Sonntag, 23. März 2014

Welcome to DunEDINburgh

Freitagmorgen nahm Peter mich dann freundlicherweise mit nach DUNEDIN. Ich hätte letztendlich noch länger bleiben können, die beiden waren wirklich glücklich mit meiner Hilfe beim Schafesortieren und vor allem beim Unkraut jähten (und ich hätte den Gemüsegarten gerne noch weiter auf Vordermann gebracht), aber ich hatte fürs Wochenende schon Pläne. Da Clara nämlich momentan auch in Dunedin ist und die Highlanders am Freitagabend ein Heimspiel hatten, hatten wir uns überlegt, dass es zu so einem Auslandsjahr in Neuseeland eigentlich dazugehören sollte, dass man sich mal ein Rugbyspiel im Stadion anschaut. Geplant – getan. Goooo Otago! Wir haben gegen die Hurricanes aus Wellington gewonnen. 35 – 31. Ja, okay, war jetzt nicht so spannend und es hat gedauert, bis man so ein bisschen Stimmung und Stadiongefühl hatte, aber gut war es dennoch! :)
Samstagmorgen machten wir dann eine Tour über den Bauernmarkt am Bahnhof, gingen anschließend für Clara shoppen und schlenderten über den Universitätscampus und durch den botanischen Garten. Dunedin ist nämlich Neuseelands Studentenstadt Nummer 1. Und das schottische Zentrum Neuseelands. DunEDINburgh. Und die Gebäude hier sehen teilweise wirklich alt aus, ziemlich gutes Gefühl in der Stadt!
Ich bin also schon so gut wie überall durch die Innenstadt gelaufen, war in Museen, Galerien, Parks, hab mich steile Berge hochgekämpft, die Aussichten genossen. Joa.
Heute, am Sonntag, 23. März, hab ich mich dannmit Kirsty getroffen, meiner Ex-Arbeitskollegin in Franz Josef und jetzt Studentin in Dunedin. Wir wollten eigentlich um zehn mit dem Bus nach Portobello auf der Otago Peninsula fahren, da ja aber Sonntag ist, hatten wir die Wahl zwischen 8.50 Uhr und 11.45 Uhr. Da wir den 8.50am Bus natürlich verpasst haben (wir haben uns ja erst kurz vor zehn getroffen), sind wir kurzerhand zur Mall gelaufen und haben erstmal einen Kaffee getrunken und angefangen zu quatschen. Das war um zehn. Um viertel vor zwölf waren wir auf dem Weg nach Portobello und immer noch am plaudern. Wir haben das ziemlich gut durchgehalten bis zu unserer Rückfahrt um drei. Studium, Franz Josef, Neuseeland, Reisen, verschollene Flugzeuge, Physik, Kreuzfahrten, Kriege, Mörder, Gehirne, Psychologie - worüber man bei so einem normalen Sonntagsspaziergang eben plaudert.
Die Peninsula, oder viel mehr das, was wir von ihr gesehen haben, war wirklich schön! Wir haben von Portobello aus erstmal einen Spaziergang auf einen weiteren Arm der Halbinsel gemacht und uns das große Kreuzfahrtschiff im Hafen von Port Chalmers auf der anderen Seite des Otago Harbours angeschaut (daneben übrigens ein HAMBURG SÜD Frachter), bevor wir zurück nach Portobello sind. Da der Bus erst anderthalb Stunden später zurück nach Dunedin fuhr, sind wir dann noch auf einen Hügel auf der anderen Seite des Ortes geklettert. Nette Aussicht auf den Otago Harbour, Portobello, Port Chalmers und die Peninsula auf der einen Seite und auf die Hügel und eine Bucht (Hoopers Inlet) auf der anderen. Außer einem Vogel, der irgendwie selten aussah, haben wir aber leider keine wilden Tieren gesehen, für die die Halbinsel so bekannt ist. Albatrosse, Pinguine, Robben, Seelöwen. Naja.
Ja. Und damit wären wir in der Gegenwart angekommen, in der ich mit meinem Netbook auf meinem Bett im Hostel sitze und die letzten Wochen und Tage Revue passieren lasse. Definitiv eine gute Zeit!
Oh! Und während meinen ersten zwei Nächten hier hab ich übrigens in Hogwartz gewohnt. Zwei Nächte Schlafsaal, auch wenn der verschollene Brief von Dumbledore immer noch nicht angekommen ist ... Ziemlich gutes Hostel :) 

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