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| Mt Ruapehu - größter Vulkan/Berg der Nordinsel :) |
Donnerstag haben Lena, Lena und ich
('Is this the three Lenas?') das Tongariro Alpine Crossing gemacht.
Das wird in sämtlichen Reiseführern und Foren als die wohl beste
und spektakulärste Ein-Tages-Wanderung Neuseelands beschrieben –
und als eine der besten der Welt. Wir waren also gespannt.
Um halb fünf bin ich aufgestanden, hab
mich angezogen und Brote geschmiert. Schinken-Salat und
Erdnussbutter-Marmelade. Müsliriegel, Äpfel und Wasser hab ich auch
eingepackt. Ich hab ja hier in der Lounge vom Hostel schon extrem
gefroren und so halb gehofft, dass die Wanderung doch noch wegen
schlechtem Wetter abgesagt wird. War aber nicht so. Glücklicherweise!
Um sechs sind wir dann abgeholt worden
(Lena, ich und ein Schwede) und wurden beim Sonnenaufgang zum
Tongariro National Park gefahren. Gut eine Stunde südlich von Taupo.
Allein die Fahrt durch den Nationalpark war schon spektakulär! Auf
ein Hochplateu mit traumhaften Blicken auf alle drei Bergspitzen
(Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu). Unbeschreiblich!
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| The journey begins ... |
Vom Carpark gings dann mit dem Gefühl,
mehr oder weniger gut ausgerüstet zu sein los in die Berge. Durch
ein Tal voller Lava und Steine (oh ja, ich war wandern in Mordor,
aha!) zum Devil's Staircase, dem steilen Anstieg zum South Crater,
der seinen Namen schon nicht ganz unverdient trägt. Diesen schweren
und anstrengenden Anstieg schafften wir aber ziemlich gut und fanden
uns im South Crater, dem Südkrater von Mt Tongariro, wieder. Hier
gings durch den Vulkankrater, über Schnee und mit unglaublichen
Ausblicken auf Mt Tongariro zur linken und Mt Ngauruhoe erstmal flach
weiter.
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| Schicksalsberg! :) |
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| Mt Tongariro |
Und weil Ngauruhoe so ein unglaublich
seltsamer Name ist – mach einem von euch wird dieser Berg
eventuell, hoffentlich bekannt vorkommen. Ngauruhoe ist nämlich
durch eine kleine Filmreihe bekannt geworden, die in Neuseeland
gedreht wurde. Herr der Ringe? Vielleicht schonmal von gehört? Naja,
Ngauruhoe ist jedenfalls Mt Doom, der Schicksalsberg im Herzen
Mordors, in den Frodo den Einen Ring werfen soll. Perfekter Vulkan,
ohne Witz. Wir waren einfach nur erstaunt von der Perfektion der
Natur.
Dann kam der härteste Anstieg, weil
wir über Schnee und lose Steine hoch zum Red Crater klettern
mussten. Hört sich schlimm an, war bei starkem Wind aber noch
schlimmer, trust me. Auf dem Stück hatte ich echt Angst. Aber auch
da sind wir bis nach oben gekommen und es war alle Mühe wert!
Vom Red Crater hatten wir einen noch
besseren Ausblick auf Mt Doom und alle Landschaften rundherum! Und
natürlich auf den Red Crater! Und den Central Crater! Und die
Emerald Lakes! Traumhaft :)
Nach einer kurzen Pause (viel zu windig
und kalt, obwohl der Boden dank der Vulkane relativ warm war!)
machten wir uns an den Abstieg zu den Emerald Lakes, was auch wieder
ziemlich abenteuerlich war dank der vielen lose Steine … Danach
ging unsere Wanderung weiter durch den mit Schnee gefüllten
Hauptkrater und hoch zum Blue Lake, der aber leider zugefroren war.
Von dort hatte man aber unbeschreibliche Blicke zurück zu den
Emerald Lakes, dem Red Crater und die Bergspitzen dahinter :)
An der geschützten Seite des Berges
machten wir dann Mittagspause, mal in der Sonne, mal im Nebel – das
Wetter hier ändert sich wirklich alle zwei Minuten, unglaublich.
Es folgte der Abstieg in den
aufziehenden Wolken mit nicht viel Ausblick, aber die Landschaften am
Wegesrand und ab und zu auch mal in der Ferne machen klar, warum das
einer der besten Wanderwege der Welt ist. Ich meine, Seen im Tal,
Vulkane im Rücken und dampfende Erde an der Seite. Sowas hat man
nicht oft!
Nach einer weiteren kleinen Pause an
einer der Hütten im Park (super Ausblick!) machten wir uns an den
langen Zick-Zack-Abstieg runter zum Parkplatz. Zwei Stunden oder so.
Meine Knie hab ich am Freitag gespürt … Je weiter wir
hinunterkamen, desto größer wurden die Pflanzen um uns herum, von
alpin zu „normalem“ Bush. Vorbei an Wasserfällen und Bächen.
Um ehrlich zu sein, am Ende sind wir
ganz entspannt gegangen und haben uns alles angeschaut – und waren
die letzten am Bus. Aber wir haben alles in allem „nur“ 7 Stunden
und 15 Minuten gebraucht. Und waren gut anderthalb Stunden vor der
letzten Busabfahrt da, also alles safe :)
Das Tongariro Alpine Crossing kann ich
echt nur jedem empfehlen, der die Chance hat es zu machen! Und für
mich stehen hier definitiv noch mehr Wandertouren auf dem Programm :)
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| Wandern in Mordor! |
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| Oh ja, wir mochten den Berg und die Ausblicke! :) |
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| Lena, Lena und ich :) |
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| Wir haben den Einen Ring übrigens im Tal vergessen. Doofe Story. Naja :D |
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| Red Crater :) |
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| Mein Wanderoutfit war übrigens warm und bequem, also ideal! Und Kiwistyle! |
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| Emeral Lakes |
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| Central Crater mit dem Red Crater und Mt Doom dahinter (und Ruapehu links daaahinter :D) |
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| Wir wissen jetzt übrigens, wo Jack Wolfskin und co ihre Werbung machen! |
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| Nein, das rechts sind keine Wolken. Da ist letztes Jahr was ausgebrochen. Vulkan und so. |
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| Und hier auch! |
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| Wasserfall am Ende des Crossings - angekommen im Wald :) |
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| Yes, we did it! Tongariro Alpine Crossing - CHECK! |
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