Freitag, 27. September 2013

Capital City Wellington


Perfektes Klischee-Touri-Postkarten-Foto :)
Die letzte Woche habe ich jetzt in Neuseelands Hauptstadt Wellington verbracht.
Downtown Wellington, just outside Te Papa :)
Zuerst war ich nicht allzu begeistert von der Stadt, auch wenn ich mich mal wieder auf etwas "Großstadtluft" gefreut hatte. Zusammen mit Lena bin ich im Nomads angekommen, einem wirklich zentralen Hostel. Nach den spannenden und schönen Tagen in Rotorua und Taupo waren wir dann aber doch etwas enttäuscht von der Atmosphäre in Wellington. Irgendwie kalt, alle machen ihr eigenes Ding ... irgendwie nicht so schön. Aber, wie immer, gewöhnt man sich dran und wir haben dann doch noch ein paar nette Leute kennen gelernt und unser Hostel war am Ende dann doch gar nicht sooo schrecklich wie am ersten Abend :)

Wellington an sich ist auch wieder anders - wie irgendwie alles in Neuseeland. Keine Ahnung, was ich erwartet hatte, aber Wellington war auf alle Fälle anders. Mit 200 000 Einwohnern in der Stadt selbst (ich glaub 400 000 mit der ganzen Umgebung) könnt ihr euch vielleicht vorstellen, was das für eine "Hauptstadt" ist. Mit Berlin niemals zu vergleichen. Und doch muss ich sagen, nach einer Woche war's doch ziemlich interessant!
Kunst am Civil Square
Wellington hat viele Cafés, Museen und Galerien - und von den Museen und Galerien haben wir wirklich ALLE gesehen, ungelogen. Im größten und tollsten Museum Neuseelands - Te Papa - waren wir ganze drei Mal, bis wir wirklich alles gesehen hatten. Wir glauben zumindest, alles gesehen zu haben. Verliebt in diesen Ort :)
Lena und ich - und der Silver Fern Ball, der hier mal so in der
Luft rumhängt :)
Bei Regen und Wind - Oh Mein Gott, hier ist es wirklich IMMER windig! - waren das auch die besten Optionen und da kulturelle Einrichtungen hier in Wellington kostenlos sind, why not? Wir haben sogar eine Tour durch das Parlament gemacht und sind da langelaufen, wo auch schon die Queen stand :)

Parlament (links) und Beehive (rechts - das ist sowas wie das Bundeskanzleramt ;))

Aber wir waren auch draußen unterwegs, Wellington ist ja eine schöne Stadt am Hafen! Beziehungsweise auf Halbinseln zwischen Harbour und Meer :) So waren wir beispielsweise auf dem Mt Victoria, von dem man einen herrlichen Blick über die ganze Gegend um Wellington und die komplette Stadt hat! War super schön :) Von da sind wir durch den Park / Wald runter zur Oriental Bay an den Strand - mitten in der Stadt.
Auf dem Mt Victoria - über Wellington City :)
Und natürlich waren wir auch bei einer der Hauptattraktionen der neuseeländischen Hauptstadt - Cable Car fahren! Die Bahn fährt vom Lambton Quay hoch zum botanischen Garten und wer mal ein Foto von Wellington gesehen hat - es war wahrscheinlich eins mit dem roten Bähnchen - oder vom Mt Victoria runter auf die Stadt :)

Ansonsten haben wir hier auch ein bisschen gefeiert, uns mit den Leuten aus Rotorua und Taupo getroffen, Reisepläne geschmiedet (mehr oder weniger) und unsere Kochkünste verbessert - ich hatte heute Abend Kartoffelpfanne mit Tomaten und Käse, richtig gut!

Ab morgen Mittag haben Lena und ich uns für zwei Tage ein Auto gemietet mit dem wir an der Kapiti Coast hochfahren wollen und dann durch Wairapapa (oder so ...) und runter zum Cape Palliser ans Südkap. ROADTRIP :) Und weil's zu dritt noch mehr Spaß macht und wir niemanden in Wellington zurücklassen wollen, nehmen wir Franzi auch mit. Wir freuen uns schon :)
Und Montagmittag nehmen wir alle drei dann die Fähre von Wellington nach Picton. Dann heißt es, Bye Bye North Island - South, here I come! Can't wait for it! :)
Hier hat sich Frodo irgendwo versteckt, als er das Auenland
gerade verlassen hat. Erinnert sich irgendwer? Ich bin ein
Freak, ja ich weiß :)

Bis dahin, ich werde jetzt mal ein paar Tage ohne Kommunikation und Internet genießen & mich nächste Woche wieder melden;

Lena xx

Oh! Und wir stellen Samstag/Sonntagnacht die Uhren um. Sommerzeit. Heißt, ab Sonntag sinds dann 11 Stunden Zeitverschiebung. Alles nicht so einfach :D

Oriental Bay! Hatte ein bisschen was von Mittelmeer :)

Dienstag, 24. September 2013

Für die Gartenstraße.

