch den Wald wieder zurück (der Weg sah jetzt schon ausgetretener aus), zurück in die Kayaks und zurück raus aufs Wasser. Leider waren die Berge und das Tal des Franz Josef Glaciers jetzt – wie so oft – in den Wolken und durch den Regen nur noch als Schemen erkennbar, aber wir genossen die Paddelei trotzdem, unterhielten uns ein bisschen mehr und posierten für das ein oder andere nette Kayakfoto, bevor wir uns für ein Gruppenfoto auf dem See aufstellten – und zwei unserer Guides mehr oder weniger freiwillig baden gingen.

Ein super Tag auf dem Wasser und im Wald für mich, ich bin so froh, dass Clare mich letzte Woche auf die Liste geschrieben hat. Und auch wenn die Blasen an meinen Fingern doch etwas schmerzhaft sind – ich würde sofort wieder in ein Kayak steigen und durch die Gegend paddeln. Vor allem, wenn die Gegend so wunderschön ist wie der Westland National Park :)


Mehr Bilder in ein paar Tagen :)

Von Beeke, Lina, Alex, Robert und Franz


Und um den Kreis der Begegnungen so far jetzt mal noch zu schließen, Danke an Franzi und Lena, die im November schon hier waren & an Beeke und Lina, die mir während der letzten Woche die Augen für neue Orte und Erfahrungen hier in meinem „zuhause“ geöffnet haben.
Was wir gemacht haben?
Letzte Woche Montag ist Beeke hier in Franz Josef angekommen und weil wir ja so gerne wandern, haben wir uns nach meinem Feierabend zu Fuß hoch auf den Weg zum Gletscher gemacht und uns erstmal auf den neuesten Stand der Dinge gebracht – unglaublich, dass wir uns vor wirklich schon vier Monaten getroffen und zuletzt gesehen haben. Damals, im September, in Hamilton. Also ja, es gab doch eine Menge zu erzählen – und oben am Gletscher wie immer auch zu sehen. Jedes Mal wieder atemberaubend.
Nach einer Kochsession und etwas Sekt gings für uns beide dann eine Runde feiern, tanzen und das Nachtleben in Franz Josef genießen – wer jetzt lacht und sich denkt, Hä, in dem kleinen Kaff?! Nix da Kaff. Hier ist laut mehreren meiner Quellen wesentlich mehr los als in Christchurch. Wir hatten also einen guten Abend, bevor wir noch eine Runde zum Fluss gelaufen sind und Sterne geguckt haben. „Leider“ war fast Vollmond.

Am nächsten Morgen haben wir dann einen Rundgang durch Franz gemacht, den Callery Gorge Walk bewältigt und waren Nachmittags mit Franzi auf dem Alex Knob Track unterwegs, der hoch in die Berge führt. Da wir so spät gestartet sind, haben wir's aber nur bis zum ersten Aussichtspunkt, dem Rata Lookout geschafft, was aber dennoch schon ziemlich spitze war. Auch nach beinah 3 Monaten (3 Monate!!) noch immer verliebt in unseren Gletscher.
Nachdem wir den Berg dann teilweise wieder runter geklettert, gesprungen und gerannt waren (wer sich an die Videogameszene aus The Beach erinnert – das waren wir! :D), haben wir noch ein bisschen am ruhigen Lake Wombat relaxt, bevor wir zurück nach Franz gelaufen sind.

