Was macht man, wenn man einen Tag frei hat und
es in Franz Josef mal wieder regnet? Richtig, man tut sich mit ein paar
wundervollen Leuten zusammen und fährt an den Strand – weil es in
Okarito meistens nicht regnet, selbst wenn es in Franz schüttet.
Oh,
und ich komme mir hier immer wieder vor wie im Jurassic Park. Die Berge
mit ihrem Regenwald und Wolken haben ja sowieso so was mystisches, aber
als wir heute durch den Busch zum Wasserfall geklettert sind, vorbei an
Farnen und urzeitlichen Pflanzen, durch rötliches Wasser, da war ich
doch ganz froh, dass es in Neuseeland keine großen, angsteinflössenden
Tiere gibt ...
Ansonsten
läuft es hier auch immer noch ziemlich gut. Ich fühle mich hier in
Franz Josef unglaublich wohl, habe Freunde auch außerhalb des YHA
gefunden, kenne die Locals, bin fast täglich im FourSquare einkaufen,
habe gestern mit meinen YHA Leuten Titanic geguckt, gehe aus, arbeite
auch immer noch ziemlich gut – und wenn es nicht regnet und ich nicht
arbeite, dann bin ich jetzt auch wieder draußen unterwegs und laufe
durch die Gegend.
| Okarito! |
Mittwochnachmittag,
nach einem entspannten Morgen mit Pfannkuchen zum Frühstück und einem
Spaziergang am Fluss, hab ich also eine SMS bekommen von den Leuten, die
im Supermarkt arbeiten, ob ich nicht mit nach Okarito kommen möchte.
Als ob ich da Nein sage.
Und so hat
sich unser kleines, internationales Grüppchen in leichtem Regen in Estis
Van auf den Weg gemacht und Okarito im Sonnenschein erreicht. Esti
(Spanien), Jass (Indien), Jonathan (Argentinien), Rob (England), Richard
(Kiwi) und ich (Deutschland) haben dann am Strand relaxt, haben das
Meer beobachtet, sind ins Wasser gerannt, durch Okarito spaziert, haben
uns von Sandflies tormentieren lassen, haben Steine gesammelt, in den
Sand geschrieben und die Schönheit Okaritos genossen. Jonathan und ich
haben sogar einen Wasserfall gefunden. Traumhaft schönes Stückchen Erde,
ich freu mich jedes Mal, wenn ich da unten am Meer bin.
Der Geruch des Meeres, das Salz in der Luft, der warme, schwarze Sand zwischen den Zehen, die Sonne im Gesicht – gute Zeit :)
| Esti, Richard, ich, Jonathan und Jass :) |
An mein neues Hostel
habe ich mich nach einer Woche jetzt auch gewöhnt, alles safe soweit,
auch, wenn ich mein Einzelzimmer im YHA natürlich vermisse – oder noch
viel mehr, mein Zimmer back home. But oh well. C'est la vie :)
Morgen
geht’s für mich zurück an die Arbeit, Freitagabend gehen wir mit allen
as usual aus, Samstagabend habe ich eine Einladung zum BBQ da Jass
Geburtstag hat, DVD Abende im YHA sind geplant – mein Leben könnte
schlimmer aussehen. Wann ich weiterziehe, weiß ich allerdings noch nicht
genau, vermutlich in einem Monat.
Best wishes from the WEST COAST <3
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