Mittwoch, 28. August 2013

Glowworms & Traumstrände

Unsere Terrasse in Hamilton City :)
Kia Ora, mates :)

Ich bin jetzt schon seit vier ganzen Wochen hier in Neuseeland und fühl mich immer noch ziemlich wohl. Eigentlich noch viel wohler als am Anfang. Die Verständigung funktioniert besser, wir haben schon eine ganze Menge gesehen, Kiwis kennen gelernt und uns an neuseeländisches Essen gewöhnt – wobei wir uns noch immer fragen, was die Kiwis eigentlich auf ihre Sandwiches essen, aber das finden wir auch noch raus!
Auf alle Fälle gefällt es mir hier sehr gut und ich genieße die Zeit, auch wenn ich euch natürlich alle vermisse <3

In den letzten Tagen waren wir erst noch in Hamilton bei Gillian und ihrer Family. Martin – hab ich schon erwähnt, wie verpeilt der Kerl ist? :D – war as usual im Wahlkampfstress, Lily hat gelesen oder was auch immer getrieben und Gillian war mit Ray Tee trinken. Ganz normales Leben. Unglaublich entspannt alle.
Seaside - Check!
Sonntagnachmittag, nachdem es den ganzen Tag geregnet hatte, haben Gillian und Ray uns an einen See bei Cambridge, gut 20 Minuten von Hamilton entfernt, gefahren. Hier haben wir dann eine Kajaktour gemacht. Und zwar eine ganz besondere. Am späten Nachmittag sind wir in unsere Kajaks gestiegen und erstmal über den See gepaddelt, bevor wir uns mit unseren Guides Richard und Mark (jedes zweite seiner Worte war „sweet“, ich schwöre!) einen kleinen Fluss hochgearbeitet haben. Nach gut zwanzig Minuten Paddeln durch den umliegenden Busch und zwischen hohen Felswänden hindurch, machten wir auf einer Lichtung Pause am Lagerfeuer, aßen Marshmallows, Käse und tranken Hot Chocolate. :)
Dann wurde es dunkel und wir stiegen zurück in unsere Kajaks, bildeten aber Gruppen von vier Kajaks, mit denen wir uns dann den Fluss wieder hinuntertrieben ließen. Jetzt war es um uns herum komplett dunkel, ich konnte wirklich nicht erkennen, wo wir hinfuhren. Etwas beängstigend, aber Mark passte auf und nach der ersten Kurve kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Ngarunui Beach <3
Zwischen den Bäumen und an den Felswänden sahen wir überall kleine leuchtende Punkte. Wie Sterne! Oder LED-Lichter. Unglaublich schön und bezaubernd und besonders! Diese kleinen Lichtpunkte überall um uns herum waren Glowworms. Nein, keine Glühwürmchen. Irgendwelche Larven, Fliegen oder so. Aber eben leuchtende :)
Das war eine wunderschöne und unvergessliche Kajaktour!

Montag haben wir dann in den Pausen zwischen den Regenschauern nochmal hart in Gills Garten gearbeitet. Einen kompletten Erdhaufen auseinander genommen, Holz zusammengesammelt, Unkraut gejähtet, einen Zaun gebaut, Hühner eingefangen. Das übliche.
Dann stand mal wieder Packen auf dem Plan, ebenso wie kreative Gästebucheinträge und Rezeptaustausch. Und gemeinsames Kochen. Wir haben Apfelkuchen gegessen. Unbeschreiblich guten Apfelkuchen. Dafür liebe ich Lily noch 100 Mal mehr als sowieso schon! :)

Normaler Heimweg vom Strand (:
Nach dem Abschied am Dienstagmorgen gings für uns dann nach Raglan, Waikato Westcoast :)
Der Busfahrer hat uns in der Stadt rausgelassen und Sue, unsere jetzige Hostmum hat uns dann mit dem Wagen abgeholt. Wir wohnen jetzt vier oder fünf Kilometer außerhalb von Raglan in der Wainui Siedlung, zehn Minuten (Berg runter, Berg hoch, Berg runter) vom Meer und dem Ngarunui Beach entfernt. Traumhaft!
Da sind wir natürlich erstmal hin, nachdem Sue meinte, wir bräuchten heute noch nicht arbeiten. Erstmal Strandspaziergang. Und ich schwöre, wir waren noch keine fünf Minuten am Strand, da kamen die ersten beiden Surfer den Weg runter! Ich dachte, ich bin im falschen Film. Gutes Leben ;D
Nachdem wir zurück auf unserem Hügel waren, aßen wir Lunch, cremten uns ein, packten ein Buch und ein Handtuch ein und gingen zurück zum Strand. Ich in Shorts und FlipFlops. Winter kann man das hier nicht nennen, obwohl der Wind nicht sooo warm war. Zwischen den Dünen haben wir dann den Meerblick, die Wintersonne und unser Leben genossen. So kanns weitergehen!

Raglan Harbour
Heute Morgen (Mittwoch) haben wir dann gearbeitet. Küche aufgeräumt, Wäsche aufgehangen – und Unkraut gejähtet. Zwei oder drei Stunden lang. War ein ziemlich großer Haufen, aber der Garten sieht jetzt wieder ordentlich aus :)
Nach unserer Mittagspause sind wir dann nach Raglan gelaufen, haben uns den Ort angeschaut – klein, aber süß. Ziemlich „Laid back“, kreativ und ökologisch engagiert! - und Tom, unserem achtjährigen Hostbrother, beim Fußballtraining zugeschaut.
Mit Tom haben wir eben nach dem Abendessen auch noch gezeichnet, ziemlich intelligenter Knirps. Zuckersüß, blond, talentierter kleiner Schriftsteller und Comiczeichner. Und schlafengehen wollte er auch nicht. Ganz normales Alltags-Kiwi-Leben hier also. Mal sehen, was morgen ansteht :)
Bis dann xx
 




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