Während Beeke am Mittwoch, meinem freien Tag Nummer 2 dann auf dem Gletscher das Eis entdecken durfte, haben Franzi und ich uns auf den Weg zu einem anderen Track gemacht, auf denn wir uns noch nicht gewagt hatten. Roberts Point. Um die Spannung wegzunehmen – bis auf ein paar Schrammen und dreckige Hosen geht’s uns gut, uns ist nichts schreckliches passiert und wir sind kurz vorm Ziel umgekehrt, weil wir weder dem Wetter noch dem Pfad vor uns vertraut haben. Roberts Point Track führt auf der linken Seite des Tals hoch zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Gletschers – und ist einer der härteren Tracks hier in der Umgebung, für well-equipped and experienced trampers only. Oh well.
So ging es für uns zuerst einmal hoch Richtung Gletscher, as usual, bevor wir über die Douglas Bridge und zum Track sind. Die ersten Meter hinter den Warnschildern waren etwas seltsam, aber bald kletterten wir durch und über Bachläufe – im oder nach Regen wollten wir da nicht sein! -, über Steine, Moos, Hügel … Ich habe ja eine unheimliche Vorliebe für Trampelpfade (ich kam mir wieder vor wie im Wanderurlaub :)), aber so einen Weg habe ich noch nie gesehen. Teilweise war ich wirklich froh, dass wir mit der Schule mal in einer Kletterhalle waren und ich auf den 1-Personen-Brücken schwindelfrei war.
Aber trotz aller Strapazen und Schwierigkeiten den „Weg“ zu finden, hat es sich doch unheimlich gelohnt. Auch, wenn wir den eigentlich Roberts Point nicht gefunden haben – die Blicke runter ins Tal, auf die Wasserfälle und den Regenwald waren wunderschön! Einfach nur wow.
Aber keine Angst, da laufe ich nicht nochmal hin! :P

Montag, 20. Januar 2014

Dear Peggy,

and because we are already talking about meeting people, making friendships and finding family in places you would have never expected to find them, I want to thank one of the best persons, I have met during my time here in NZ. My lovely roommate, friend, almost sister – Peggy.

I am soooo grateful I got to meet you here in FJ and spent so much time with you! I know that most people won't ever understand, but our time will be forever in my heart. Every single lesson, going stargazing, watching glowworms, painting on the wall, cooking in OUR kitchen, eating at your favourite table, working together, going to your check-out counter, having dinner at King Tiger, having a drink at Monsoon, learning Chinese, saying goodnight, hiding from the sun, walking to the Glacier or through the rainforest. Thank you for being the craziest and therefore best person I have met here. 

You have no idea how much I miss you – and I never thought I could miss someone I almost just met so much. Thank you, Peggy. I will definitely see you again one day. Germany, China, Franz Josef. I'm looking forward to it!

<3


Für die dortmunder Annika :)

Auch wenn es jetzt schon gefühlte Ewigkeiten her ist, so wollte ich meinen Besuch von letztem Monat doch nochmal erwähnen. Annika und Jonas aus Dortmund waren für eine Nacht in Franz Josef. Damit hatten Annika und ich einen ganzen Abend weniger zusammen, als im Oktober in Nelson, wo wir uns kennengelernt haben. Für anderthalb Tage. Und dennoch war es, als hätte ich eine gute alte Freundin wiedergetroffen. Ich wollte auf diesem Weg nochmal DANKE sagen, für die wenigen Stunden und doch so wundervollen Gespräche, die Pianomusik, die Pfannkuchen, das Vertrauen und Lachen. Weil es die kleinen Dinge sind, die das Leben zu dem machen, was es ist. Und die Begegnungen mit Menschen. Ich freu mich jetzt schon riesig auf unser nächstes Treffen! :)


