Mittwoch, 27. November 2013

Cultural Shocks

The Kiwi Way of Life

Reisende werden immer wieder vor ihm gewarnt – dem Kulturschock. Man kommt in eine andere Umgebung, teilweise ähnlich wie die Heimat, teilweise komplett anders. Auch in Neuseeland. Nach vier Monaten fällt mir jetzt mal auf, wie sehr ich mich jetzt schon an manche Dinge gewöhnt habe. Manches ist für mich jetzt schon stinknormal und alltäglich – für alle Daheimgebliebenen mag es aber extrem seltsam oder unvorstellbar erscheinen. Hier mal ein kleiner Einblick in meine Kiwiwelt :)

    Ich hab das Countdown-Lied schon so unglaublich im Kopf, schrecklich :D Countdown ist einer unserer Supermärkte hier, vergleichbar mit Edeka. Und ich weiß jetzt schon, was ich in Deutschland vermissen werde. Neuseeländische Supermärkte. Die sind nämlich almost 24/7 open. Okay, nicht ganz, aber in den meisten Fällen sind sie von 7am bis 10pm, also 22 Uhr, geöffnet. Und das auch Sonntags. Wann auch immer man also einkaufen will – oder muss – man kann einfach gehen und besorgen, was man brauch.

Oh und wenn wir schon beim Geld ausgeben sind – EC-Karten(-zahlungen) werden hier einfach als EFTPOS bezeichnet. Das ist kurz für electronic funds transfer at point of sale (Danke, Wikipedia). Und Kiwis lieben EFTPOS. Ich bezahl auch eigenlich immer alles überall mit Karte. So viel einfacher.

Wenn es dann aber doch mal zur Zahlung mit Cash, also Bargeld kommt, da läuft das in NZ auch ein bisschen anders als in der Heimat. Neuseeland hat nämlich vor einigen Jahren 1, 2 und 5 Cent Münzen abgeschafft – Barzahlungen werden ab- oder eben aufgerundet. Ein Beispiel:

$2.34 sind in Bar $2.30 – bleiben mit EFTPOS aber $2.34.
$2.35 sind in Bar $2.40 – bleiben bei EFTPOS-Zahlung aber logischerweise auch $2.35.

Ich war so verwirrt, als ich hier angekommen bin. Mein erster Einkauf im Supermarkt und ich wunder mich danach, warum ich keine zwei Cent zurückbekommen habe. Natürlich auch noch gejetlagged. Bis mir dann mal irgendwann jemand erzählt hat, dass es die kleinen Münzen überhaupt nicht mehr gibt. Oh well.

Das Rückgeld war aber nicht das einzige, was mich vor vier Monaten in Auckland noch total „schockiert“ hat. Ich erinnere mich noch ziemlich lebhaft an meine Verwunderung über die Steckdosen hier. Die haben Schalter. Oh ja. Alle Steckdosen. Wenn man sie nicht benutzt, kann man die Steckdosen ausschalten. Und wenn sie eingeschaltet sind, sieht man einen kleinen roten Punkt. Das war mein erster wirklicher Kulturschock. Und nach vier Monaten – ich bin mir sicher, ich werde die Steckdosen und roten Pünktchen vermissen, wenn ich wieder in Deutschland bin. Sowas von praktisch!

Und das war erst der Anfang – demnächst noch ein paar weitere schockierende Einblicke in mein neues Alltagsleben.

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