Ein Teil von euch hat's bestimmt schon in der Zeitung gesehen, alle anderen können sich das ganze auch online anschauen. Da ich ja vor zwei Jahren mein Praktikum bei der HNA in Wolfhagen gedacht hab und sowieso gerne schreibe, wollte ich auch ein bisschen was für die Leser zuhause tun und hab mal nachgefragt - und wurde prompt interviewt und vorgestellt. Here you go, more is yet to come :)
Ans andere Ende der Welt
Oberelsungerin reist zehn Monate durch Neuseeland
Oberelsungen.
Es ist der Drang nach Freiheit und Selbstständigkeit. Allein, raus aus
der gewohnten Umgebung, komplett auf sich selbst gestellt sein. Wenn es
nach ihren Eltern gegangen wäre, hätte sich Lena Ziehfreund für ihren
Work & Travel-Aufenthalt einen anderen Ort ausgesucht.
Doch
die 19-jährige Oberelsungerin hat es raus in die weite Welt gezogen.
Bepackt mit nur einem Rucksack und Handgepäck, hat sie sich für zehn
Monate gen Neuseeland aufgemacht, um als TravelWorker ihr Traumland
hautnah zu erleben.
Eine
spannende Zeit wartet auf sie, denn beim Reisen und Jobben in Neuseeland
ist alles möglich: Klettern auf einem tiefblauen Gletscher, an weiten
Fjorden den Gedanken freien Raum lassen, niemals wissend, was der
nächste Tag bringt. „Es ist die freieste und flexibelste Möglichkeit,
eine fremde Umgebung zu erkunden“, sagt Ziehfreund. „Ich kann immer
selber entscheiden, wohin die Reise geht und was ich machen will.“
Es
ist aber auch eine Reise ins Ungewisse: Werde ich Arbeit finden? Wie
werden mir die Neusseeländer begegnen? Die 19-Jährige weiß die Antworten
nicht, macht sich aber auch keine Sorgen, zu groß ist das Verlangen
nach Unabhängigkeit fernab der Heimat. Viele Jahre schon habe sie sich
mit dem Gedanken getragen, nach ihrem Abitur am Warburger
Hüffertgymnasium Deutschland den Rücken zu kehren. „Ich habe mich schon
immer für Sprachen und Reisen begeistert“, sagt sie. „Endlos grüne
Wiesen, die Nähe zu den Ozeanen, traumhafte Strände, Regenwälder,
Gebirge - Neuseeland bietet alles, was man sich nur vorstellen kann.“
Im Notfall nicht allein
Doch
bis es soweit ist, gilt es die Voraussetzungen zu schaffen: Sich in der
neuen Umgebung orientieren, Konto eröffnen, Steuernummer beantragen.
Dabei hilft ihr die Organisation AIFS. „Da ich am anderen Ende der Welt
im Notfall nicht komplett auf mich allein gestellt sein will, war für
meine Eltern und mich von Anfang an klar, dass ich nur mit einer
Organisation ins Ausland gehen würde.“ Das gibt den Eltern die nötige
Gewissheit, dass die Tochter immer einen Ansprechpartner hat. Und für
den Fall, dass doch einmal alle Stricke reißen sollten, haben sie in den
prallgefüllten Rucksack auch eine Kreditkarte gesteckt. Für den
Notfall.
Und so macht sich Lena
Ziehfreund auf in ihr neues Leben. Welche Hürden sie zu meistern hat,
welche Abenteuer sie erleben wird, all das will sie für die HNA in
regelmäßigen Abständen aus Neuseeland berichten. „Ich freue mich
tierisch auf meine Zeit in Neuseeland“, sagt sie. „Ich werde
selbstständiger zurückkehren, da bin ich mir ganz sicher.“
Von Sascha Hoffmann

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