Und hier noch ein bisschen was zum Nachdenken – Danke! <3

Das Leben sollte ein atemberaubendes Erlebnis sein. Daher: Träume. Träume viel, träume groß. Und dann geh raus und mach deine Träume wahr. Um die Welt reisen geht ganz einfach. Auch und besonders ohne viel Geld. Wenn du es wirklich willst, stehen dir alle Türen offen.
Reise langsam und mit offenem Herzen. Erfahrungen gehen über Sehenswürdigkeiten. Weniger ist mehr. Packe wenig. Plane das Nötigste. Lauf barfuß, schwing dich in Hängematten und lebe im Jetzt. Vergleichen macht Orte nicht besser. Nimm sie wie sie sind.
Weite deine Grenzen aus und entdecke dich dabei selbst. Reisen ist die Universität des Lebens. Schau deinen Ängsten in die Augen. Und dann tu was dir Angst macht trotzdem. Oder gerade eben deshalb.
Reise rücksichtsvoll, respektvoll und nachhaltig. Gehe auf Menschen zu. Lerne Einheimische kennen, nicht nur andere Reisende. Genieße das unterwegs, den Weg. Und genauso das Ankommen. Geh tauchen und unterhalte dich mit den Fischen.
Es wird immer tausend Gründe geben nicht auf deine große Reise zu gehen.
Erinnerung: Das Leben sollte ein atemberaubendes Erlebnis sein. Daher: Mache was dich glücklich macht. Mach deine eigenen Regeln. Und lebe das Leben, das du und nur du möchtest. F**k the Status Quo. Sei neugierig. Reise in neuen Fußstapfen. Riskier was.“

Zeitung - Part V

Wenn auch mit etwas Verspätung, mein Bericht aus dem November ist dann doch noch erschienen :)


Zeitung - Part IV

Hier jetzt  mal der Bericht, der es letztens noch in die Zeitung geschafft hat - ich und mein wunderschönes Weihnachtsfest mit Tannenbaum! :) 

 

Feiertage am anderen Ende der Welt

Hamilton/Oberelsungen. Lena Ziehfreund (20) aus Oberelsungen ist nach dem Abitur zehn Monate in Neuseeland im Rahmen des Work & Travel-Programms unterwegs. Regelmäßig berichtet sie über ihr Leben. Heute: Weihnachten feiern am anderen Ende der Welt.

Weihnachten im Sommer: Lena Ziehfreund aus Oberelsungen feierte die besinnlichen Festtage mit Plastikbäumen und warmen Temperaturen in Neuseeland. Foto: privat/nh
Weihnachten im Sommer: Lena Ziehfreund aus Oberelsungen feierte die besinnlichen Festtage mit Plastikbäumen und warmen Temperaturen in Neuseeland. Foto: privat/nh

Auch wenn Neuseeland am anderen Ende der Welt liegt und der Dezember hier schon in den Sommer fällt, wird hier doch genauso die Weihnachtszeit gefeiert, wie daheim im Wolfhager Land.
Für mich ehrlich gesagt eine ganz ungewöhnliche Erfahrung, Weihnachten im T-Shirt, mit dem Sonnenuntergang am späten Abend - und zum ersten Mal ohne meine Familie: Weihnachten 2013 war also etwas ganz Besonderes und Einmaliges.

Die Festtage habe ich in Franz Josef, einem kleinen Ort an der Westküste der Südinsel Neuseelands verbracht. Hier bin ich jetzt schon beinah zwei Monate, womit ich vorher nie gerechnet hätte.
Doch der Charme der Region und des Ortes sowie die vielen neuen Freundschaften, die ich hier geschlossen habe, haben meine Weiterreise immer wieder verzögert und schließlich habe ich einen echten Arbeitsplatz gefunden und mir meinen Auskommen für den Sommer gesichert.

Alle Hände voll zu tun

Neben meiner Freiwilligenarbeit im Hostel arbeite ich an der einzigen Tankstelle im Ort. Die Arbeit macht mir unglaublich Spaß und ich hätte hier in Franz Josef kaum mehr Glück haben können.
Die Weihnachtszeit ist für mich also dieses Jahr auch vollgepackt mit Arbeit - da die Hauptreisezeit begonnen hat, werde ich am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag arbeiten müssen und weil die Tankstelle auch die örtliche Postagentur beherbergt, war bei uns in den letzten Wochen ordentlich Betrieb.

Dennoch haben wir hier unser Bestes gegeben, um Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Ende November habe ich mir beispielsweise einen Adventskalender zugelegt - ganz klassisch mit Schokolade, wie man das aus Deutschland kennt - und mit Teelichtern einen improvisierten Adventskranz gebastelt. Im Hostel und an der Arbeit haben wir auch weihnachtlich dekoriert - ebenfalls so ähnlich wie daheim.

