| Unsere Terrasse in Hamilton City :) |
Kia Ora, mates :)
Ich bin jetzt schon seit vier ganzen
Wochen hier in Neuseeland und fühl mich immer noch ziemlich wohl.
Eigentlich noch viel wohler als am Anfang. Die Verständigung
funktioniert besser, wir haben schon eine ganze Menge gesehen, Kiwis
kennen gelernt und uns an neuseeländisches Essen gewöhnt – wobei
wir uns noch immer fragen, was die Kiwis eigentlich auf ihre
Sandwiches essen, aber das finden wir auch noch raus!
Auf alle Fälle gefällt es mir hier
sehr gut und ich genieße die Zeit, auch wenn ich euch natürlich
alle vermisse <3
In den letzten Tagen waren wir erst
noch in Hamilton bei Gillian und ihrer Family. Martin – hab ich
schon erwähnt, wie verpeilt der Kerl ist? :D – war as usual im
Wahlkampfstress, Lily hat gelesen oder was auch immer getrieben und
Gillian war mit Ray Tee trinken. Ganz normales Leben. Unglaublich
entspannt alle.
| Seaside - Check! |
Sonntagnachmittag, nachdem es den
ganzen Tag geregnet hatte, haben Gillian und Ray uns an einen See bei
Cambridge, gut 20 Minuten von Hamilton entfernt, gefahren. Hier haben
wir dann eine Kajaktour gemacht. Und zwar eine ganz besondere. Am
späten Nachmittag sind wir in unsere Kajaks gestiegen und erstmal
über den See gepaddelt, bevor wir uns mit unseren Guides Richard und
Mark (jedes zweite seiner Worte war „sweet“, ich schwöre!) einen
kleinen Fluss hochgearbeitet haben. Nach gut zwanzig Minuten Paddeln
durch den umliegenden Busch und zwischen hohen Felswänden hindurch,
machten wir auf einer Lichtung Pause am Lagerfeuer, aßen
Marshmallows, Käse und tranken Hot Chocolate. :)
Dann wurde es dunkel und wir stiegen
zurück in unsere Kajaks, bildeten aber Gruppen von vier Kajaks, mit
denen wir uns dann den Fluss wieder hinuntertrieben ließen. Jetzt
war es um uns herum komplett dunkel, ich konnte wirklich nicht
erkennen, wo wir hinfuhren. Etwas beängstigend, aber Mark passte auf
und nach der ersten Kurve kamen wir aus dem Staunen nicht mehr
heraus.
| Ngarunui Beach <3 |
Zwischen den Bäumen und an den
Felswänden sahen wir überall kleine leuchtende Punkte. Wie Sterne!
Oder LED-Lichter. Unglaublich schön und bezaubernd und besonders!
Diese kleinen Lichtpunkte überall um uns herum waren Glowworms.
Nein, keine Glühwürmchen. Irgendwelche Larven, Fliegen oder so.
Aber eben leuchtende :)
Das war eine wunderschöne und
unvergessliche Kajaktour!
Montag haben wir dann in den Pausen
zwischen den Regenschauern nochmal hart in Gills Garten gearbeitet.
Einen kompletten Erdhaufen auseinander genommen, Holz
zusammengesammelt, Unkraut gejähtet, einen Zaun gebaut, Hühner
eingefangen. Das übliche.
Dann stand mal wieder Packen auf dem
Plan, ebenso wie kreative Gästebucheinträge und Rezeptaustausch.
Und gemeinsames Kochen. Wir haben Apfelkuchen gegessen.
Unbeschreiblich guten Apfelkuchen. Dafür liebe ich Lily noch 100 Mal
mehr als sowieso schon! :)
| Normaler Heimweg vom Strand (: |
Nach dem Abschied am Dienstagmorgen
gings für uns dann nach Raglan, Waikato Westcoast :)
Der Busfahrer hat uns in der Stadt
rausgelassen und Sue, unsere jetzige Hostmum hat uns dann mit dem
Wagen abgeholt. Wir wohnen jetzt vier oder fünf Kilometer außerhalb
von Raglan in der Wainui Siedlung, zehn Minuten (Berg runter, Berg
hoch, Berg runter) vom Meer und dem Ngarunui Beach entfernt.
Traumhaft!
Da sind wir natürlich erstmal hin,
nachdem Sue meinte, wir bräuchten heute noch nicht arbeiten. Erstmal
Strandspaziergang. Und ich schwöre, wir waren noch keine fünf
Minuten am Strand, da kamen die ersten beiden Surfer den Weg runter!
Ich dachte, ich bin im falschen Film. Gutes Leben ;D
Nachdem wir zurück auf unserem Hügel
waren, aßen wir Lunch, cremten uns ein, packten ein Buch und ein
Handtuch ein und gingen zurück zum Strand. Ich in Shorts und
FlipFlops. Winter kann man das hier nicht nennen, obwohl der Wind
nicht sooo warm war. Zwischen den Dünen haben wir dann den
Meerblick, die Wintersonne und unser Leben genossen. So kanns
weitergehen!
| Raglan Harbour |
Heute Morgen (Mittwoch) haben wir dann
gearbeitet. Küche aufgeräumt, Wäsche aufgehangen – und Unkraut
gejähtet. Zwei oder drei Stunden lang. War ein ziemlich großer
Haufen, aber der Garten sieht jetzt wieder ordentlich aus :)
Nach unserer Mittagspause sind wir dann
nach Raglan gelaufen, haben uns den Ort angeschaut – klein, aber
süß. Ziemlich „Laid back“, kreativ und ökologisch engagiert! -
und Tom, unserem achtjährigen Hostbrother, beim Fußballtraining
zugeschaut.
Mit Tom haben wir eben nach dem
Abendessen auch noch gezeichnet, ziemlich intelligenter Knirps.
Zuckersüß, blond, talentierter kleiner Schriftsteller und
Comiczeichner. Und schlafengehen wollte er auch nicht. Ganz normales
Alltags-Kiwi-Leben hier also. Mal sehen, was morgen ansteht :)
Bis dann xx
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