Montag, 23. September 2013

Tongariro Alpine Crossing

Mt Ruapehu - größter Vulkan/Berg der Nordinsel :)
Donnerstag haben Lena, Lena und ich ('Is this the three Lenas?') das Tongariro Alpine Crossing gemacht. Das wird in sämtlichen Reiseführern und Foren als die wohl beste und spektakulärste Ein-Tages-Wanderung Neuseelands beschrieben – und als eine der besten der Welt. Wir waren also gespannt.

Um halb fünf bin ich aufgestanden, hab mich angezogen und Brote geschmiert. Schinken-Salat und Erdnussbutter-Marmelade. Müsliriegel, Äpfel und Wasser hab ich auch eingepackt. Ich hab ja hier in der Lounge vom Hostel schon extrem gefroren und so halb gehofft, dass die Wanderung doch noch wegen schlechtem Wetter abgesagt wird. War aber nicht so. Glücklicherweise!
Um sechs sind wir dann abgeholt worden (Lena, ich und ein Schwede) und wurden beim Sonnenaufgang zum Tongariro National Park gefahren. Gut eine Stunde südlich von Taupo. Allein die Fahrt durch den Nationalpark war schon spektakulär! Auf ein Hochplateu mit traumhaften Blicken auf alle drei Bergspitzen (Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu). Unbeschreiblich!
The journey begins ...
Vom Carpark gings dann mit dem Gefühl, mehr oder weniger gut ausgerüstet zu sein los in die Berge. Durch ein Tal voller Lava und Steine (oh ja, ich war wandern in Mordor, aha!) zum Devil's Staircase, dem steilen Anstieg zum South Crater, der seinen Namen schon nicht ganz unverdient trägt. Diesen schweren und anstrengenden Anstieg schafften wir aber ziemlich gut und fanden uns im South Crater, dem Südkrater von Mt Tongariro, wieder. Hier gings durch den Vulkankrater, über Schnee und mit unglaublichen Ausblicken auf Mt Tongariro zur linken und Mt Ngauruhoe erstmal flach weiter.

Schicksalsberg! :)
Mt Tongariro
Und weil Ngauruhoe so ein unglaublich seltsamer Name ist – mach einem von euch wird dieser Berg eventuell, hoffentlich bekannt vorkommen. Ngauruhoe ist nämlich durch eine kleine Filmreihe bekannt geworden, die in Neuseeland gedreht wurde. Herr der Ringe? Vielleicht schonmal von gehört? Naja, Ngauruhoe ist jedenfalls Mt Doom, der Schicksalsberg im Herzen Mordors, in den Frodo den Einen Ring werfen soll. Perfekter Vulkan, ohne Witz. Wir waren einfach nur erstaunt von der Perfektion der Natur.
Dann kam der härteste Anstieg, weil wir über Schnee und lose Steine hoch zum Red Crater klettern mussten. Hört sich schlimm an, war bei starkem Wind aber noch schlimmer, trust me. Auf dem Stück hatte ich echt Angst. Aber auch da sind wir bis nach oben gekommen und es war alle Mühe wert!
Vom Red Crater hatten wir einen noch besseren Ausblick auf Mt Doom und alle Landschaften rundherum! Und natürlich auf den Red Crater! Und den Central Crater! Und die Emerald Lakes! Traumhaft :)

Nach einer kurzen Pause (viel zu windig und kalt, obwohl der Boden dank der Vulkane relativ warm war!) machten wir uns an den Abstieg zu den Emerald Lakes, was auch wieder ziemlich abenteuerlich war dank der vielen lose Steine … Danach ging unsere Wanderung weiter durch den mit Schnee gefüllten Hauptkrater und hoch zum Blue Lake, der aber leider zugefroren war. Von dort hatte man aber unbeschreibliche Blicke zurück zu den Emerald Lakes, dem Red Crater und die Bergspitzen dahinter :)
An der geschützten Seite des Berges machten wir dann Mittagspause, mal in der Sonne, mal im Nebel – das Wetter hier ändert sich wirklich alle zwei Minuten, unglaublich.
Es folgte der Abstieg in den aufziehenden Wolken mit nicht viel Ausblick, aber die Landschaften am Wegesrand und ab und zu auch mal in der Ferne machen klar, warum das einer der besten Wanderwege der Welt ist. Ich meine, Seen im Tal, Vulkane im Rücken und dampfende Erde an der Seite. Sowas hat man nicht oft!
Nach einer weiteren kleinen Pause an einer der Hütten im Park (super Ausblick!) machten wir uns an den langen Zick-Zack-Abstieg runter zum Parkplatz. Zwei Stunden oder so. Meine Knie hab ich am Freitag gespürt … Je weiter wir hinunterkamen, desto größer wurden die Pflanzen um uns herum, von alpin zu „normalem“ Bush. Vorbei an Wasserfällen und Bächen.
Um ehrlich zu sein, am Ende sind wir ganz entspannt gegangen und haben uns alles angeschaut – und waren die letzten am Bus. Aber wir haben alles in allem „nur“ 7 Stunden und 15 Minuten gebraucht. Und waren gut anderthalb Stunden vor der letzten Busabfahrt da, also alles safe :)

Das Tongariro Alpine Crossing kann ich echt nur jedem empfehlen, der die Chance hat es zu machen! Und für mich stehen hier definitiv noch mehr Wandertouren auf dem Programm :)

Wandern in Mordor!





Oh ja, wir mochten den Berg und die Ausblicke! :)

Lena, Lena und ich :)


Wir haben den Einen Ring übrigens im Tal vergessen. Doofe Story. Naja :D

Red Crater :)

Mein Wanderoutfit war übrigens warm und bequem, also ideal! Und Kiwistyle!

Emeral Lakes

Central Crater mit dem Red Crater und Mt Doom dahinter (und Ruapehu links daaahinter :D)

Wir wissen jetzt übrigens, wo Jack Wolfskin und co ihre Werbung machen!


Nein, das rechts sind keine Wolken. Da ist letztes Jahr was ausgebrochen. Vulkan und so.

Und hier auch!




Wasserfall am Ende des Crossings - angekommen im Wald :)

Yes, we did it! Tongariro Alpine Crossing - CHECK!



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