Die Tannenbäume sind hier zwar überwiegend aus Draht und Plastik, doch einige sehen ziemlich echt aus. Geschmückt sind sie mit allerhand Lichterketten, Kugeln und anderem Dekomaterial. Alles ziemlich schön, aber bei weitem nicht so überladen, wie es in Deutschland häufig der Fall ist. Die richtige Weihnachtsstimmung kam dennoch erst auf, als mich zwei Bekannte besuchten, denen ich vor einiger Zeit auf meiner Reise durch Neuseeland begegnet war.

Die beiden kamen relativ spontan nach Franz Josef - genau an dem Tag, an dem ich in der Hostelküche mit meiner Mission Weihnachtsbäckerei viele neugierige Blicke geerntet hatte. Den Abend verbrachten wir mit Reisegeschichten, Plätzchen und Weihnachtsliedern am Klavier. Wunderschön. Heiligabend hatte ich frei, sodass ich eine weitere Runde für meine Mitbewohner hier im Hostel und meine Freunde backen konnte, bevor der Gottesdienst und die Bescherung auf dem Programm standen. Meine neuseeländischen und britischen Mitbewohner waren deshalb übrigens etwas neidisch - hier ist das wirkliche Weihnachten mit Geschenken und Feiern nämlich der 25. Dezember, der Weihnachtsmorgen.
Ich hoffe auch alle daheim hatten ein unvergessliches Weihnachtsfest im schönen Nordhessen.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Busy, but good!

Hallöchen an alle da draußen!
Ich wollte mich nur mal kurz melden und Bescheid geben, dass es mir noch immer gut geht, auch wenn ich momentan kaum Zeit habe, um auf E-Mails zu antworten. Ich dachte ja, wenn ich irgendwo länger wohne, hab ich dafür mehr Zeit, aber offensichtlich ist das absolut nicht der Fall ... Sorry! Aber ich kann scheinbar auch ohne Internet überleben ;)
Ich hoffe, ich schaffe es demnächst eeeendlich mal allen zurückzuschreiben und mich mal wieder zu melden, bitte nicht vernachlässigt fühlen, ich hab euch trotzdem schrecklich lieb! <<3

Und keine Sorge, mir geht's noch immer blendend! Trotz des Regens in Franz Josef,
All the best & catch ya later!


Mittwoch, 8. Januar 2014

Let's Go to the Beach, Beach

Was macht man, wenn man einen Tag frei hat und es in Franz Josef mal wieder regnet? Richtig, man tut sich mit ein paar wundervollen Leuten zusammen und fährt an den Strand – weil es in Okarito meistens nicht regnet, selbst wenn es in Franz schüttet.
Okarito!
Mittwochnachmittag, nach einem entspannten Morgen mit Pfannkuchen zum Frühstück und einem Spaziergang am Fluss, hab ich also eine SMS bekommen von den Leuten, die im Supermarkt arbeiten, ob ich nicht mit nach Okarito kommen möchte. Als ob ich da Nein sage.
Und so hat sich unser kleines, internationales Grüppchen in leichtem Regen in Estis Van auf den Weg gemacht und Okarito im Sonnenschein erreicht. Esti (Spanien), Jass (Indien), Jonathan (Argentinien), Rob (England), Richard (Kiwi) und ich (Deutschland) haben dann am Strand relaxt, haben das Meer beobachtet, sind ins Wasser gerannt, durch Okarito spaziert, haben uns von Sandflies tormentieren lassen, haben Steine gesammelt, in den Sand geschrieben und die Schönheit Okaritos genossen. Jonathan und ich haben sogar einen Wasserfall gefunden. Traumhaft schönes Stückchen Erde, ich freu mich jedes Mal, wenn ich da unten am Meer bin.
Der Geruch des Meeres, das Salz in der Luft, der warme, schwarze Sand zwischen den Zehen, die Sonne im Gesicht – gute Zeit :)
Esti, Richard, ich, Jonathan und Jass :)
Oh, und ich komme mir hier immer wieder vor wie im Jurassic Park. Die Berge mit ihrem Regenwald und Wolken haben ja sowieso so was mystisches, aber als wir heute durch den Busch zum Wasserfall geklettert sind, vorbei an Farnen und urzeitlichen Pflanzen, durch rötliches Wasser, da war ich doch ganz froh, dass es in Neuseeland keine großen, angsteinflössenden Tiere gibt ...

