Mit eeeetwas Verspätung hier jetzt noch der Link zum Zeitungsbericht von letztem Monat, hab ich bei all dem Reisen hier scheinbar vergessen ... More to come soon! :)
Lena Ziehfreund aus Oberelsungen erzählt über ihr Leben in Neuseeland
Hamilton/Oberelsungen.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Schon ganze neun Wochen bin ich jetzt am
anderen Ende der Welt in Neuseeland.
In
manchen Momenten fühlt es sich an, als wäre ich erst zwei Wochen von zu
Hause fort, wenn ich aber darüber nachdenke, was ich schon alles
erleben und sehen durfte, so könnten es doch eher zwei Jahre sein.
Nach
meinem ersten Stopp im Norden verbrachte ich eine wundervolle Zeit bei
einer Familie im Stadtzentrum von Hamilton. Die Familie war sehr
herzlich. Wir waren Kajakfahren, haben die in Neuseeland berühmten
Glowworms (Insektenlarven) gesehen – die leuchten nachts an Felswänden
wie Sterne – und waren wandern in den Bergen rund um die Waikatoebene.
Von Hamilton ging es dann für eine Woche ans Meer nach Raglan. Hier half
ich bei einer Familie im Haushalt und durfte dafür die traumhaft
schönen Surfstrände der Stadt genießen – Raglan ist einer der
Surf-Hotspots Neuseelands.
Doch
meine Reise sollte weitergehen. Deshalb verabschiedete ich mich Mitte
September schweren Herzens, um mich alleine auf den Weg nach Rotorua zu
machen. Dort gibt es eine Menge Geysire, blubbernde Schlammlöcher und
andere geothermale Wunder zu bestaunen. Es war ziemlich erstaunlich,
dass bei manchen Leuten im Hintergarten einfach mal weißer Rauch
aufsteigt und heißes Wasser in Löchern brodelt. Auch die Farbenpracht
der Natur hier war beeindruckend – tiefblaue oder grüne Seen, gelbe
Schwefelsteine, rote Ablagerungen am Rande der Wasserlöcher.
Von
Rotorua aus reiste ich weiter nach Taupo. Taupo ist eine Stadt am
größten See Neuseelands, dem Lake Taupo. Der See hat wohl ungefähr die
Größe Singapurs und ist das Ergebnis mehrerer großer Vulkanexplosionen
in den vergangenen Jahrtausenden. Von Taupo aus machte ich einen
Abstecher in den Nationalpark und wanderte einen der wohl schönsten
Ein-Tages-Märsche der Welt, das Tongariro Alpine Crossing.
Spektakuläre Wanderung
Da
das Wetter hier jetzt frühlingshaft wird, waren zwei andere Deutsche
und ich in der Lage, das Crossing, also die Überquerung der Berge, auf
eigene Faust durchzuführen. Durch schattige Täler, unwirkliche
Vulkanlandschaften, schneegefüllte Krater und über hohe Steigungen ging
es vorbei an türkisfarbenen Seen, bunten Vulkankratern und dampfenden
Feldern heißer Erde. Einfach nur unglaublich und man wusste, warum dies
eine der spektakulärsten Wanderungen der Welt ist.
Nach
der unglaublichen Natur rund um Taupo war der nächste Stopp dann die
Hauptstadt Wellington. Am letzten Wochenende ging es für uns von
Wellington in den Norden an die Kapiti Coast. Ein traumhafter und
einmaliger Abschluss meiner Reise über die Neuseeländische Nordinsel.
(mel)

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