Samstag, 25. Januar 2014

Von Beeke, Lina, Alex, Robert und Franz


Und um den Kreis der Begegnungen so far jetzt mal noch zu schließen, Danke an Franzi und Lena, die im November schon hier waren & an Beeke und Lina, die mir während der letzten Woche die Augen für neue Orte und Erfahrungen hier in meinem „zuhause“ geöffnet haben.
Was wir gemacht haben?
Letzte Woche Montag ist Beeke hier in Franz Josef angekommen und weil wir ja so gerne wandern, haben wir uns nach meinem Feierabend zu Fuß hoch auf den Weg zum Gletscher gemacht und uns erstmal auf den neuesten Stand der Dinge gebracht – unglaublich, dass wir uns vor wirklich schon vier Monaten getroffen und zuletzt gesehen haben. Damals, im September, in Hamilton. Also ja, es gab doch eine Menge zu erzählen – und oben am Gletscher wie immer auch zu sehen. Jedes Mal wieder atemberaubend.
Nach einer Kochsession und etwas Sekt gings für uns beide dann eine Runde feiern, tanzen und das Nachtleben in Franz Josef genießen – wer jetzt lacht und sich denkt, Hä, in dem kleinen Kaff?! Nix da Kaff. Hier ist laut mehreren meiner Quellen wesentlich mehr los als in Christchurch. Wir hatten also einen guten Abend, bevor wir noch eine Runde zum Fluss gelaufen sind und Sterne geguckt haben. „Leider“ war fast Vollmond.

Am nächsten Morgen haben wir dann einen Rundgang durch Franz gemacht, den Callery Gorge Walk bewältigt und waren Nachmittags mit Franzi auf dem Alex Knob Track unterwegs, der hoch in die Berge führt. Da wir so spät gestartet sind, haben wir's aber nur bis zum ersten Aussichtspunkt, dem Rata Lookout geschafft, was aber dennoch schon ziemlich spitze war. Auch nach beinah 3 Monaten (3 Monate!!) noch immer verliebt in unseren Gletscher.
Nachdem wir den Berg dann teilweise wieder runter geklettert, gesprungen und gerannt waren (wer sich an die Videogameszene aus The Beach erinnert – das waren wir! :D), haben wir noch ein bisschen am ruhigen Lake Wombat relaxt, bevor wir zurück nach Franz gelaufen sind.

Während Beeke am Mittwoch, meinem freien Tag Nummer 2 dann auf dem Gletscher das Eis entdecken durfte, haben Franzi und ich uns auf den Weg zu einem anderen Track gemacht, auf denn wir uns noch nicht gewagt hatten. Roberts Point. Um die Spannung wegzunehmen – bis auf ein paar Schrammen und dreckige Hosen geht’s uns gut, uns ist nichts schreckliches passiert und wir sind kurz vorm Ziel umgekehrt, weil wir weder dem Wetter noch dem Pfad vor uns vertraut haben. Roberts Point Track führt auf der linken Seite des Tals hoch zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Gletschers – und ist einer der härteren Tracks hier in der Umgebung, für well-equipped and experienced trampers only. Oh well.
So ging es für uns zuerst einmal hoch Richtung Gletscher, as usual, bevor wir über die Douglas Bridge und zum Track sind. Die ersten Meter hinter den Warnschildern waren etwas seltsam, aber bald kletterten wir durch und über Bachläufe – im oder nach Regen wollten wir da nicht sein! -, über Steine, Moos, Hügel … Ich habe ja eine unheimliche Vorliebe für Trampelpfade (ich kam mir wieder vor wie im Wanderurlaub :)), aber so einen Weg habe ich noch nie gesehen. Teilweise war ich wirklich froh, dass wir mit der Schule mal in einer Kletterhalle waren und ich auf den 1-Personen-Brücken schwindelfrei war.
Aber trotz aller Strapazen und Schwierigkeiten den „Weg“ zu finden, hat es sich doch unheimlich gelohnt. Auch, wenn wir den eigentlich Roberts Point nicht gefunden haben – die Blicke runter ins Tal, auf die Wasserfälle und den Regenwald waren wunderschön! Einfach nur wow.
Aber keine Angst, da laufe ich nicht nochmal hin! :P

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