Ansonsten läuft es hier auch immer noch ziemlich gut. Ich fühle mich hier in Franz Josef unglaublich wohl, habe Freunde auch außerhalb des YHA gefunden, kenne die Locals, bin fast täglich im FourSquare einkaufen, habe gestern mit meinen YHA Leuten Titanic geguckt, gehe aus, arbeite auch immer noch ziemlich gut – und wenn es nicht regnet und ich nicht arbeite, dann bin ich jetzt auch wieder draußen unterwegs und laufe durch die Gegend.
An mein neues Hostel habe ich mich nach einer Woche jetzt auch gewöhnt, alles safe soweit, auch, wenn ich mein Einzelzimmer im YHA natürlich vermisse – oder noch viel mehr, mein Zimmer back home. But oh well. C'est la vie :)
Morgen geht’s für mich zurück an die Arbeit, Freitagabend gehen wir mit allen as usual aus, Samstagabend habe ich eine Einladung zum BBQ da Jass Geburtstag hat, DVD Abende im YHA sind geplant – mein Leben könnte schlimmer aussehen. Wann ich weiterziehe, weiß ich allerdings noch nicht genau, vermutlich in einem Monat.

Best wishes from the WEST COAST <3



Samstag, 4. Januar 2014

Von Männertoiletten & Recyclingfails

AUS DEM LEBEN EINES HOSTELVOLUNTEERS

Ich dachte mir, nach über zwei Monaten und vor meiner letzten Nacht als Hostelvolunteer hier im YHA ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, Mysterien aufzuklären und zu teilen, was ich hier so alles lernen durfte. Here we go;
  • Menschen sind unfähig zu recyclen.
  • Betten in den Private Rooms sehen schön aus – sind aber kompliziert zu machen und soooo unpraktisch für die Gäste ….
  • Spiegel in Männerbädern sind dreckiger als die in den Waschräumen der weiblichen Bevölkerung. Warum auch immer.
  • Viele Menschen scheinen den Unterschied zwischen Papier und Plastik nicht zu kennen, zeigen aber wenigstens den Willen zu recyclen.
  • Gleiches gilt für die Farben von Glas. Klar, grün und braun sind scheinbar auch extrem schwer zu unterscheiden.
  • Milch kann höchst interessante Geruchsstufen durchlaufen.
  • Ich mag den Badezimmerreiniger eigentlich nur, weil er so heißt, wie unsere Bar hier in Franz – Monsoon :)
  • Es ist einfach unglaublich, wie viele Geschirrhandtücher die Gäste jeden Tag benutzen
  • Es gibt Tage, da machen alle ihren Abwasch – und es gibt Tage, da macht niemand seinen Abwasch. Menschen scheinen sich immer nach dem zu richten, was die Mehrheit macht. Mainstream, olé :D
  • Viele verstehen entweder kein Englisch und haben keinen common sense (ich komm grade leider echt nicht auf das deutsche Wort …) oder es macht ihnen einfach nur unglaublich Spaß, den Duschvorhang aus der Dusche raushängen zu lassen, sodass das ganze Bad geflutet wird. Thanks, Guys …
  • Henry, der Staubsauger, ist der Coolste!
  • Zu viele Menschen vergessen den Doorcode …
  • Etagenbetten sind anstrengend zu beziehen. Zumindest der obere Teil.
  • Wer in einem Hostel arbeitet, Betten macht und putzt, der brauch kein Workout machen oder ins Fitnessstudio gehen. Besonders nicht in der Hochsaison.