Weil ich das hier grade für uns beide erlebe & das mit dir noch hundertmal besser & freakiger wäre.
Missing you! 
Und ich weiß GANZ GENAU, was wir nächstes Jahr im Juni machen!

Mana aka "Hope Island"

DIE Stadt (von Mt Victoria aus) (:                     

Mein ultimativer Nachmittag im Film Archive :)
BRAY!

Great Lake Taupo

Waikato River, Taupo :)
Nach Rotorua bin ich weiter mit Lena B (also der aus Rotorua, eigentlich Salzgitter) am Dienstagmorgen nach Taupo gefahren, das war eine gute Stunde weiter im Süden. Taupo ist eine echt nette kleine Stadt (klein wie alle Städte hier ..) am größten See des Landes, dem Lake Taupo. Der ist schon ziemlich groß! Angeblich so groß wie Singapur! Und es ist, suprise, suprise, ein Vulkankrater! Also mehrere Krater, die letzte Eruption war vor 3000 Jahren oder so und das haben selbst die Römer mitbekommen!
In Taupo haben wir dann erstmal einen Spaziergang am See entlang gemacht und dann am Waikato River (ja, der der auch durch Hamilton fließt, der beginnt hier in Taupo :)) Hier hat sich Lena auch todesmutig in den Canyon gestürzt – spontaner Bungysprung! Ich wollte nicht.
Taupo vom See aus
Danach haben wir uns entspannt, in Taupo gibt’s nämlich einen heißen Fluss, der in den Waikato River fließt und wo man für umsonst wie in Spa Pools drin sitzen kann. Auch mit kleinen Wasserfällen, super schön und angenehm :)
Mittwochmorgen war ich dann Segeln auf dem Lake und zu den Maori-Carvings, Felsritzungen, 10 Meter hoch oder so! Richtig gut, weil wir strahlend blauen Himmel hatten, eine super Blick zum Nationalpark und nur vier Leute waren (alle aus meinem Hostel:)). Und ich durfte sogar meinen ultimativen Titanicmoment ausleben – mit MUSIK! Hammer :D
"Jack! I can fly, Jack!" - "Komm zurück! Komm zurück!"
Donnerstag haben wir dann das Tongariro Alpine Crossing gemacht (<3) und Freitag bei Regenwetter erstmal entspannt, bevor Lena und ich uns dann doch für eine nächste kleine Wanderung entschieden haben – zu den Huka Falls, etwa eine Stunde von Taupo. Echt schön & sehenswert! Und der Weg dahin ist auch gut :) An den Falls haben wir uns dann noch einen Honig-Bienen-Laden angeschaut, Honig probiert und uns die Hände eingecremt, bevor uns eine nette ältere Dame zurück mit nach Taupo genommen hat – ziemlich gut :)
Dann hieß es wieder packen, buchen, planen. Mehr oder weniger. Und am Samstagmorgen gings dann weiter nach Wellington, Capital City und so :) Sehr erfolgreicher Sightseeing-Urlaub <3

Maori Carvings

Blick zum Tongariro National Park (das weiße Schneefeld links ist Ruapehu, die Spitze in der Mitte Mt Doom und
das Flache rechts Mt Tongariro)

Relaxen im warmen Fluss :)

Huka Falls, von oben runterguckend :D

Montag, 23. September 2013

Tongariro Alpine Crossing

Mt Ruapehu - größter Vulkan/Berg der Nordinsel :)
Donnerstag haben Lena, Lena und ich ('Is this the three Lenas?') das Tongariro Alpine Crossing gemacht. Das wird in sämtlichen Reiseführern und Foren als die wohl beste und spektakulärste Ein-Tages-Wanderung Neuseelands beschrieben – und als eine der besten der Welt. Wir waren also gespannt.

Um halb fünf bin ich aufgestanden, hab mich angezogen und Brote geschmiert. Schinken-Salat und Erdnussbutter-Marmelade. Müsliriegel, Äpfel und Wasser hab ich auch eingepackt. Ich hab ja hier in der Lounge vom Hostel schon extrem gefroren und so halb gehofft, dass die Wanderung doch noch wegen schlechtem Wetter abgesagt wird. War aber nicht so. Glücklicherweise!
Um sechs sind wir dann abgeholt worden (Lena, ich und ein Schwede) und wurden beim Sonnenaufgang zum Tongariro National Park gefahren. Gut eine Stunde südlich von Taupo. Allein die Fahrt durch den Nationalpark war schon spektakulär! Auf ein Hochplateu mit traumhaften Blicken auf alle drei Bergspitzen (Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu). Unbeschreiblich!
The journey begins ...
Vom Carpark gings dann mit dem Gefühl, mehr oder weniger gut ausgerüstet zu sein los in die Berge. Durch ein Tal voller Lava und Steine (oh ja, ich war wandern in Mordor, aha!) zum Devil's Staircase, dem steilen Anstieg zum South Crater, der seinen Namen schon nicht ganz unverdient trägt. Diesen schweren und anstrengenden Anstieg schafften wir aber ziemlich gut und fanden uns im South Crater, dem Südkrater von Mt Tongariro, wieder. Hier gings durch den Vulkankrater, über Schnee und mit unglaublichen Ausblicken auf Mt Tongariro zur linken und Mt Ngauruhoe erstmal flach weiter.

