Sonntag, 27. Oktober 2013

Punakaiki, Paparoa - ehrlich jetzt!

The mighty Buller River
Am Donnerstag ging es von Nelson für mich dann weiter Richtung Süden. Über Murchison, durch den Buller Gorge und Westport fuhr ich mit dem Bus nach Punakaiki an der Westküste.
Das Wetter war unglaublich schlecht. Okay, hätte schlimmer sein können, aber es hat geregnet, nicht das beste Reisewetter. Trotzdem war die Reise ganz nett. Der Morgen hat schon gut angefangen, als mir - mal wieder und nicht zum letzten Mal an dem Tag - klar wurde, wie klein Neuseeland doch ist. Ich kam an den Bus - und kannte den Busfahrer. Glenn hatte mich drei Wochen vorher schon von Picton bis nach Nelson gefahren. Oh well. :D Die Busfahrt war dann ganz interessant und persönlich, weil wir wirklich wenig Leute waren und Glenn, ein Kiwi, ein Ehepaar aus den Staaten und ich uns ziemlich gut unterhalten haben.
Die Fahrt durch den Buller Gorge, das Tal, durch das der schnellste Fluss des Landes fließt war ziemlich spannend und definitiv sehenswert!
Pancake Rocks!
In Punakaiki wurde ich von Glenn netterweise direkt an meinem Hostel abgesetzt. Wobei man Punakaiki jetzt auch nicht überbewerten darf. Hier gibt es nichts. Weder einen Geldautomaten noch eine Laden. Ein paar Hostels und Motels, einen Pub, ein Café, ja, aber sonst ist hier wirklich nada. Ich war dann doch ganz froh, dass ich nur eine Nacht da war ..

Das Hostel war allerdings nett. Nicht ganz so der Standard wie in Nelson (das Accents on the Park hatte eher was von Hotel, ernsthaft!), aber mit Meerblick auf der einen und den Klippen auf der anderen Seite. Mega! Ich war und bin noch immer total in die Klippen und den Regenwald da verliebt! 
Im Hostel hab ich mir dann jedenfalls was zu Essen gemacht und fünf Minuten später kommt ein bekanntes Gesicht die Treppe hoch. Gill. Kanadierin. War im Abel Tasman mit mir an der Torrent Bay Mittagessen. Ich liebe mein Leben :D 
Um das ganze noch netter zu machen - auch wenn es unglaubwürdig wird, es ist die Wahrheit - zehn weitere Minuten später betreten die beiden Engländerinnen die Living Room Area, die mit mir die erste Nacht in der Anchorage Hut im Abel Tasman verbracht haben. Kleines Land eben. Langsam hab ich echt alle aus dem Abel Tasman wiedergesehen ...
Nach meinem Lunch bin ich dann mit Gill und einem Holländern namens Martin im Regen und bei richtig hohen Wellen zu den weltberühmten Pancake Rocks und Blowholes gelaufen - den Gründen, warum wir alle in Punakaiki gestoppt haben.

BLOWHOLE!
Erst waren wir bei dem Wetter skeptisch, als wir erstmal da waren, wussten wir aber, dass das Wetter eigentlich perfekt war. Bei Sonne wär es viel zu langweilig gewesen und bei dem leicht stürmischen Wetter waren die Effekte der Blowholes auch wesentlich eindrucksvoller. Die Wellen schlagen da gegen die Felswände und das Wasser wird durch natürliche Ausspühlungen oben wieder rausgeschlossen. Klingt unheimlich gruselig, wenn man die donnernden Wellen im Fels hört ...
Die Pancake Rocks waren auch ziemlich eindrucksvoll und viel größer, als ich gedacht hatte. Unglaublich, was die Natur so alles zustande bringt! Laut den DOC Schildern sind die Felsen übrigens eins der letzten Rätsel. Oder so. Ich wüsste zu gerne, wie diese perfekt geschichteten Steine zustande gekommen sind ...
Auf unserem Weg zurück zum Hostel haben wir dann noch eine kleine Höhle gefunden und erkundet - war ganz schön, nicht noch nasser zu werden :D
Und dann haben wir uns gedacht, weil wir eh schon so nass sind, können wir auch noch in die andere Richtung laufen. Und, Himmel! Fünf Minuten in die andere Richtung und wir waren in diesem wunderschönen Tal mit Regenwald und Fluss und steilen Felswänden! Verliebt :) Ich hab sowas noch nie gesehen und konnte vollkommen nachvollziehen, warum man so eine Landschaft als Nationalpark (Paparoa National Park) schützt. Traum!
Nach einer heißen Dusche haben wir den restlichen Tag dann im Hosel verbracht, gepuzzelt, Zeitschriften gelesen und sowas. Fernseher gabs nicht, also konnten wir leider nicht Herr der Ringe gucken, so wie Martin sich das erhofft hatte. Schade. Naja :D
Den Freitagmorgen, den 25. Oktober 2013, begann ich dann mit Schokokuchen und Nutella! Bestes Leben :) Gill hat für mich gesungen und die anderen haben mir gratuliert. 
Weil mein Bus erst Mittags ging, hab ich mir dann noch eine Regenwanderung angetan. Den Truman Track zu einer Küstenspitze. Wunderschöne, raue Küstenlandschaft <3
Und dann gings mit dem Bus auch schon weiter die Küste runter, über Greymouth und Hokitika nach Franz Josef.
Im Bus hab ich übrigens, welch ein Wunder, alte Bekannte wiedergetroffen. Von Punakaiki bis Greymouth einen Franzosen aus Taupo (der Lenas WWOOFing Buch gekauft hatte ...) und von Greymouth bis Franz Josef Takato, ein Japaner, der in meinem Hostel in Nelson war. Sooo ein kleines Land!
Truman Track :)

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