Nachdem ich
am 9. April mehr oder weniger entspannt aus Gerladine abreiste, wurde
ich bereits am Bus mit einem freundlichen „G'day, Lena“
empfangen. Nein, ich kannte niemanden. Aber da ich die einzige war,
die zustieg, war es für den Busfahrer nicht allzu schwer zu
erkennen, wer die da mit dem großen Rucksack war. Neuseeland eben.
Durch die
Felder Canterburys gings für mich dann nach Christchurch. Die Stadt,
von der ich schon so einiges gehört hatte und nicht wirklich wusste,
was ich zu erwarten hatte. Glücklicherweise stoppte der Bus direkt
am Museum – gegenüber von meinem Hostel, sodass ich rausspringen
und einchecken konnte. Perfekt!
Da ich für
meinen ersten Aufenthalt in Christchurch nur eine Nacht eingeplant
hatte (ich war ja nur zum Umsteigen da), machte ich mich nach meiner
Ankunft noch auf zu einer kleinen Stadttour ins Zentrum. Naja. Zu
Christchurch später mehr – ich war ja noch ein paar Mal öfters
dort.
Am nächsten
Morgen gings für mich dann mit dem Shuttlebus und all meinem Gepäck
plus Essen aus der Stadt raus und zurück in die Berge – Arthurs
Pass. Wir folgten den Schildern in diese Richtung (Richtung West
Coast <3) und erreichten nach zwei, drei Stunden das kleine
Örtchen, das aus einer Straße (der Hauptstraße) und ein paar
Häusern besteht. Und einem Bahnhof, weil hier der TranzAlpine-Zug
durchfährt, eine wunderschöne Bahnfahrt durch die neuseeländischen
Alpen.
Hier
verbrachte ich vier Nächte im Hostel und hatte eigentlich vor, so
einige letzte Berge in der Umgebung zu erklimmen. Nungut. Das Wetter
war mir nicht allzu wohlgesonnen, es hat so ziemlich durchgenieselt
die ganze Zeit. Hab ich aber akzeptiert, ich hatte die meiste Zeit ja
verdammtes Glück mit dem Wetter. Und sämtliche Walks im Tal
absolvierte ich so einfach mehrfach in unterschiedlicher
internationaler Begleitung. Die Hälfte hoch zur Avalanch Peak, dem
bekanntesten Berg hier, meisterte ich mit Renée aus Kanada bevor das
Wetter dann doch zu schlecht wurde.
Dennoch
hatten wir im Hostel eine ziemlich gute Zeit. Ich kam mal wieder zum
Schreiben, zum Lesen, zum Filme schauen, zum Monopoly spielen, zum
Tee trinken und Plaudern. Was man eben so macht, wenn es herbstlich
wird.
Nach vier
doch ziemlich schönen und lustigen Tagen ging es dann schließlich
wieder zurück nach Christchurch – erneut mit dem Shuttle und
erneut für eine ganze Nacht.
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