Schicksalsberg! :)
Mt Tongariro
Und weil Ngauruhoe so ein unglaublich seltsamer Name ist – mach einem von euch wird dieser Berg eventuell, hoffentlich bekannt vorkommen. Ngauruhoe ist nämlich durch eine kleine Filmreihe bekannt geworden, die in Neuseeland gedreht wurde. Herr der Ringe? Vielleicht schonmal von gehört? Naja, Ngauruhoe ist jedenfalls Mt Doom, der Schicksalsberg im Herzen Mordors, in den Frodo den Einen Ring werfen soll. Perfekter Vulkan, ohne Witz. Wir waren einfach nur erstaunt von der Perfektion der Natur.
Dann kam der härteste Anstieg, weil wir über Schnee und lose Steine hoch zum Red Crater klettern mussten. Hört sich schlimm an, war bei starkem Wind aber noch schlimmer, trust me. Auf dem Stück hatte ich echt Angst. Aber auch da sind wir bis nach oben gekommen und es war alle Mühe wert!
Vom Red Crater hatten wir einen noch besseren Ausblick auf Mt Doom und alle Landschaften rundherum! Und natürlich auf den Red Crater! Und den Central Crater! Und die Emerald Lakes! Traumhaft :)

Nach einer kurzen Pause (viel zu windig und kalt, obwohl der Boden dank der Vulkane relativ warm war!) machten wir uns an den Abstieg zu den Emerald Lakes, was auch wieder ziemlich abenteuerlich war dank der vielen lose Steine … Danach ging unsere Wanderung weiter durch den mit Schnee gefüllten Hauptkrater und hoch zum Blue Lake, der aber leider zugefroren war. Von dort hatte man aber unbeschreibliche Blicke zurück zu den Emerald Lakes, dem Red Crater und die Bergspitzen dahinter :)
An der geschützten Seite des Berges machten wir dann Mittagspause, mal in der Sonne, mal im Nebel – das Wetter hier ändert sich wirklich alle zwei Minuten, unglaublich.
Es folgte der Abstieg in den aufziehenden Wolken mit nicht viel Ausblick, aber die Landschaften am Wegesrand und ab und zu auch mal in der Ferne machen klar, warum das einer der besten Wanderwege der Welt ist. Ich meine, Seen im Tal, Vulkane im Rücken und dampfende Erde an der Seite. Sowas hat man nicht oft!
Nach einer weiteren kleinen Pause an einer der Hütten im Park (super Ausblick!) machten wir uns an den langen Zick-Zack-Abstieg runter zum Parkplatz. Zwei Stunden oder so. Meine Knie hab ich am Freitag gespürt … Je weiter wir hinunterkamen, desto größer wurden die Pflanzen um uns herum, von alpin zu „normalem“ Bush. Vorbei an Wasserfällen und Bächen.
Um ehrlich zu sein, am Ende sind wir ganz entspannt gegangen und haben uns alles angeschaut – und waren die letzten am Bus. Aber wir haben alles in allem „nur“ 7 Stunden und 15 Minuten gebraucht. Und waren gut anderthalb Stunden vor der letzten Busabfahrt da, also alles safe :)

Das Tongariro Alpine Crossing kann ich echt nur jedem empfehlen, der die Chance hat es zu machen! Und für mich stehen hier definitiv noch mehr Wandertouren auf dem Programm :)

Wandern in Mordor!





Oh ja, wir mochten den Berg und die Ausblicke! :)

Lena, Lena und ich :)


Wir haben den Einen Ring übrigens im Tal vergessen. Doofe Story. Naja :D

Red Crater :)

Mein Wanderoutfit war übrigens warm und bequem, also ideal! Und Kiwistyle!

Emeral Lakes

Central Crater mit dem Red Crater und Mt Doom dahinter (und Ruapehu links daaahinter :D)

Wir wissen jetzt übrigens, wo Jack Wolfskin und co ihre Werbung machen!


Nein, das rechts sind keine Wolken. Da ist letztes Jahr was ausgebrochen. Vulkan und so.

Und hier auch!