Und dennoch bin ich so unglaublich froh, dass ich hier wohnen und leben zu durfte – und ich bin ehrlich gesagt auch unglaublich froh und stolz sagen zu können, dass ich mir meinen Lebensunterhalt, bzw meine Unterkunft mal für eine Weile mit Kloputzen verdient habe. Eine Erfahrung, die wirklich unterschätzt wird und die vielen fehlt, so seltsam sich das auch anhören mag. Ich hatte eine verdammt gute Zeit! :)

Mittwoch, 1. Januar 2014

Umzüge & Regenwetter

Manchmal gefällt mir der Regen noch immer :)
Weils zum Jahreswechsel ja häufig darum geht, neue Dinge auszuprobieren und mal was zu wagen, hab ich mich entschlossen, gleich am zweiten Tag des Jahres mal umzuziehen :D Ich meine, why not? Könnte ja amazing werden.
Nach über zwei Monaten werde ich gleich irgendwann das YHA in Franz Josef verlassen und ins Montrose auf der anderen Straßenseite ziehen. Nein, keine Angst, ich ziehe nicht um, weils mir hier nicht mehr gefällt oder sonst irgendwas - ich würde liebend gerne bleiben, aber die Arbeit, too much, naja. Und hier wohnenbleiben kann ich leider nicht, also zieh ich halt rüber. Aber ich bin immer willkommen, wurde mir gesagt, also werde ich wohl häufiger mal hier rumhängen ;)
Und wenn ich umgezogen bin, wohne ich auch wenigstes für zwei, drei Tage nochmal mit Peggy zusammen, bevor meine Lieblingschinesin sich am Sonntag aus dem Staub macht. Aber Samstag zieht Franzi auch rüber, also alles safe. 
Jetzt muss es nur noch aufhören zu regnen (es schüttet seit gestern Mittag ...), dann kann ich schnell meine Sachen rüberbringen - und der Sommer kann beginnen :)
Lovely Callery Gorge <3

Happy New Year

Gebacken an Heilig Abend :)
Merry Christmas - and welcome to NZ, haha.

Callery Gorge :)
2013 ist vorbei, der Neujahrstag in Neuseeland ebenfalls – dennoch allen ein Frohes Neues Jahr, Feliz Nuevo A~no und Happy New Year! :)

New Years Eve, also Silvester, hatte ich frei und war mit Franzi am Nachmittag endlich mal wieder schön durch die Gegend wandern – Klettertour am Callery Gorge, bevor wir uns einen letzten Kaffee im alten Jahr gegönnt haben.
Nachdem wir dann mit den anderen vor'm Staffhouse in Sonne relaxt und uns für die letzte Nacht des Jahres fertig gemacht hatten, haben Franzi und ich für die gesamte Mannschaft Kartoffel-Gemüse-Auflauf und Pudding gekocht – und dann natürlich auch gegessen.
Oh, ja! Ich hab endlich mal wieder Eistee getrunken! :D
Auflauf!
Nach ein, zwei Gläschen Cider und Sekt gings dann runter in die Monsoon-Bar – wir hatten noch Glück, später wurde keiner mehr hereingelassen. Und da haben wir dann die letzten Stunden des Jahres tanzend und in bester Laune verbracht, bevor wir ziemlich früh (im Vergleich zu Deutschland) das neue Jahr begannen. :)

Im Rückblick auf das letzte Jahr kann ich eigentlich nur sagen – Oh. Mein. Gott. Danke an alle, die diese letzten 12 Monate zu dem gemacht haben, was sie waren. Danke, für alles, was ich erleben durfte. Danke, für jeden einzelnen Moment. Danke, für das beste Jahr meines Lebens – so far ;)
Meine Mädels <3