Wasserfall am Ende des Crossings - angekommen im Wald :)

Yes, we did it! Tongariro Alpine Crossing - CHECK!



Samstag, 21. September 2013

The Journey goes on ...

Ich wollte euch alle nur mal schnell wissen lassen, dass ich jetzt im Süden der Nordinsel angekommen bin - Wellington, Capital City und so. Meine Tage in Rotorua und vor allem in Taupo waren traumhaft schön und ich hatte eine Menge Spaß mit einem Haufen Leute, die man überall wiedertrifft - Neuseeland ist so ein verdammt kleines Land!
Auf alle Fälle bleib ich jetzt erstmal eine Woche hier in Wellington, mal sehen, ob sich jobtechnisch was ergibt und wie mir die Stadt gefällt. Mal gucken. Das Wetter sieht ganz gut aus, ich geh jetzt erstmal mit Lena die Stadt erkunden und vielleicht ins Museum :)
Später mehr und Cheerio!
xx

Great Lake Taupo

Montag, 16. September 2013

Sulphur City - Rotorua

Wie war das mit dem Tanz auf dem Vulkan?
Rotorua ist anders. Meine ersten zwanzig Minuten Stadtspaziergang waren intensiv. Aber es wird besser. Rotorua ist sowas wie die Thermal-Volcanic-Spa-Adventure-Hauptstadt der Nordinsel. Und das riecht man. Üüüüberall. Ich habs mir echt nicht so extrem vorgestellt, aber man gewöhnt sich dran.
Vom Bus bin ich also erstmal in mein Hostel, 8er Dorm, ziemlich eng, aber geht. Sind ja nur zwei Nächte, dann geht’s weiter. Dann hab ich meinen Spaziergang gemacht. Quasi einmal komplett um die Stadt drumrum. Alle City Highlights. Und Rotorua ist wirklich anders. Da es eben geothermisch hochaktiv ist, kommt es öfters mal vor, dass man in einem Garten einfach mal ein dampfendes Erdloch sieht. Oder blubbernde Mudpools, also Schlammlöcher. Und überall steigt weißer Dampf auf. Überall. Anders eben. Und manchmal klingen die Quellen und Tümpel auch etwas seltsam, weil es überall kocht. Ziemlich interessant :)
Nach meiner Explorer-Tour und dem Abendessen mit Lena und Franzi, bin ich die andere Lena (ernsthaft, wir müssen uns wegen den Namen hier was überlegen!) besuchen gegangen, weil sie momentan auch in Rotorua ist :) War ziemlich gut!

Heute Morgen hab ich mich dann auf den Weg zum Whakarewarewa Thermal Village gemacht, das ist ne gute halbe Stunde zu Fuß gewesen. Da hab ich dann eine Tour durch das Maori Village gemacht (die leben da wirklich und nutzen die ganzen Quellen und Dämpfe zum Kochen und Waschen und Baden und so, richtig gut! Und der Boden ist wie Fußbodenheizung! :D) Auf alle Fälle haben wir eine Menge erzählt bekommen über die Maori und den lokalen Tribe und so. Dann gabs eine „Cultural Performance“, als Gesänge und Tänze (& Haka!) der Dorfbewohner.
Nach der Show hab ich mich dann auf die Wanderwege hinter dem Dorf begeben und mir noch mehr bunte Seen, Mudpools und dampfende Erdlöcher angeschaut. Wirklich faszinierend! (Wirklich!) Das Dorf hab ich mir auch nochmal genauer und in Ruhe angeschaut, mit den Leuten im Shop geplaudert und mir den großen Geysir (Pohutu) angeguckt. Beeindruckend :)
Meine weitere Wanderung hat mich dann von Whakarewarewa zurück Richtung Rotorua geführt, aber diesmal hab ich den Wanderweg genommen, der an einem kleinen Fluß entlang geführt hat (Mama, nicht lachen, am Anfang kam ich mir so'n bisschen vor wie auf einem Wanderweg zwischen Oberstdorf und Fischen …) und später vorbei an noch mehr Erdlöchern und zum Sulphur Point führte. Hat nett gerochen da. Nicht. Ist eben Rotorua und schön war's trotzdem!
Nach dem 6-Stunden-Marsch hab ich mich dann im Hostel kurz ausgeruht, mit Franzi nochmal 'ne Stadttour gemacht und Nudeln gekocht.
Morgen geht’s dann weiter nach Taupo. Machen irgendwie alle. Franzi, Lena, Brian, die ander Lena, ich … wir fahren morgen irgendwie alle, mehr oder weniger unabhängig voneinander, nach Taupo. Wird ziemlich gut, hoffe ich mal :)
Landschaften und Gerüche, die wie aus einer anderen, lebensfeindlichen Welt erscheinen ... Nein, ist schön hier ;)